Neuntes VnG
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Zucker Loffel -wcis in dieHüffen/ und rührts wohl ab/daß Wein.Nägekein/ oder Erbsig / (wie man es zuweilensie nicht brockichl bleiben/ und löst sie sovann einen Suv nennet),nglerchen die ausgcplesteMaulbeerdurchtteiden^Msthunz Und avf eben dich Weise kan man auch die undmitgeläuterttmZuckersieden lassen»
Das XXX!. Capitel.
Von unterschiedlichen Küchlein und Gebachenem.
siedcnlassen muß/so dieses geschehen/kan man esüberdi^Büchlein giessen/ und aus der Kohlen in der Schüsselr.^ch esnen Sud anst!?im lassen / darnach selbige mit Tri-sanet^esireuen nnd zu Tisch kragen. Und auf diese Weiskan aucv das ^ver ^icd zugerichtet/ oder es könnenaucb etliche Eyer getl^'ffet/Zucker und Rosenwasser dar»angetvau/unddte Schnitten Eyer-Brov durchgezogen/hernach gleichsaili-auö oern chmalyqedachcn / und einebeliebigesüsft ei nvevsrvon Rostnuno Weinbee-ren oder fvnstcndamver gemacht:ver:cn.
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Will man aber Straubelcin niachcn/muß man da-rinnen also verfahren: Nemlich / es wird dasWeissevonetlichen Eyern genommen und wohl zerklopfst / hernachschönes Mehl und das Ever^eis mit etwasRosenwasser/nebst etwas Saltz und Zucker untereinander gerübret/biv es etti dünner Teig wird! woraus man denselbigen/durch ei» Triechterlem/ in heisses Schmalz/ jedoch aus«einander iamfen lasset/ und also solche heraus dachet;Wann sie dann aus dem Schmaltz kommen und noch et-w. s weich sind / werden sie geschwind umb ein dünnesMalcherhoitz gewickelt/und aisogekrümMet/mit Zuckerb.'Ilreuet/zuTisch getragen. Will man aber die Sträu-bclein geib haben/fo können die gantzen Eyer zerklopsst/und der Leig mit angemacht werden: So kan man auchnebst dem Zucker/.Zimmet dazu nehmen. Oder man tunauch insgemein einen Teig mit siedenden Wasser anma-chen / wann man nemlich selbiges MsMehl giesset / ellictiEyer daran schlägt/ solches ein wenig saltzet/ und alleswo ^l untereinander rühret / daß es zu einem dünnenStrauben-Teigwird; worauf man es durch ein Trich,terlein Zugweis aus dem Schmaltz bächet/ und mit Zu^ckerbeiireuet ju Tisch tragt.
§- 4'
Deßgleichen werden auch die Model-Küchlein vonschönen Mehl gemachet / welches entweder mit Milch/vder weiches noch besser/ mit Wein abgerübret / und einoder zwey Eyer daran geschlagen, auch Zimn^ et / Zocker/nebst allerhand guten Gewüry darunter gerübrt i erd?nmuß; Wann nun also ein dünner Teiv/wiebenvenStraubelein angemachet worden ist/somachermonemSchmaltz heiß / vuncker alsdann einen hieju gemachtenmessingen Model darein / lasset solchen wieder wobl ab»laussen/undtuncketihn hernach in demTeig/doch das? beiTeig nicht über den Mode! Marninen schlage- woraufman damit in das heissc Schmaltz fähretidenselbigen da-rinnen abschüttelt/a'soannsolcheKüchlew geschwind hn-ausbächet/undmitZucker bestreuet-
Sck-att oder Büchsen-Küchlein werden aiso g«,macht! Nemlich man nimmt Mehi^schlägt Eyer daran/und gieffer so viel Eyer-'^chaalen mit Wasser / oder auchein baar mehr darm^saltzerauch dasselbige etwas hernachwann der T-'ig wobl abgerühret/ und inderDickenwieein Sträubeleins-Teia worden ist/ wird eine Büchsenmit zerlassenen Scbma'tz/wobl schmaltz!gt gemacht/als«bann das übrige Schmaltz wieder heraus gegossen / derTeig in die Büchsen doch nicht r.ar voll ach'illet / und insiedend Wasserzudem^euer gestellet/biß er etwas er/"?r-" D Z M;
Innhalt.
K. !. Wie die H estm-Kuchlem zu buchea/nebst den gebrüheten oderbrennten Küchlein. §. Wie aus den dicken Heften- Mchlein noch ein ander Gericht; Item/aus dein Eyerdrod zu ina-chen- §. 9. Wie die Straubelein zubachen- F. 4. ^m/die Mcdel-Küchlein. 5- Desgleichen auch die Scha^-undBuchsen-^üchiei'!/nebst den Schncebaiien. L. 6. Nichlw.'-niHer die <!. ^>Kuchlei>i- F. 7. Wie von allerhand KrüurcrnKüchlein zu machen. L. 8- Insonderheit aber/ wie seidige vonSaldey zuzurichten, z- ?. Wieallerhand Baum Früatte zubereiten. 4 >o-WiesüsseKüchlein zu machen. ». n UndmS lich/wie die gefüllte Küchlein zu bereiten»
§»
Achdem wir bishero von gessttenen undgebratenen Speisen gehandelt/ will dieOrdnung erfordern/daß wir auch von dengebachenen etwas beyfügen / unter wel«chesonderheitlich auch die Küchlein gehö-ten/welchevon der Hessen folgender massen bereitet wer-den : Mmlich man nimmt das Achtel von einem Metzen/vd.r ein Viertel wie man es nennet / stellet es etwas in dieWärme/ lässet sodann ein halbMasi Milch/welche gcsal-tzenseynmuß / nebst ein Achtelmatz Hessen etwas war-men/machet hernach das Mehl mir an / thut sechs EyerlmdandmkalbenViering zerlassener Butterdarzu/undschürtet solches darein/rührts darauf mit einem siarclenLöffel wohl ab / würcker es auseinemBret aus/und for-mireres als Küchlein/ thut sie sodann wiederaufei.-. Brekzum Ofen/lässet sie etwas gehen/bächet sie darauf ausdem Sckmalk aus/ übergiesset sie auch fleissig mit einemL'öffel/daß sie schon aufflaussen. Etliche lassen sieauch vor-hero noch aeben/ebe man Eyer unv Schmaltz daran giest/damit sie desto besser ansslaufsen. Gebrühete oder ge-brennte Küchlein aber werdenaussolcheWeisgemacht:Nemlich man nimmt ein halbMaasMilch/ oder auchwokl Wasser/lässet solches/nachdem man es geladen/sieden/ rühret hernach schönes Mehl Löffelweiß, "(doch dases m'cdtbrockicht wird) hinein / rostet solches >n der Pfan-nen ab/ legt hernach etliche Eyer in warm Wasser / undschlägt sie wann sie etwas warm sind / in den Teig/ rühre!siegleichfals wob!ob/ giest etwas Schmaltz auf einenTeller/und formirn mit einem Messer den Teig entwe-der länglicht oder rund/und bächet sie sodann fein lang-sam aus dem SmaitzhcrauS ; Übrigens muß man dieKüchlein in der Pannen immer schwingen und übergies-sen/daßsie aussiaussen. Und aus diesem ^eig kan manauchSpritzen-Kükleinmachen / wann man sie nemlichin die Spritzen emsullt/ und dadurch in die Pfannen mitSchmaltz drückt.
Nicht wcnigcr^an man auchgebachenedicke Hessen-Küchlein nehmen/undbielelbige in langlichte Schnittenzerschneiden/alsdann abernnt Wem anfeuchten/und imMehl schwingen/ darnach sein iah aus dem Schmähdachen / und in eine Schüffcl legen / worauf man dasSchmaltz aus der Pfannen herab seyhen/ das Trübeaber / das unten am Boden lttgm bleibt/ nehmen / undWein daran giessen/auch Zueler Zimmet und Sassran /kebstandern Gewürtz darju thu»/solches alsdann etwas