Des klugen und RechtS-verstäudige» H»us>Wttets
Das x. Kapitel.
Von Kopjf/ wie auch allerhand Eingeweiddes Wildprets.
lassen / hernach das Tuch wieder abgehen / und dasse«
S.AufwievielerleyArt an wilder Schweins-Kopsszuzurichten, ^Zusammengeptesset isi/ in Etk
und w>e viel ejM davonzu machen. L.Z.WiemirdemHirsch-und chneiden / und aufs Neue MltCilroNen» Schaffen
Rek).Kopst umzugehm §.z Wie dieZungm von beiden Wlidpret beitreuen / auch dergleichen Sofft aufdrucken/und her?
zuzubreitt«. §. 4. WiedaöjungeHilM-Geweyh zuzurichten, nachmals austragen ; Will man aber kein-5, Milden
d-cL-ungen und L-dcr von diesen W.IV- Schweins-Kopff nehmen / so kan solches auch wohl
^ mit einem zahmen / auf diese Weile vyrgsnommm
Z. l. werden.
Achdem wir von dem Wildprek insgemein §-MlZT geredet / wird auch insonderheit von dem Will man aber vom den Hirschen« oder Neb. KovffMoM Kopffund Ingeweid zu handeln seyn; Und ein dergleichen Speise machen / kan solches svlaenver""'l" der Schweins-Kopfffür ein ciel/cares wassen b-schehen: Nemlich man muß denselbiam zu»Essen gehalten wird/als wollen wir von des- forderst sauber reinigen/und hernach in Saltz. Wassersen Zubereitung etwas wenigs melden. Der wilde sieden lassen/ biß er weich wird/ wann er aber aewten/Schweins-Kopff nun/ muß also zugerichtet werden ; muß man. das Fleisch herab lösen/dasselbige klein / wieNemlichman muß zu vorverst ihn mit einen glüenden E» auch frischen Epeckdarunter schneiden/, solches in einersen wohl absengen / damit die Haar sauber davon kom» Rindsieisch-Brüh hernach wiederum zum Feuer seken/mew alsdann muß man ihn in einem Kessel sieden/und grob gestoss-nen Pfeffer/nebsi allerley wohlschmeckendenzwar anfangs mit Wasser und Essig / so wohl gesaltzen Krautern / sie seyen grün oder dun/ dazu thun / solcheswird / auch gantzes oder gröblich gestossenes Gewüitz / so mir einander sieden lassen / nach der Hand muß man esman will/ Salbey/ Rosmarin unv Wachholder-Beer i" ein sauberes Tuch schütten/ welches fest zusammen ae.daran thun/ Hernachmals aber / so er ein wenig einge- schlagen/und mit einem Stein beschwehrt werden muß'sotten/Wein dazugiessen / und ihn ferner gar kochen Woraufman es in dünne Stücker zerschneiden / undlassen ; wiewohl man ihn auch / absonderlich wo die zu Tisch tragen kan. Die Ohren können auch sauber ab«Wein wolfeil zu haben / gar mit lautern Wein absie, gebutzt/ unv mit dem Kopfgefotten und zerschnitten wer-den kan; So nun der Kopff recht genug gesotten / so den; wiewohl man selbige auch auf eine andere Art mmuß man ihn in ft-ner eignen Brüh erkalten lassen , richten kan/wan man nemlich sie sauber abbukt,und vor.alsdann aber denselbigen heraus nehmen / Mb ihn mit hero in Wasser absiedet/ hernach aber in einer schwarkenGranat-Kürnern, Pomerantzen« und CitrW^chels- Brüh mit Lebkuchen und Pfeffer wohl abwürbet / aucksen geziert/ zu TM tragen; Wiewohl manWkuch/ so so man will/ in Limonien/ oder auch in Citronen einma«man will/ gar mit Blumwerck bestecken kan ^Übrigens/ chen thut.
kan man auch ven wilden SchweinS'Kopffaus der Haut §. z.
ausziehen, selbigen entzwey spalten, ein wenig in Ess'g UbrigenMnne« auch die Zungen vondiesemWild-
beitzen/ bernachaber sieven / unv auf den Rost abtrock« pret zubereitet/ unv bey Gasten verspeiset werden/ und
nen. Darneben aber eine saiurlichte Brüh mit Jng, zwar folgender Gestalt; Nemlicben/man muk dieselb«
der / Pfeffer / nebst gerösten tz, peck und Wachhvtder« gen zuvor wohl absieden/und hernach auf einem iXost ab-
Beeren/varuber machen. Ja wann man will/kan man bräunen. wann dieses geschehen/ kan man sie mit Salü
auch noch ein ander herrliches Essen / auf nachfolgende und Pseffcr bestreuen / und mit einen Senff zu Tilch
Weis zubere-ten; Nemlich man muß einen Schweins- tragen. Wiewohl man kan sie auch /so sieabaesotten/ in
Kopsshalb von einander hauen / denselbigen in Essig einer süsser Mandel. Brüh / oder auch auf eineandere
und Wein/ nebst etwas Wasser/ welches aber alles wol ArrmitAepselnundZwiebeln/wanndieselbiaenvorkero
gesaltzen seyn soll / zusetzen/ gantzes Gewürtz / Citronen- in Wein und Wasser abgesotten/ hernach durchaetrie«
unv Pomerantzen.Schalen dazu legen/und ihn hernach ben< und wilGewürtzabgewürtzet/ auchmitEssia sau-
sieden lassen/ biß er weich wird/ so nun dieses beschehen/ er/ oder mit Zucker süß gemacht worden/ zugerichtet M
kan man ihn aus den Hasen nehmen / das Unsaubere da- Tisch bringen/ oder auch kalt/gleich den VurrenlNunaen/
von thun/ dasGure hingegen in dünne Stücklein zer- inm Salat auftragen kan ; Za mankan sieauchaleick
schneiden/ «n Serviet/vver sauber Tuch auf ein Bret den Rind-Zungen mit Speckspicken/ am Svieksiecken
legen / und auf das Tuch zuerst Lorbeer-Blatter / dar- und braten / hernach aber eine Brüh von sauren Wein«
nach aber eine Lagvon dem Sckweins-Kopsund aufdie- Trauben / wann nemlich diese/bigen zuvor mit weissen
sen gewasserte/und von den Gräten gereinigteSartellen/ Brod gesotten und durchgezwungen/ auch Butter unv
auf Vieselbigen aber wiederum Cardamomen / Mufca- Gewürtz'dazu gethan worden / darüber machen: Un»
ten-Bluh/ Pfeffer/ Citronen-Schalen / unv gehackre eben aus diese Weise / kan auch mit derZunaen von
Rosmarin-und Lorbeer^Blatter '.welches alles aber vor« wilden Schweins-HopLversahren werden
hero untereinander wohl gemischt werden muWreuen/ §. 4.
alsdann wieder eine k?g ^chweins-Kopff / samt den Und weilenman auch das junge Hirsch-Gewet'k, t»k«
ü u^d ^ewurtz dazwischen thun/ und damit,biß zurichten pfleget/als wollen wir auch kürtzlicb berichten /
alles a!>o ausgelegt worden / fortfahren / darnach aber wie mandasselbige zuwegen bringen müsse' ^st de'n-na^w.ederzu ober» und nebenher/gantze Lorbeer-Blätter!e- zu wissen/ daß wann ver Hirsch das Gew!vk a^
^en/aledann das ^uch darüber zusammen schlagen/einen fen/ er sodann von der Natur andere Hörner überkvmml/
Teller darauf thun/solches mit einem Gewicht befchweh, welche anfanglich weich ftvnd / wannnundis-^^
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