teilchen oder Teile vom Abziehstein in sich aufnimmt. Die gleichmässige Ver-teilung des Urstoffs wurde vielmehr nur in den mit den Präcipitaten angefertigtenVerreibungen nachgewiesen. Aus diesem Grunde werden jetzt die Präcipitateverwandt, da diese Abweichung von den Regeln Hahnemanns eine sehrunwesentliche ist und überdies die mit Präcipitaten angefertigten Verreibungenauch zu Nachprüfungen verwandt worden sind. Es werden übrigens auch nurdurch Verwendung der Präcipitate immer gleiche Präparate erhalten.
II. Herstellung der Urtinkturen.
Siehe sub F §§ 1 u. ff., S. 29 u. ff.
III. Potenzierung.
Es wäre eigentlich genügend, die bei der Potenzierung, oder wieeinige sagen »Verdünnung«, zur Anwendung kommenden technischenMassregeln genau zu beschreiben, damit derjenige, der sich damitbefasst, die Potenzen genau nach den Grundsätzen der Homöopathieanfertigen könne. Wir dürfen jedoch nicht unterlassen, weil vieleUber diesen Punkt im Unklaren sind, da sie ihn nur vom Hörensagenkennen, aus einem neueren homöopathischen Werke, welches sich dar-über ungemein klar ausspricht, eine Stelle zu citieren 1 ):
»Man wolle doch ja bedenken, dass Ilahnemann seine Urteile über dieWirkung dieser Arzneipotenzen nicht etwa nur aus der Phantasie am Schreibtischkonstruiert hat, sondern dass Beobachtungen und Versuche, welche eine langeReihe von Jahren ausfüllten, ihm diejenigen Fakta lieferten, auf welche er dieseLehre aufbaute. Seitdem haben einige tausend homöopathische Aerzte dieRichtigkeit der Hahnemannsehen Beobachtungen und Schlüsse über die Wirk-samkeit der Arznei-Potenzen bestätigt und die Notwendigkeit ihrer Anwendungerkannt. Es dürfte aber bedenklich erscheinen, alle diese Aerzte für Ignorantenzu erklären oder bei ihnen eine Potenzen-Monomanie als besondere Specieswissenschaftlichen Wahnsinns zu statuieren.«
Der Verfasser beleuchtet nun die Begriffe »gross und klein« vomphysikalischen Standpunkt aus und kommt zu dem Kesultate:
»dass die Molecularspaltung oder Atomisation der Arzneikörper beider Verreibung und Potenzierung immer subtiler sich gestaltet, je höher die Potenzoder Verfeinerungsstufe der Scala gestellt ist. Es ist eine und zwar von Hahne-
») Die Principien der Homöopathie von Dr. Carl Heinigke. Leipzig, beiDr. W. Schwabe.