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Des klugen und Rcchts-verständigen Haus-Vatters
Das xxx. Kapitel.
Von unterschiedlichen Salaten / wie auch Saltzen und deren
Zubereitung.
Znnhalt»
j. i. Wie die Salat absonderlich von rotten Rüben / WegWart-n/und Cucumer!i/odcrKimm>.'rl!!Mtt;l!zurchleil. §- 2. W:e einPomerantzelnmv Citronen-Salat zumachen, s. ; W.e vonCappern ein susier Salat zu machen, s. 4. Wu die Saldenvon qrüncn Krauten, zuzurichten. F. f. Und iviefie von denMchten zu bereiten.
§. r.
?lch den Sultzen/ wollen wiraucb von denenAW. Saläten Handeln s diese nun bestehen in un-Äterschiedlicken Arten / a!e »em.ick in man,!«5 cherley grünen Kräutern/ welche / wie ohne^ dem bekannt/ mit Saltz / Pfeffer/Oei undEssig zubereitet werden; Jngleichen sind auch die rothenRüben/ und Wegwarten gut; was die rsttMlÄMeuanlanget / werden dieselbige in Wasser abgesotten/ biß sieetwav weicd werden / hernach wird die Scke!ffen oderdas Eusseredwon abgezogen / die Rüben in Plätze zer-scl nitten/ und in einen Tiegel oder Hafen, Satt; undPfeffer/ würfflicbt' aeschnittcner Mcer--retlig over Kran(auck/fo man will/Kimmel) gestreuet/ hernach eine^'agRüben darauf gelegt/ und dann jetzt bemeldte Sacken/wiederdarauf gejireuet/ und solches eins um anoer da-mit fortgefahren / dann gicst man Essig darauf' und lastes also etliche Tag stehen. Die Wegwarten aber wer-den sauber abgeschabt/ hernach der Krän davon herausgelöst, und hinweggeworffen/ das andere aber in frischWasser gelegt / unv eine Weile darinnen gelassen/ auchetlichmal das Wasser wieder ab / Und frisches daran ge-gossen / so dieses geschehen/werden sie in Wasser abgesot,ten/ biß sie etwas weich werden / alsdann wieder in fri-sches Wasser gelegt/hernach Saltz und Pfeffer/wie auchOel und Essig daran gethan/ und/so man will / könnenauch sauber gewaschene Weinbeer dazu genommen wer-den. Nickt wenn >.r/ können auch die kleinen Cucumernoder Kimmerling in Essig eingemackt werden/ unv zwarfolgender Gestalt; Nemlick/ man schneidet an denKim-merlingen die kleinen Spitzlein ab / wäftbt sie sauber/thut sie hernach wieder auf ein rein Tuch / daß sie etwasabtrocknen ; Begleichen nimmt man auch Fenchel«Kraut/buhet es ebenfalls sauber/ und so es gewaschen /wird es ebenfallsaufein Tuch gelegt / daß es etwas ab-getrocknet; Aledann wirdeni höltzernes Faßlein genom-men/ an den Boden Wem-Blätter gelegt / hernachPfeffer und Sah darauf gestreuet / alsdann eine 5'agFenchel -KrautundKimmerling gelegt/ hernach wiederPfeffer und Saltz/ unv sssort/biß das Faß/ein voll wird/alsdann bedecket man esmirWein-Blättern/giestgutenWeimEssig daran/ und schlägt das Faßlein biKjudemGebrauch wohl zu.
§. 2.
Ferner bestehen die Salat auck inPomerantzen undCitronen / welche man folgender Massen zuzurichten pfle-get ; Neulich man schneidet die Schalen samt demWeif-sen ab/löset die Theile der Pomeranzen voneinander/und lbur die Haut <amtden Kernen davon/ doch daß dieStücke schon qantz bleiben; Wvraufman über dieselbigegeläutenen Zucker giesset/ oder twgesiebten Zucker var-
aufsireuet/und ein Weil darinnen /oder? wann es seynkan/ gar über Nackt liegen lasset; Vie Schalen abermüssen von dem Weissen gereiniget/ und in dünne läng-litt re Scknittlein/ oder sonsien z-erlick zers^nitten / unvm Wasser abgesotten n-erden / daß das Bittere davonkomme; So d esesgesckehem ü'oersiedctmönes hernachui geiäutei-te-nZucker/ last es darinnen eine Weil liegen/tegeldarausd-e Pomerantze ^Stücke in eine Eckaien/dieSckelsscn aber herum um dieSckäien giestdieBrüh/darmnenilz gelegen/ varilberund zicrets mit Mein-Ne-gelein^ vdcrauch mit Curonat und andern emgemacktmSacken ; Und auf eben diese We-s, kan man auck mitdcn Citronen verfahren/ dock muß man dieselbige elwOmehr/ als die Pomerantzen / zuckern»
Z. ?- . .
Von Cappern kan man ebenfalls einen süssenSalat/und zwar folgender Gestatt/ machen ; Nemlich/ mannimmt abgezogeneMandcln/feucktetsie mit guten Weinan- hacker'ooer s!ossetfiea!sdann nia rgarklein/thutCi?tronemSMnedii denBitzeiem vondenSckalen dazu/zuckert solches wM/ nimmt daraufSaitz'Cappcrn/wäs-serr sie wohl wn Saltz aus/(oder/ so man kleine habenkönnre/ sind auch Essig Cappern gut dazu/ doch/ daßsi«ebenfalls wol ausgewässert werden) milchet sie nebst klei-nen Wein-Beerlem/ welche saubergeklaubt und gewa-sckcnseyn müssen / unter die Mandel/hänffets auf einerSchalen auf/ und zieret alsdann dieselbige mit Wein»Negelem oder eingemachtenCitrLneN'UndPotmrantzen»Sckelffen.
§. 4-
Endlich folgen auchdieSaltzen/welckegleichmWgzumGebratensaufgefetztwerbenköttnenderselbigennungibt es gleicher Gestalt allerley Gattung / so wohl vongrünen Kräutern / als auch von unterschiedlichen Früch-ten z Von Krautern werden sie also bereitet. Nemlich/man nimmt entweder Löffel'Kraut/oder Sauerampffer/nichrweniger auch Brunnkreß/ oder Fenchel / thm dasKraut klein zerhacken / hernach aber Zocker / und etwasLsslg oder Wein daran giessen/ unv also inEckallem mTisck tragen, wer aber gern von Citrone ^Scl alcn isset/kan evenmlls die kleinen Schelßlein darunter mmgen iWill man aber aufeine andere Art milvemhren; Sokan das Krank/ so man wählet/ g-hicket/über Nacht ,nWein aebeitzt/ hernach in geläutertem Zucker gesotten /Mit in Wein geweichten Semmel-Broien / durch eiklSteblein gellr,cheu/und also ausgesetzt wenden.
st
Vondenen Fruchten aber werden auf naZ^folqendeWeis dleSaltzenbereiter. Man .nimmt nemlich Hü-sen oder Hagenbutten/säubert dieselbigen, wann sie n»chhart sind / von den Kernen / lasset sie hernach in einerScküsscl ein baar Tag flehen/biß sie etwas weich werden/giesset alsdann siedend Wasser darüber / biß sie va«von wohl bedecket werden/ und lässet sie etwan ein viertelStund stehen / seihet hernach das Wasser wiederherab / und schlagt die Hüfen durch ein Sieb /nimmt hernach so viel Zu^er / als der durchge-schlagene» Hüfen am Gewia r sind / läm^t denselbi-gen/ und tast ihn etwas dick siecen / gkW darnach ten
Zu-