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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Des klugen und Rechts-verständigeyHaus-Vatters

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Stund in Wasser gesotten/ alsdann das Wasser davong lhan/ derselbige in Stücke zerschnitten/ hernach i» dieH astete gethan auch Zimet und allerhand guksGewürtz/mbst geflossenen Mandeln/und Rosinen / dazu genom-men werden. Wiewohl man auch denscibigen mit Weinoder Wein-Essig befeuchten/und also die Pasteten wohlvermacht dachen lassen / hernach aber/ so sie gebacken / ei-ne Brüh von Wein machen / und hinein giessenkan.

§. 5-

Endlich können auch die Schnecken / wann sie sau»

ber mtt Saltz abgerieben/ wie oben schon gemeldt/mitgutem Gewürtz/ in eme Pastete gemacht werden. Wiesie dann auch/nebst andernSachen/rmt zuzulegen dienen/als zum Exempel/zu Briefen / Morgeln/ odtr wie maneszurIahrs-Zeit haben kan- In Summa/ man kan ineine Pastete allerhand Sachen / wie zu einer vllzpa-rrira, zusammen legen / solches wohl würtzen /ein gut The»! Butter daran thun / uns selbige al-so bgPen.

Das xxvu, Kapitel.

Von allerhand Neben-Essen / als Knöpflem und Cyer-Spchn.

Znnhalt.

z- Wie die Knopflein zuzurichten. §. 2. Wie von E-)cm unter-scliicdiicheBey.Ejsenznmachen §. ?- Wie von Mandeln sol-ches;u tdun. K. 4. Wieder^ycr-Kaözuzunchlcn. L. 5. Wienoch ftrncrcinMes Lycr-Gcclchrzumachen. s 6. Wie mitBrod und E»crn etwas zuMichten. §. 7. Wie die gefüllteLeiblein oder Hemme! zu machen.

§. !.

dem Haupt' Essen folget auch das Ne-'"'«Mden-Essen/von dessen Zubereitung folgendes^ Äzumercken. Die Knöpflein können folgen-sder massen/undzwar erstlich vonKaibflelsch/^also zubereitet werden. Nemlich man hacketvon einem hindern Vierthel das Fleisch / häutet es aberzuvor wohl aus- und rühret also das gehackte Fleisch, mitetlichen Eyern ad / alsdann röstet man gerieben Sem-mel-Mehl in Sckmaltz/oder brennet auch wohl nur einsdarüber/ und menget Gewürtz und Saltz dazu/ will mans«e aber gerne g-'ün haben/so kan klein gehacktPetersilien»Kraut/ oder Majoran und Schnittlingdazu genommenwerden; Und solches wird alsdann in der Dicken ange,macht/daß man Knöpflein daraus formiren kan- Die-selbiqe aber werden in siedende Fleischbrüh gelegt / und«lso qesotten. Es kan auch/ an statt des Kalb/ Rindfleisch/mit Speck oder Marck gehackt/ und auf gleiche Weis an-gemacht werden. Will man aber andere Knöpfiein ma-Aen^sokan nur gerieben Semmel-Mehl mit etwasschönen Mhl vermenget/ und gleichfalls Scdmaltz dar-übergebrannt/odcr dasSemmel-Mehl geröjiet werden/worauf man es zu faltzen/ und zu würtzen/auch etlicheEverdaran zu schlagen/und mit etwas Fleischbrüh zu einerFüllanzumachen/darnach aber die Knöpfiein davon zuberei-ten/und in siedende Fleischbrüh zu legen pfleget. Ja eskönnen auch allerhand Lebern gehackt / und dazugenom-mcn werden. Will man ferner linde Butter-Knöpfieinmachen / so muß man die Butter mit etlichen Eyern ab-rühre n / alsdann Semmel Mehl und Saltz / nebst Mu-scaten-Blüh und Pfeffer daran thun/ und dieses wohluntereinander rühren.- Woraufman Knöpfiein darausmachen/und msiedenderFlei/chbrüh auskochen lassen kan.Noch eine andereArt Knöpfiein/kan man auch aufdie-se Weis machen. Nemlich man weichet etliche Sem-mel in Wasser oder Milch / drucket sie hernach ( wann siewohl gewcichet) etwas aus/ und rührels alsdann wohlab/ hernach schlaget man etlicheEver daran / thurauchGewürtz/unv etwas Scbmaltz dazu/uno rühret es allesuntereinander^ hernach nimmt man eeLoffel-weis her,aus / und bächtki aus dem S cbmaltz / wann sie dann ge«dachen/ kan man si? noch in der Fleischbrüh mit Gewürtzetwas aufsieden lassen.

§» 2»

Deßgleichen können auch von Epern »nterschievli-

cheBey Essen bereitet werden. Als zum Exempel/wannman eingerührte Eyer machen will / muß man einC cbmaltz heiß machen / und selbiges a sdann wieder er-kühlen lassen. Woraus dann etliche Eyer zerklopft/undetrrasgesaltzen/in dasSchmalHgeschüttetwerden. Her-nach wird es über das Feuer gehauen / und wohl gerüh-ret biß es etwas zusammen lauste; nach welchen man esanrichten/ und Muscaten.B!üh daraus streuen kan Jaman kan auch/ so man will/ gebratene Brat-Würst net?men / solche in dünne Piablein schneiden/ und dar^nn aus-kochen lassen. Will man aber Würplem von Eyern ma-chen/ so werden/wie oben schon gemeldt/ die Eyer inSchmaltz gerührt/ und etwas gekocht / biß sie siockMwerden : Hernach thut man gerieben Semmel-Mehl>nebstRosinen/Weinbeeren und Mandeln (so man will)daruiitec/fvrmirtt esalsdannaufeinem Keller/welchermit etwas Mehl überstreuet seyn muß/zu Würstlein/bä-chet es aus dem Schmaltz heraus/ und machet ein Brühvon Wein / Zimmtt und Zucker darüber; GehalbirteEyer sind auch ein gutes Neben-Essen/wann man nem-lich dieselbige siedet / biß siehart werden / alsdann dieSchalen herunter schehlet/ und die Cyer halb von ein-ander schneidet; Worauf man den Botlern davon neh«men/selbizen hacken/etwas^emmel-Mehl inSä^maltzrösten / auch gutes Gewürtz / nebst etwas grünen kleingehackten Krautern varan thun / und solcheswiedermitetlichen Eyern anmachen / dafi es beysammen blerbt.Nachdiesempfiegetman dleseFüll indavhalbirte Eper-Weiß zu füllen/ und solchesaufciner Kohlen mit Fleisch-brüh/Butter und Ge-rurtz auskochen zu lassen. Übri-gens/ kan man sie auch aus demSchmaltz dachen/und ei»Nc Butter-Brüh darüber machen- Odermankan sieauck noch serner/ folgender moss-n füllen. Nemlich mattmuß die frischen Ever unten an der Spüttn etwas weit/oben aber nuretiraswenigesöffnen/a/fdanndasinnereaus den Schalen blasen/ selbiges in heisser Butter zer-rühren/Gewürtz/ gute Krauter und Caltz daran thun/auch so man will/ Zucker und Rosinlein darunter neh-men/ solche Füll / sodann wieder in die Schalen süllen/darauf an ein Spicßlem / mit emem Smcklcin Brovdazwischen stecken / und die Eyer als« abbraten lassen.Wiewohl man auch die Eyer mit den Schalen nurein weniq sieben lassen s lbige aber hernach an der Spi-tzen eröffnen aisvanu Mnscaten'Nuß/ etwas Sassran/Saltz und Is gber dazu thun / und selbige endlich imSchmaltz dachen Kn.

/ §» z»

Ferner kan ein gutes Bey- Erfolgender Massenzugerichtet werden. Nemlich/ manM Mandel m-t Ro-sen,Wasser adstosseri / jedoch so klein/ wie zu einer Man-del-Dorten.Hernach kan man dieselbige mitErern wohlabrühren/und elwan zu elNviettelPsundMavdelzfvey

Evev