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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
163
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Neuntes Buch. 165

Weins EW. vermenget in ein Gesäm: / thut gantzen wann die Schnecken herausgekommen worden/in Was-

Pfeffer / Muscaten- Blumen / geschnittenen Ingber/ ser/oder einet Laugen/wohl aufsieden/Mit Sa!tz auttei»

Negelein/Lorbeer Blatter/und etwas Saltz dazu / und ben/undwohIaue!rocknen;Woraufman dieSchneckeft

lasset dieses M aufsieden / so dieses geschehen / thut man in einer Fleischbrüh mit Gewürtz wohl sieden/selbige her-

die Austern Va^ tli/und lässet sie gleichfalls darinnen aus» nach wieder mi! einem Stücklein Butter / und etwas

sieden/ nimmt sie darnach heraus / und last Die Brüh Ä?uscaten-Blüh in diewohl-gereinigren Häufer einfül«

noch etwas koäcn; Woraufman die Aiistern/ wanü len/ und solche auf der Schüssel oder in einem Stollha«

dle Brüherkcltei/ nebst derselblgen in ein Mßlein thun/ se»/ in einer kurtzen Brüh noch etwas aufsieden lassen

und ln einem Ke'krverwahren kan. kan; So können aiiü)/nachBeliebcn unterschiedeneBrü-

§. ; > hen/darüber gemacht werden. Ais zum Exempel/mit

Die MuSeln werden folgender Massen zugerichtet'; gerosten Zwiebeln./ q^ten Gewürtz und Butter / welche

MMltch/es wird zuvorderst das Steinigte davon rein man in eine Schüssel über gebäkt Brod / nebst den

abgenommen/ alsdann werden die Muscheln/ wann sie Schnecken/änrichlcn kan. Ja sie können auch in Oel/

gewaschen / I.! Sall;« Wasser/ worzU etwas Petersilien nebst klein geschnittenen Rosmarin, Gewürtz und Ei-

genommen;, ^ven kan/ aufgesotten / hernach aus der tronen-Safft/auch denen Schelfflein gekocht und zuge-

Brük genomm n/ und die Schalen abgehoben. Wo» richtet werden,

aufman sie, auf ein Schnitt Brod leget/ in ihrer eignen , .

Brük Everdoltern zerreibt/selbige in einer Pfanne'n mi? . . ^ . ^

Betersiiiensied/t/ undüberdie Muscheln gösset. So Übrigens können auch die Schnecken/wann sie/wiö

können sie auch / wann man sie aus den Schalen ge- dben Don gedacht /wohlgereiniget/und mit Butter oder

nommen ^ aicu wi-die Austerl- in eben dergleichen Brüh auch sutenOel/nebst Citronen Saffr und gutenGewürtz

Luaerirbtet iv^^n. in die Hauslein versehen worden / aus einen Rost übe»

° ^ ^ der Kohlen gebraren werden.Ia man kan sie auch mir ei«

Hndlichist auchzvbericl'tett/ wiedie Schnecken züzu- «erkleinen Spick-Nadel/ m>r Speck vderklein.geschnit,

richten seven diese nun pf.eaet man in ihren Häusern zu Wen Knoblauch spicken/ und also an einem Spießlein

sieden / hernach d.'s obre Blatten, hinwegzuthun/ mit oder in der Brat-Pfannen braten. Gleichwie man sie

einer Gäbe! v-'N Schnecken heraus zunehmen / und die aber zu braten pfleget/Also konNen sie auch noch ferner ge-

Schwänß/ samt der ickwartzen Haut/davon zuziehen; dachen zugerichtet werden. Wann man sienemlichenwol

woraus siem ^SalPgerieben/ uNd in warmen Wasser gereinigr mit Saltzun^Hseffer bestreuet/ Meblwal«

ab^e^aschen werden / damit der Schleim davon kommt, tzet / und also aus dem Scdmaltz bacht. Aoraus man sie

ser icbeaiessen auch Essig darüber / welches ebenfalls das also warm aufden T'fth rrageN/oder, nach Belieben . ine

Unsaub?tedadonreini^)Endlichab-r^ Pomerantzen.oderC.tronen-Bruh darübermachen kan.

^leMbrü^mit allerhand guten Gewürtz / Nein wenig So können sie auch durch ein Teiglemgezogen/undalfo

Semmel-MeU . und Butter gesotten. Willmansie gebachen/hernach aber mit ZuckerundIngberbejtreuett

aber in denHäuftrn auftrügen/ so muß man die Häuser und also angerichtet werden.

Daö xxv, Kapitel.

Von aesaltzmen und gedörrten Fischen/ als Hering/ Pickling/ Lax/

Laperdan/Stockfisch undPlateiß.

5x,.nkait geschmoitzener Butter/ Wein / Weinbeer'Sasft / odei^ ^ ' Wein- Wg darüber zu machen. Sind sie aber gesal-F. 1. MedieHerinqst 'wo! stisch alsgesaltzen/ gesotten undgebra- ^^/ somußman siewohl auswässern/ hernach aushal-ten werden können. § 2. Wie mit den Picklmgen zu versah- ^ / und wieder wohl austrocknen lassen/ darauf si auf

qchen' aber muß man abschneiden/und m den Hering hmein

. n-cken: So kan man sie auch manchmal in Milch wei-

" chen / und fein schnellabbraien. Übrigens / gibt man

;Ach den frischen folgen die gesaitzene und ge- sie aucd gemeiniglich lrocken/mitbe»gesevtem Essig'.wor-

sborrre Fisch/als nemlichdie Hering/ Bick- innen Pfeffer gemischt ist) zu Tisch/ wiewohl man sie

^mg,Lax/Laperdan/Stockfisch und Plateisi/ ^ch aufgekochtes lauer Kmur/oder Kobl legen / und ss

Zvonderen Zubereitung folgendes zu merckem auftragen kan ; Za sic können auch m Mehl umgekeh-

^Die Gering aber pfleget man aus der Tom rer/gebachen/ vtid aledann emeSenff-Bruh darüber

nen zu Nehmen/dasEinaeweid heraus zu thun / Und den gemacht werden ; wofern man sienur zuvor wosgewaf-

Hering ein baarTacuu wässern / hernach in Wasser ab- ^rc Hut. Endlich können sie auch gleich denen Sardel.

zusieden/und eine Brüh/ entweder von Senfft / mit >x/ wann sie wohl auegewassert/und vieGrat/ so viel

Ingber und Butter vemenaet / oder auch von sauren davon genommen worden / m lange schmale

Milchram/nebstgutemGewürtzundButterdarüberm Stucklem zerschnitten / und Wein^Csslg / klem-ge-

machen/ undaIfo>.ocheinenSud aufthunzu lassen- Es schnitten-Zwiebel/wie auch kleingelchmtteneAepffel /

kan auch eine durchgetriebene Erbes. Brüh darüber ge- nebst Pfeffer und Oel darangethan / auch mit Citronen»

macht werden. Die HeriM können auch gebraten Vützelein bestreuet/kalkaufgetragen werden,

werden / und zwar/ wann man sie ftW haben kan / so § 2.