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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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17
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D. Die homöopathisch-pharmazeutischen Arbeiten,

I. Vorarbeiten.

1. Frische Pflanzen und deren Teile.

Die eingesammelte frische Pflanze oder deren Teil wird zuerstnochmals auf ihre zweifellose Identität untersucht, dann aber vorsichtig'von etwaigen Unreinigkeiten, die zufälligerweise hei der Einsamm-lung nicht bemerkt wurden, befreit. Zur Verwendung gelangen nurdie bei dem betreffenden Mittel angegebenen Teile. Die Verarbeitungderselben muss möglichst rasch und ununterbrochen geschehen und zwarin folgender Weise: Die Pflanzen oder Pflanzenteile werden mittelsteines blank polierten, rostfreien Stahlmessers auf dem gut gereinigtenWiegebrett zerstückelt. Darauf werden die Stücke mit dem ebenfallsgut gereinigten Wiegemesser so fein als möglich zerstückelt. Die zer-kleinerte Masse wird sodann weiter behandelt, wie es in §§1, 2oder 3 näher beschrieben ist. Frische Früchte und Samen werden,je nachdem sie sich zum Zerstückeln eignen oder nicht, entweder wieoben behandelt oder einfach in der Reibeschale zerquetscht.

2. Trockene Pflanzen und deren Teile.

Getrocknete Pflanzen und Pflanzenteile werden zur Bereitung vonTinkturen grob (Sieb 4 und 5 des Deutschen Arzneibuches), zur Be-reitung von Verreibnngen dagegen aufs feinste gepulvert.

3. Metalle, Mineralien und pharmazeutisch-chemische Präparate.

Hauptregel für diese Klasse ist es, den Urstoff in eine so feinzerteilte Form zu bringen, dass er sich, sofern er zu Verreibungenbenutzt wird, gleichmässig verreiben lässt. Dies wird bei einem Teilesolcher Stoffe durch Zerstossen, bei den meisten Metallen aber durchPräcipitation erreicht.

Hahnemann verwandte foliierte oder zerfeilte Metalle oder zerkleinerte sieauf einem Abziehsteine. Später angestellte mikroskopische Untersuchungen habenjedoch ergeben, dass diese Methode der Zerkleinerung eine sehr unvollkommeneist und die Reinheit des Metalls dabei sehr zweifelhaft wird, weil es Eisen-

Pharmakopoe. 2