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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
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167
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Neuntes Buch.

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Gier nehmen / worauf man «6 / nach Belieben zuckern /vnv gleichfalls wohl rühren muß. Alsdann ein L!aibleinweiß.gebachenes Brod nehmen, solches in dünneSchmr-ten schneiden / dieseldige Schnitten mit dieser Mandel-Aüllbestreichen/und solches wieder zusammen fügen/daß das Laiblein seine Form bekommt/zu mehrer Versi-Herung aber/ daß es beysammen bleibt/wird ein Stecke«ie«n durchgesteckt/und solches Leiblein alsdann aus demScdmaltz gedachen / hiß es etwas r'vscd wird- Woraufwan das Steckeliin wieder heraus thut / und über dasGeback ene eine Brüh von allerhand guten Säfflen maschet: Alszum Beyspiel/vonJohannes vderHvhibeeren/vd?r auch von Wkin NeL.'Iein-Sästten/ nedscl>aran ge-gossenen Wk in/Zimmet und Zucker/ man kan auch gan«tze Wein Negelein/ oder eingemachte Johannes-Beer/und dieses al'o in einer Schüssel einen Sud über derKohle», ausrh^n lassen.

§ 4- --

Weiters/ ka?z man auch einen Cyerkäs aus folgen-de Art bereiten. Nemlich man nimmt zu einer MaassüssenRamsetwann 'v.Cyer/klopffetdieselbiae wol/läs-set die Eyer alsdann durch einen Seyker laussen/ daßderVogel (wie man es nennet) davon bleibt / thut alsdannZuckerund Rosen Wasser/auch Zimmet/nach Belieben/darunter/ lässet den Ram sieden/ und gicst es hernach zu-sammen. Woraufes miteinander gesotten wird / bißes etwas schockicht wird/ dieses wird hernach in erdeneModel/ welche Löchlein haben müssen/ oder in Kvrbleingegossen/ damit der Schotten davon lausten kan/ ge-füllt/ un? also über Nacht / oder auch wohl nur etlicheStunden stehen gelassen / biß er erkaltet; Nacdgekendsaufeine «Schalen ausqeblasen / und mit Zucker und Zim-tnet bestreuet/aufgesetzt. So kan man auch nur dasWeisse von Eyern nehmen/und also zurichten/jedoch daßman zu einer c^aa? Ram/zwantzig Eyer-Weiß nehme/und wohl zerklopsse»

§ .

Nicht weniger/ soll auch dieses ein köstliches Ever-Gericht seyn/ wann man nemlich Everdotter/ mit etwasMosen-Wasser/ Zucker und ein klein wenig Ealh zerrei-bet/solches hernach durch ein hätenSieb lauffen läst /darauf noch mehr klein-gesiebten Zucker/und eingemachtekkin-geschnittene Citronen - Schalen dazu thut / solches

wohl untereinanderZühret/ darnach über der Kohlen / ineiner Schüssel immer so lang rühren / und so lang siedenlasse / biß es einem Brey gleich wird/ woraus man es mitAmbra und Bisam bestreuen/solches mikPisiacien.Nüß-lein und geichnitlenenCitronen- Schalen bestecken/ unves also warm essen kan°

§. 6.

Mit Brod und Eyern/kan man ebenfalls ein gutesGericht folgender Massen machen ; Nemlich man mußetl.chsEyer zerkiopffe,soviel Milch alsdieEyer sind/darangiesscn alsdann gewürffettweiß Brod darein rühren /solches in einen Tiegei oder in eine Brat-Pfannen fchüt«ten / und aus einer HMen kochen lassen. Worauf maneszuTiich kraget/und Zucker/ oder gewaschene Weiwbeer daraufsireven kan. Noch aufeine gewisse Art/ lässetsich auch vonCyern ein gutes Gericht bereiten/wann mattein weih Brod/ das mcht viel Rinden hat / dünne schnei-det/hernach eine M>lchsled-Heiß macht/und solche überdas Brod giesset/biß es weicht / alsdann dasselbige durch?in hären Sub treibt / an das durchgetriebene etlicheEyer schlägt/ Muscatm-Blüh/ Weinbeer/ Zucker/ undetwas wenig Saltz dazu thut / und solches / wannal«ks wohl untereinander gerühret / aus dem Schmaitzbüchet^ §. 7.

Und dieses wäre kürtzlich / wie etwas von den Eyerüzuzurichten. Inzwischen sind auch noch die gefüllte Laib-lein oder Semmel / welche ebenfalls ein gutes BeysCssmabgeben/hinzuzufügen / als die man folgender massenzurichtet: Man nimmt ein schönes weissesLaible.in/oderSemmel/ schneidet dieseldige auf/ und thut die Brosamheraus/weicht Hernach die Brosam in Wein/und trei,bete durch einen Seyher/thut darausGewürtz/nebsk Zu-cker und Himmet/auch geschnittene Mandel und RcMdazu/schlagt etliche Eyer daran / daß es in der Dicken/wie ein andere Füll wird / und füllet sie in das Laibleinoder Semmel/ machet den Deckel darüber / und dachetsie Alsdann aus dem Schmach. Worauf man eineBrüh von Wein/Zimmet und Zucker in eine Schüsselmachen/das midiem darein legen, und also noch einenSud aufthun lassen kan. Angleichen kan man auch einGehäckvon Fleuch/ nebst kleinen Vögeln / so zuvor ge-rostet worden/ hinein stecken/unv alsdann gleichfalls ausVenSchmaltz dachen.

Das xx viii. Kapitel-Von allerhand gefüllten Obs / wie auch von unterschiedlich gefüllten

Garten-Gcwachsem

Znnhalt.

j i» Wie Äs den Aepffeln/Birn und Zwetschgen eili gutes Bey-Esisn hi «achcn / absonderlich aber wie selbige zu suiien sind.F.». Wie das Garten-Gewachs/absonderllch aber das Kraut

zu füllen / und ein gutes Bn)-Eisen davon zu machen- § z.Wie mit den KM auf eben diese Weise umzugehen. §. 4. Wi?mit den Artischocken / Blumett -Köhi / und Msrgeln zu ver-fahren-

z. l'

Ißher haben wir vonunterschiedlichmBey-iCssen gedacht / die meijientheils von vielen! Eyern zugerichtet werden / nlin wollen wir! auch von denen handeln' die wen'g oder w»lgar keiner Ever bedürssen ; Als erstlichvon den Aepsseln / welche man sauber schahler / o-s-dann einen Plak obenkerab schneidet / unv den ApffelWshMett / doch daß verftldige schön und gantz bleibt/

worauf man don dem ausgehöllerten die Kern und Hül-sen hinweg sondert- alsdann das Nm klein zerhackt/undetwas Semmel-Mehl irn Echmaltz röstet / dasselbige zuden gehacktenÄepsseln thut/auch Zucker/ÄmscateN-B luhZimmer/und/so man will / klein g-schmttenen Citronat/nebst Rosinen und Mandeln dazu nimmt / solches nn'iWein und einem Weissen von Ey anmachet/ sodann indieAepssel füllet/ den Deckel wieder darauf thut/ den,selbigen mit klein-geschnittenen Zimmtt-CtängHejh/o-der Mandeln ansteckt/ dqmit er daraus bleibt/ alsdannden Apffel durch ein Taiglein, so mit Wein und Mehl an«gemacht worden/ziehet/und solchen aus dem Schmaltzdachet; Übrigens/ kan auch eine Brüh von Wein/Zim-metund Zucker gemacht / und die gchachene Äepffel dar,innen noch etwas aufgekocht werden. So können auchdie Birn ebenfalls also gefüllt und zubereilet werden /wann man n-mlich dieseldige schahler / KlspMN in elli»* P ch«