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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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138
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l^8 Des klugen und Rechts-verstäuMn Haus-Vatters

ein wenig Essig daran / lässets sieden / dock nickt gar zu durch ein Seihnlein/mit guter Fleisch-oder Hünerbrüh/

lang / darnach verlieret man Eyer in eine Schüssel/ die- lässet es einen Sud austhun/und richtet es ubers Brod/

fUbigen schiZgetmanaus / daßder Dotter schon gantz oder auch übersFleischund Geflügel an»bteivl/ güssel sie in ein siedend Wasser / so man in einer / s. .

Pfannen über das Feuer halt/und lässets also aufsieden/ iLine Franyojische Suppe aber pfleget man al-

biß sich der Dotter schön in das Weisse verwickelt / als- so zu machen/nemlichen man nimmt Hahnen und Tau-

dann nimmt mans mit einem eisernen Löffel heraus/und bey/ so zerschnitten werden/ wie auch Karpffen.Zungen/

thuts aufdas aebahete Brod/man muß aber die borge- Hecht-Lebern/und andere gute Dinge mehr/nach Be»

schriebene Brüh daran giessen. lieben/thutsolches alles zusammen m einen Topff oder

§. 4. Haftn/ leget dazu klein-geschnittenenSpeck/und andere

Räß-Sl»ppett aber werden auf folgende Art zuge« Küchen-Kräuter / wie auch grüne Erbsen und Spargel,

richt/nemlich man nimmtKäs/reibet ihn an einemReib- kochet alles untereinander/ mit etwas Gewürtz und But-

Eisen/ thut ihn in eine Fleischbrüh/und wann man will/ ter, und richtet solches über weiß'serostttBrod on.Will

leger man auch klein geschnitteneZwiesel/Petersilien mit man aber eine ollaparnr» von Tauben machen / muß

famtvemKrautundWurtzelndazu/lassetesweichsieden/ man damit also verfahren : Nemlich man nimmt jun-

darnacd treibet mans durch/ giests wieder in einen sau« ge Tauben/wie auch von andern Geflügel;ium^aib6-

bern Hasen/ tbut Gewür« und Butter daran / lasset« Misch undBries/ausgekorelteKrebs/kleineKnopflei' /

also aufsieden / und fchüttets über das gebähete Brod. Speck/ und andere gute Sachen / thut etwas grüne Er-

Hingegen werden die Erbes - Suppen also zubereitet/ des/ Spargen und sonst gute Suppen - Krauln, auch

nemlichen man nimmt geklaubte Erbes/setzet sie in sie- jungen Kohl / Morgeln/und was sich dergleichen zum

denv Wasser;» / biß sie weich werden/ darnach treibet Sieden schickt/dazu lasset selbiges kochen/und richtet eS

mansiedurch einen Seiher/würget sie mit Saltz/Pses- übergerösie Schnitten-Brod an / mankan auch eine

feruno Muscatnüß/ thut Butter daran/ lässets wieder Brüh von zerklopstten Eyern/soman will/darüberm.

einen Sud auftbun / und richters also über das Brod cken. So kan man auch/wann man eine gute Fleisch«

an. Man ka i auch/so es beliebet/Kräuter/als Sauer« Brüh hat/derselben allerhand Geschmack/sowohl von

Ampffer / Petersilien und mehr mit kochen. Will man Kräutern/ als auch Gewürtz und andern Sachen geben/

aber eine Suppen von Seleri machen/so muß man und bekommt man die allerbeste Fleischbruh davon/wann

also damit umgehen/ man nimmt die Wurtzel / scbabet man von guten Rindfleisch ein Stuck von Brust-Kern/

sie sauber / thut dieselbige zerschnitten in eine Fleisch- wie auch von Schaafs-undKälber Hälsen das Fleisch/

brüh- und lässet sie sieden biß sie weich wird / alsdana samt einer Hennen zusammen sieden lässet / auch darein

zwinget mans durch / thut Butter und Gewürtz daran/ gantzen Ingber und gantze Muscaten-Blumen wirfft/ge«

last es wieder aufsieden / und richtets übers Brod an. stalten dieses alsdann die allerbeste und Wohlgeschmäcke-

tNeer-rerriA- oder RränSuppenaber wird also zu- ste Suppen wird. Wer nun etwas weitläusstigere und

gericht/ man nimmt abgezogene Mandeln / etwan ein mehrere Suppen verlangt zu wissen/ der lese das Nürn«

halb Pfund/auch so viel Krän / als der dritte Theil an, bergischeKoch-Buch/darinnenweitlaufftigererundmed«

betrifft / Met dasselbige wohl untereinander / treibet es rer Unterricht zu finden seyn wird.

Das iv. Kapitel.

Von Gemüsen und Brey.

Znnhalt. sets einen kleinen Sud austkun / und ricktet es mit Zu-

L. I. Wie die Tyei'Gemüse zuzurichten. L.Wie die Gemüs ohne cker bestreutt an. Übrigens können auck die Eyerzu vie-

Eyer zumachen- §. ?- Wievon den Fruchten Gemüse zuberei- len andern Gemusern NUtzbaritchgebrauckl werden/als

teii.§.4-WievonOb6/deßgleichenauchvomRelßündS»wa> zu Beyspiel zudem N"landel-N1us/we!chts man nach-

dmem Gemüs zu kochen. F. 5. Und endlich wi«. solcheSvom folgenderWeisezubereitet:Man reibet etwan ein Pfund

Flelschwerck zu machen. Mandel / und machet von 10. Eyern und ein und ein

§- halb Maas guterMilch ein Eyer-Milch/stössetdieselbige

Mf die Suppen folgen die Gemüs undBrey/ unter die Mandel in einen höltzernen Mörfner/samt ei-

- dieGemüs pflegen entweder mir oder ohne nem halben Psund Butter / undietwan einen Vierding

jl<Lyer zugerichtet zu werden/ zu denen Eyer- Zucker/ thut es hernach wann alles untereinander wohl

kGemüfen/nimmt man wol zerklopffteEyer« zerstoßen/ in eine Schüssel/und güssetee sodann/entwe-

lottern/thut Wein / Zucker/ Zimmet und der ka?t oder warm/nach Belieben. Will man aber ein

Cardamomen / auch die äusserste Schelssen von einer Gemüs von Ever-Käß machen / so pfleget man also zu

Citronen' weiche schr subtil gerieben werden muß / da- verfahren ; Nemlich man nimmt den Eyer-Käs / rühret

mit dasWeisse nichtdarunter komt/in eine Pfannen/läst ih« mit Butterab / thutZucker darein / und schüttet es

es mit den zerklopfften Eyerdottern aufsieden/ biß es dick- in einen Seiher/ trucket es alsdann über eine Schüssel

licht wird ruhrets auch wol/und richters alsdann an.Will durch den Seiher/unvgibet es also kalt auf den Tisch,

aber diese Art von Eyer-Gemüsen nicht gefallen / so kan Von Fleischbrüh kan man ein Eyer-Mus ausfolgende

manselbigeaufnackfolgendeWeisezurichten/nemlich man Weise zubereiten/ nemlich es werden die Eyerdötterlein

siedet die Ever im Wein wol hart schehlet die Dotterlein wohl zerklopfst/ alsdann Fleischbruh daran gethan / und

heraus / und backet sie klein/hernach reibt man sie in einer mit Mufcaten -Tlüh wohl abgewürgt / darnach last man

zinernScküsselmitMalvasierab/thutetlicheSchnittlein eS ein wen/g auf der Kohlen sieden/so ist es zumAnrich«

Dotter-Brod/welche in einemMorsner zuvor wie Mehl ten tauglich,zerflossen werden müssen / in ein Pfännlein/ rostet es et« §-was mir Butter / hernach tbut man die Eyer mit ein we- Ohne Eyer aber werden die Gemüs also bereitet:nig Zucker und Rosen-Wasser dazu in die Pfannen/ las« Nemlich man brocket emLebküchlein mWein/uov treibet

es