Druckschrift 
Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
Entstehung
Seite
145
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

145

sind mit Stachelborsten besetzt. Die verhältnismässig kleinen, wenig-blutigen, gelben Blütenköpfchen stehen in einer flatterigen Rispe.

Charakteristik der Essenz: Die Farbe der Essenz ist bräunlichgelb,der Geruch nicht spezifisch und der Geschmack schwach bitterlich.

Der Arzneigehalt der Essenz ist gleich 1 / 2 .

Die Potenzen werden bis zur dritten DecimalVerdünnung mit60 % igem, von der vierten an mit 90 % igern Alkohol bereitet.Die niederen Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimal-verdünnung in 1 cm dicker Schicht, gelblich gefärbt.

Litteratur: Journ. f. liom. A. M. L. I, 3, pag. 39. Allen, Mat. med. V, pag. 487.

Laurocerasus.

Kirschlorbeer.

Stammpflanze: Prunus Laurocerasus L. Fam. nat.: Rosaceae.

Vorkommen: Der Kirschlorbeer ist einheimisch in Persien und denKaukasusländern und wird als Zierstrauch vielfach kultiviert.

Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die

frischen Blätter, im August gesammelt, werden nach Vorschrift des§ 2 zur Herstellung einer Essenz benutzt.

Beschreibung des angewandten Pflanzenteiles: Die Kirschlorbeer-blätter sind bis zu 20 cm lang und bis 7 cm breit, kurz gestielt, läng-lich eiförmig oder lanzettlich, lederartig und kahl. Der Blattrand istschwach nmgerollt, entweder ganzrandig oder hier und da mit ent-fernten Sägezähnen besetzt. Die Blätter sind immergrün, auf derOberseite dunkelgrün und glänzend, auf der Unterseite hellgrün mitstarker Mittelrippe. An der Basis der Mittelrippe befinden sich zucker-ausscheidende Nektardrüsen. Die Blätter besitzen im unverletztenZustande keinen Geruch, dagegen riechen sie beim Zerquetschen inten-siv nach bitteren Mandeln. Ihr Geschmack ist gewürzhaft und sehr bitter.

Charakteristik der Essenz: Die Farbe der Essenz ist braun, derGeruch bittermandelartig und der Geschmack schwach bitterlieh.

Pharmakopoe, 10