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Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die ge-trocknete Wurzel von Pariax Scbinseng, Radix Ginseng, wird nachVorschrift des § 4, jedoch im Verhältniss von 1 Teil Droge zu 50 TeilenOO^igem Alkohol, zur Herstellung einer Tinktur benutzt.
Beschreibung der Droge: Die Wurzel ist rtthenförmig, bis 3 cmdick und ca. 10 cm lang und sehr stärkemehlhaltig. Sie ist nur wenigrunzelig, weiss oder gelblich und unten in 2 bis 5 spindelförmige Aestegespalten. Häutig ist die in der Wurzel enthaltene Stärke durch diebeim Trocknen angewandte Wärme verkleistert und die Droge ist als-dann hornartig durchscheinend.
Charakteristik der Tinktur: Die Farbe der Tinktur ist schwach-gelblich, der Geruch und der Geschmack nicht spezifisch.
Der Arzneigehalt der Tinktur ist gleich 1 / t00 .
Die Potenzen werden mit 90% igcm Alkohol bereitet. Nur dieUrtinktur ist in 1 cm dicker Schicht gelblich gefärbt.
Litteratur: Hvgea VI, pag. 347. — Buchner u. Nusser, A. Z. f. Horn. II.p.ag. 11. — A. II. Z. XXXXVI, pag. 159. — Allen, IV, pag. 415.
GlonoTnum.
Nitroglycerin.
Ursubstanz: Salpetersäure-Glycerinäther, C :i H 5 (NO :) ) 3 .
Herstellung der Ursubstanz: Zu ihrer Darstellung werden in einedurch Eis gekühlte Mischung von 120 Gramm rauchender Schwefel-säure und 70 Gramm rauchender Salpetersäure allmählich 24 GrammGlycerin mit der Vorsicht eingetragen, dass die Mischung eine Tempe-ratur von 20 bis 25° Celsius zeigt Darauf wird die ölige Masse in2 Liter Wasser eingegossen und durch Dekantieren 5 bis 6mal mitWasser und zuletzt zweimal mit Wasser, dem einige Tropfen Am-moniak zugesetzt sind, ausgewaschen. Die nach einigen Tagen geklärte,ölige Flüssigkeit wird vom Wasser völlig befreit und sofort im Ver-hältnis von 1 Teil Glonoi'n zu 50 Teilen Alkohol von 90^ gelöst.
Bereitung der Arzneiform: Das Glono'in wird nach Vorschrift des