— 13 —
3. Die Reinigung (1er Gerätschaften.
Dass bei Anfertigung homöopathischer Präparate die grösste Sauber-keit beobachtet werden muss, haben wir schon früher betont. Neuin Gebrauch genommene Gerätschaften werden demgemäss der um-fassendsten Reinigung unterzogen. Gläser und Flaschen werdenmit destilliertem Wasser gereinigt und nach dem Ablaufen bei erhöhterTemperatur getrocknet. Porzellangefasse werden mit kochendemWasser ausgebrüht und bei erhöhter Temperatur getrocknet.
Nach der Arbeit werden die gebrauchten Gegenstände sofort ge-reinigt. Porzellangefässe werden wiederholt mit kochendem Wasserausgebrüht und zwischendurch ganz rein und trocken ausgewischt. DiePresse wird auseinandergenommen, erst mit kaltem, dann mit heissemWasser abgewaschen und gut getrocknet. Die übrigen Gegenständewerden, wie oben angegeben, gereinigt. Gläser, Flaschen u.s.w.,welche für eine bestimmte Tinktur, Essenz oder Potenz benutzt wurden,dürfen, selbst wenn man sie gut reinigen wollte, für keine anderewieder verwandt werden.
B, Die indifferenten Stoffe,
1. Weingeist.
a. Starker 90^iger Weingeist. Der käufliche, vollständig fuselfreieWeinsprit wird in eigens dazu bestimmten Apparaten einernochmaligen Destillation unterwofren. Nach derselben wird er mit-telst destillierten Wassers auf das spezifische Gewicht von 0,834 ge-bracht. Der 90 % ige Alkohol muss den im Deutschen Arzneibuchgestellten Anforderungen entsprechen.
SamuelHahnemann verwandte nur den reinen, von den Pharmakopoenseiner Zeit vorgeschriebenen, schwammzündenden Weingeist, welcher seinemGehalte nach unserem »starken 90X igen Weingeist« entspricht. Es ist dies der»Spiritus vini rectificatissimus«, dessen Bereitung pag. 308 der alten SächsischenPharmakopoe folgendermassen vorgeschrieben ist:
»Spiritus vini rectificatns remissiore arenae calore destilletur, quamdiuejus stilla imbutum gossypium accensnm cum ipsius dellagratione in cinerea