Druckschrift 
Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
Entstehung
Seite
146
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

- 146 -

Der Arzneigehalt der Essenz ist gleich 1 / 2 .

Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdünnung mit60 % igem, von der vierten an mit 90^igem Alkohol bereitet.Die niederen Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimal-verdünnung in 1 cm dicker Schicht bräunlich bis gelblich gefärbt.

Litteratur: Hartlaub u. Trinks, A. M. L. I, pag. 127. Archiv XV, 2,pag. 162. Prakt. Mitteil. 1826, pag. 11. Allen, V, pag. 506.

Ledum.

Porst.

Stammpflanze: Ledum palustre L. Fam. nat.: Ericaceae.

Vorkommen: Der Sumpfporst wächst auf Mooren und in Torf-siimpfen in den nördlichen Teilen von Europa, Asien und Amerikaund ist in Deutschland als Reliktenpflanze zu betrachten.

Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die ge-trockneten jungen Sprosse vom Sumpfporst mit den Blättern undBlüten werden nach Vorschrift des § 4 unter Anwendung von 90% igemAlkohol zur Herstellung einer Tinktur benutzt (ad usum internum etexteruum).

Beschreibung der Pflanze: Diese schöne Moorpflanze besitzt einenbuschigen, '/. 2 bis 1 Meter hohen, verholzten Stamm. Die noch nichtverholzten, letztjährigen, jungen Sprosse sind mit einem liellrost-braunen Filz bekleidet. Die Blätter stehen dicht, sind wechselständig,sehr kurz gestielt, länglich-linealisch, ca. 3 cm lang und 3 bis 5 mmbreit, dick-lederartig, oberseits dunkelgrün und glänzend, unterseitswie die Sprosse mit dichtem, rostfarbigem Filz überzogen. Der Bandder Blätter ist ganz und sehr stark zurückgerollt. Die Blüten stehen inendständigen Dolden auf fadenförmigen Stielen und sind schneeweiss.Die ganze Pflanze riecht sehr stark kampferartig und schineckt bitterund zusammenziehend.

Charakteristik der Tinktur: Die Tinktur zeigt bei 17,5° ein spez.Gew. von 0,849 bis 0,852. 10 Gramm Tinktur hinterlassen nach dem