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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
139
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Neuntes Buch.

es/wann eo weich/vurch einenSeiher/darnach rostet man hin. GleicherWeiskanman auch von denen Quitt^ein weniggeriebenesBrodin einer Pfannen / undthut ein Mus machen/wann man sie kleinlichen läsi weu'' s>--alsdann viedurchgetriebene Lebkucken/ nebst einig dinn ben/unv MitZuckerund gutem Gewürz samtein w<>.geschnittenen Citronen - Scdelffen / und ausgekorleten nig gerosten Brod/ noch abkochen tast; weiches auch derRosinen dazu/last es also emen Sud austbun/und ricb- den Zwetschgen.also beschehen muß.lets an. So kan man auch Muscaten-Brod stossen/undein wenig im Schmaltz tosten/hernach Citronen-SasstundZimmet-Wasser daran giessen/ und also einen Sudaufthun lassen / dieses kan alsdann eine krasstige Speißabgeben. Nechstdem kan man auch ein Malvasier Ge-müs ohne Eyer machen/ welches also zugehet/ man reibetMandel ab/ nimmt weiß Brod/davon die Rinden abge

§- 5-

Will man aber von Reiß ein Gemüs zurichten/ mußmandamitalsoversahren/nemlichmannimmtdenReiß/zerslössctihn/bocli also/daß etfeingroblichtbleib:/nimmthernach gute süsse Milch ( oder/welches noch besser/denRam der aber süß seyn muß/) daran rühret man d--n ge-

ist/reibet man es wieder mit den Mandeln ab/streichetöhernach auf eine Schüssel/ und bestreuet es mit Zimmet/bestecket es auch/o man wiij.mitGewurtz-Negelem/undlasi es / wann es also fertig auf den Tisch tragen. Sokan man auch von Datteln/WeimBeern und Rosinenein Müölein machen/wann man nemlich dieselbigen klein

schnitten ist/weichet selbiges in Malvasier/und so es weich stossenen Reiß' thutauch Zimmet/Zucker/ und kleln^'r>

" fchnittenenCitronat darunter/ lastessieven solang/a's

etwan ein hart Ey sieden mag/ richtets a!edann an/ undstreuet Zucker und Zimmet darauf/ und ist zu wissen/ daßzu einer Maß Ram, ein guter Vierding Reiß kommt.So kan man auch den sauber geklaubten Reiß unze» stoß

. . . sen in Fleischbrüh kochen/wann man nemlich denselbi-

hacket oder zerschneidet/alsdann im Wein/ oder m halb gen zuvor in Wasser wohl abbrühet/ alsdaun in die sie?

Wein undWasserabsieden läst/darnach so sie recht weich dende Fleischbrüh schüttet, und wann erhalb gekocht /

sind, durch einen Seiher treibet/ und ein wenig weiß Jngber/ Pfeffer/ Muscaten«Blüh oder Nuß / jamt

Brod rostet/ darnachdie durch getriebene Dattel/ Ro- Butter daran thut/und also abkochen last. Und aufsvi,

fin oder Weinbeer dazu thut/ und so es zu dick/ mirein che Art kan man auch in der Fleischbrüh den Schwaden

wenig Wein dinne macht; Nachgehends aber zuckert/ kochen. WillmanihnaberauseineandereWeiszurich-

und mit gutem Trifanet einen Sud aufthun last. ten/ so muß man ihn klein/ daß das Mebl durch ein S >eb-

lein fället/zerstossen und alsdann Eyer darein Magm/

Gleichwieman aber von Wein-Beeren/ Rosinen doch daß der Teig nicht zu dicknochzu dünn wird/nach

und dergleichen/gute Müser machet/ also kan solches auch diesen muß man ihn wohl rühren/ daß er nicht knockricht

von andern Früchten bescheiden / wie dann die Kirschen» wird/daraufaber in siedende gute Milch schütten/ But-

Müser folgender gestalt zugerichtet werden : Nemlich terdazu thun/und immer rühren/sodann kochen lassen/

man zerstosset die Kirschen in einem Morfner / thut sie in biß er ein wenig dicklM wird. Welche Art zu kochen/

einePfanne/giesset süssen Weindarunler/ ruhretsieab / auch beydem Griesund Weitzen-Mcht/ja auch bey dem

doch daß das Mus nicht zu dünn noch zu dick wird Dar- Hirßen und der Gersten beobachtet wird- Wieaber Er»

nachmengetman klein-geschnittene Mandeln/ nebst al- des und Linsen zu kochen/weiß ein jedes/so nur ein wenig

lerley guter Gewürtz darunter/ zuckert es wohl/ und rich« in der Kuchen gewest/ daß es also unnöthig/ weitläuffüa

tet es also/so es gekocht und mitZucker bestreuet worden, davon zuschreiben.

an. JamanpfiegetauchweißBrodwürfflichtzuschnei. Letzlich wollen wir auch etwas von denenGemüsern

den/undesineinerPsannen zu rösten/hernach die abge« handeln/ sovon Fleifchwerck gemachet werden/ als ra

zupfften Weixel oder Kirschen / mit ein wenig Wein/ ist da6L.ungen-N7us/we!ches zu bereiten man v-eiun»

Zimmetund Zucker vermischt/daran zu thun/lassets also gen/es sey von Kalb oder ^amm / sauber waschen^ sieden

miteinander einen Sudautthun. Deßgleichenwerden undhacken/ hernach aber gerieben Semmel-Mehl im

vondenHieffen-und Hagen-Butten/dieGemüser also Schmaltz rosten / alsdann die gehackte Lungen varem

zugerichtet / nemlich man nimmt ausgekörnte Hiessen/ thun selbige mitJngber/Psefferund Muscatnus würben

seizets in Wein zumFeuer/lassets sieden/treibets alsdann muß so muß man auch dabey das Saltz nicht vergessen/

durch/ thut Zucker und Zimmet daran/und lassets aufei- auch Fleischbrüh und ein wenig Cssig daran giess?n/und

ner linden Kohlen nochmals aufkochen. Will man aber solches sieden lassen/darnach/so es schier gesotten/ ein x.iar

ein Muß von Morellen machen/muß man alsodamit um- zerklopfst? Eyer samt einem Stück Butter darein r«h-

gehen. Nemlich man thut erstlich von denen Mo- ren/undes also noch einen kleinen Sud auslhun lassen,

rellen die Kern hinweg /siösstsheruach klein / thut weiß Will man aber einMüslein vonHünerfleisch haben/muß

Brod mit darunter siossen / treibet sie mit ein wenig man es also zurichten; Nemlich man nimmtdas Fleisch

Wein durch einen Seiher oder Sieb / rühret es wokl von der Hennen-Brust/hacktö kkin/und stosset etwan

untereinander/ thutalsvann Zuckerund gutes Gewurtz zwantzig Mandeln nebst der Brosam von einerSemmet

daran/ Mts ein klein wenig aufkochen/und richtet es al- darunter/ giest darnach/wann eSzusamm geflossen/eins

so an ; Und auf solche Weise kan man auch mit den Hennen-Brüd daran/und thut Cardamomen/Musca-

Mrsichen verfahren. ten-Blüh/ nebst ein wenig Butter dazu / last es also un<

§. 4. tereinander aussuden / und trägt es angericht zu Tisch.

Hingegen muß ein Mus von Birnen oder Aepsseln Deßgleichen kan man auch gehacktes Kalbfleisch/wann

also zugerichtet werden: Man nimmt die Frucht/ fchahlet dasselbige vorhero übersotten/ mit Semmel^Mehl/guten

sie/und schneiVets fein indünneSchnittlein/daß dieKern Gewürtz/ Butter und Citronen-Sasst nebst den Büke«

heraus und davon kommen / setzets hernach in Wein o-der Wasser zu / rostet Semmel-Mehl in Schmaltz/und

rühretsnebstZucker/auch/fomanwill/mitZimmet/unter

die Aepffel und Birn / lassets suftochenjund gebets ss

tei'n / in Fleischbrüh kochen / au» ein wenigWein und Essig darangiessem