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§ 6b weiter potenziert. Es darf niemals im unvermischten Zustandeabgegeben oder versandt werden.
Charakteristik der Lösung: Die farblose, weingeistige Lösung darfblaues Lakmuspapier nicht röten. Durch Zusatz von Schwefelammoniumwird die weingeistige Lösung unter Ausscheidung von Schwefel getrübt.Die vom Niederschlag abfiltrierte Flüssigkeit nimmt mit dem dreifachenVolumen Wasser und je einigen Tropfen verdünnter Schwefelsäure undStärkelösung versetzt, eine dunkelblaue Färbung an. Der Geschmackder Lösung ist brennend.
Der Arzneigehalt der Lösung von 1 Teil Nitroglycerin in 50 TeilenAlkohol ist gleich Y, 00 .
Litteratur: Hering, A. A. P., pag. 39. — Oestr. Zeitschr. d. Ver. liom. A., II.pag. 18. — A. H. Z. XXXXII, LVI, LXIII. — Allen, IV, pag. 425.
Granatum.
Granatbaum,
Stammpflanze: Punica Granatum L. Fam. nat.: Mvrtaceae.
Vorkommen: Der Granatbaum ist in den östlichen Mittelmeerländerneinheimisch, wo er auch kultiviert wird, ausserdem aber auch durchVerwilderung Uber Mittelasien, Südeuropa und Nordafrika verbreitet.
Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die Rindedes Stammes und der Wurzel wird nach § 4 zur Herstellung einerTinktur unter Verwendung von 90^igem Alkohol benutzt.
Beschreibung des angewandten Pflanzenteils: Die Rinde muss denim Deutschen Arzneibuche gestellten Anforderungen entsprechen.
Charakteristik der Tinktur: Die Tinktur zeigt bei 17,5° ein spez.Gew. von 0,848 bis 0,855. 10 Gramm Tinktur hinterlassen nachdem Eindampfen und Trocknen 0,30 bis 0,50 Gramm Rückstand. Die aus20 Gramm Tinktur nach Vorschrift des § 18, jedoch unter Verwendungvon reinem Aetlier, isolierte Alkalo'idmenge soll mindestens 0,0128 Gramm= 0,004 % der Tinktur betragen, also zur Sättigung 8,7 cm 3 Normal-Hundertstel-Salzsäure unter Verwendung von Jodeosin als Indikator