16» Des klugen und Rechts-verständigen Haus-Vatters
hernach die Krebs in einem Mörsner/ menget zerklopffte worauf man sie zergliedert / mit Saltz und Pfeffer bi»
Eyer / nebst etwas SM darunter/treibet solches alles streuet/ imMehl umkehret/hernach im Schmaltz bächet/
durch einhare.iPieb/ u»V wann Man eine gute Milch und alsvHu Tisch traget; Will man aber eine Brüh dar-in einer Pfannegesotten/thüi mandasBurchgitriebenö ' über haben/so kan von guten Kräutern/oder von Agrest»
von den Krebsen'darcki / rühret e-Z wohl/bis es erwas sie Beeren / oder auch von sauern Lemvn ien Line darüber ge«
vet und hark WW/schüttet es hernach auf Änen Durch- machtwerden. Die Schild-Kröten Schaalen kanman
schlag / und b?fchwchret es ein wenig / damit das Wasser auch mit einem Hecht füllen/wann man nemlich dieselbi-
vonderMllch kommt; Woraufes Stückweißzerscbnit- gesiedet/ und hernach von den EMd-Kröten ablöset/
tea/ und entweder im Schmaltzgebachen/vdei auch m ei« doch daß die Echaalen zu beeden Seiten gantz bleibt;
ner süssm Brüh vonMandeln eingemacht wird. worauf der Hecbt klein zerhackt / mit gutem Gewürtz unv
§. 4. . beliebigenKräutern nebsiEpern/zueinerbeiiebigettFüll
Die Schild-Rröten werden folgender Massen ;ube- gemacht/ ^ die Schaalen gefülktt/undineiner Erbes«
Leitet: Nemlich / man hauet ihnen zuvörderir den 'Kopff Brüb von Muscarenblüh/ Petersilwurtzelnuriv Butter/
und dieFüsseab / dieweil sie aber die.e'.oige unier dem gelitte" werden muß Weichte absonderlich eine Speist
Schildverbergen /so kgetman ihnen eine glüende Kvh- in der Fasten ist; wiewohlen auch die Schaakn, nach
l-n aufden Rücken /damitsie/der.'Hitz zu entfliehen/ den Belieben/ milZleifchaufdiese Art gefüllet werden kvtt«
Kopffsamt den Füssen hervorstrecken/ worauf man ihnen nett.
«eicbwind den Kopff mit einem Messer hinweg hauen §. s. .....
muß/da man dann die Füsse gar leicht bekommen "an ; letztens werden auch die Frosch folgender masseit
So dieses verrichtet/ siedet man sie in einet kurtzen Brühi zubereitet: Nemlich / man ziehet das Fell ab / behältvie
mmmetsiedaraufaus versewigen / löset die Schaalen da- hindern Füß samt etwas von dem Rücken zu verspeisen/
von ad/und thut das Eingeweid heraus/man mußaber wirfft das andere hin/und richtet also das Hindere svk
subtil damitUmgeheü/ inmassen es vie! Galle in sich hüt/ genderGesialtzu: Nemlichen /es wird erstlich wokl ge»
damit dieselbige nicht Zerdrückt werde; darauf pfleget waschen /hernach in einer Fleischbrüh geforten/und taun
man sie zu fncassiren/ wie die jungen Hüner/ und eine ^ine Müh von Kmpssen-Schweiß/oder auch'bon Agrest»
Brüh von Eyern mit Weinbeer-Sassr/ oder auch eine Beeren darüber gemacht. So können auch die hindern
Brüh von Zwiebeln / Erbes / Buller / und gurenT^ Füß mit Saltz und Pfeffer bestreuet / im Mehl umge-
würtz daran zu machen. Gestalten man auch eine Brüh kehrt/gebachen/und also warm und rösch aus den Tisch
von Citronen / Pomörantzen und L'cmonien darüber ma5 'gebracht werden; Übrigens pilegt man auch die Knochen
chen kan. Die Schild -Kröten können auch gebachen zu zerbrechen/die Schenckel übereinander zu schlagen /
werden / wann man nemlich von denselbigen den Kopfs hernach in einen Teig umzukehren und also zu dachen z
und die Fuß hinweg gethan/und sie mir Saltz im Was- Über die gebachene Frosch aber / kan man auch eine saM
ser abgesotten werden /damit die Echaalen davon komt/ Brüh von Butter und Gewürtz machen.
Bas xxiv. Kapitel.
Von Austern / Muscheln und Schnecken.
Itttchalt. K/und lasset es also einprageln / so dieses geschehen / tr agl
t. r. Wie die Auflern so wohl mit / a!s ohne Schaalen zuzurichten, man sie also warm zu Tisch /und streuet / so man will / ge-
§. 2. Wie sie m Faßlein emzumach-n / und zu verwahren. §. rieben Semmel-Rinden darauf. So können auch diesel«
z. Wie Mit den Muschelnzu verfahren. §. 4- WiedieSchn«' bigein einem Oeselein zubereitet werden/und pflegen sie
den von den Btühen gehandelt ivird- aber kan man sie also zurichten. nemlich man nimmt ste
ausihren Schaalen / thut ihre eigene Brüh dazu / setzet
H. 5. sie also in der Schüssel über die Kohl »Pfannen / wirsst
dazu etwas Saltz/ gutes Gewürtz / Citronen-Safir unv
Eilen auch unter die Speisen die Austern/ Schelfflein/ nebst Butter / und somangernvonAw-e-
Muscheln und Schnecken gehören / als wol- beln isser / klein-geschnittene Zwiebel daran/und lässer al-
len wir in diesem Capitel auch etwas davon so diejenigen aufkochen V-el thun auch Senff var;n /
handeln. Die Austern bringt man zu uns uud lassen sie also darinnen aufkochen. Und aus diese
aufzweyerkevArt/ entweder mit oderohne Weise werden au^ die AusterN/so in den Fätzlein/zube-
Schaalen ;diemitden Schaalen versehen/ werden vor reiter. Endlich können sie auch mit Saltz und Psesier be-
die besten gehalten/und also zugerichtet: Erstlich wer- streuet/im Meklgewältzet/und aus Bmter gebacben /
den die Schaalen zuvor rein abgewaschen / daß der auch hernach Citronen - Safft darauf gedruckt weh
SandundUnfiath davon kommt. Hernach werden sie den.mit einem Messer von einander gelöst / jedoch muß man ^ , Z. 2.
Achthaben/dafi das See-Wasser weiches in einer Haut/ Ferner kan man auch dieAusietn selbsten einmachen/
gleich einem Glas sich verhalt/nicht heraus gehe. Mann 5vann man nemlichen dieselbigen aus ihren Schalen
sie dann nun abgelöst und umgewendet worden / lässet mmmtmnd in ein Faßlein leget/hernach auf jede Lag Au-
man sie in ibrer eigenen Brüh in der tieffesten Schaalen / stern etwas Caitz/Pfeffer undLorbeer-Blakter/ auch/so
solgenderGestalren kochen. Nemlich/man leget sie aus manwll/Muscus unv Ambra/ nebst aefchnittenerZim,
einen Rolt/unter glüende Kohlen (doch müssen die Koh- met thut/und also eine Lag nach der Odern macht. Auf
len nicht gar zu starck <eyn / inmaffen sonst die Schaalen eineandere Art werdensie folgender Massen eingemacht:
gkrne zerlpringen ) thut Pfeffer / CardiMiomIein / Ei- Nemlich man nimmt dieselbigen aus den Scha-en/ gies-
tronen'Saffk/ Butter/ oder/ nach Belieben/Oe! da» set die Brüh/so sie bey sich haben/ mit etwas Wein unv
Wein-