Neuntes Buch.
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sten unter allen gehalten. Insgemein aber hat er die Baumölragt etwas kleinere Frucht / wird aber das des
Tugend an sich/daß er dem G,fft widerstehet/und das ste Oel daraus gepresst/welches an der Farbaelb-arün-
Hertz starckt/wird so wohl zur Speise /als auch vornehm- licht/schon hell und klar sich befindet - Und dienetsMes
l'ch in der Artzney gebraucht. nicht allein zum Salat / sonvern man dachet und bratet
§. 9. aucli darinnen allerley Fisch/und gebrauchet es absonver«
Gleichergestalt hat der Zirrver/ Galgane und Tu- !.'A.?!^?7?Aachen vermischt zur Artzney Jndeme
beben in der Kuchen einigermassen seinen Nutzen/wie» Gerdas Oel offterstrub wird / als pfleget man dassel«
wohln sie mehr in der Apothecken gebraucht werden.Die vM aus solgmde Manier zu reinigen ; Nemlich/ man
beeden ersten sind eine Art von Wurtzeln / werden auch u ^ gleicher ^zeite/ vermaä et diesel-
mit Zucker überzogen/und zur Gesundheit genossen. Cu« gehebaus einander/ und
beben aber sind Korner/ der Färb nach braunlicht / wer- ^ c> durch das oberste L-zch
den auch unter andern mit Zucker überzogen / und abson- deL ^^nechters aber/schuttel man dasOel/und auch Was--
derlich zurStärckung des Haupts genossen. ^ ^ doch daß es nicht gar zu voll gefüllet / und wohl
» vermachetwird. Hernach schwenckt man es wohl mit
^ einander/und halt es eine Weile gar still/biß dasBaUm-
Endlich wollen wir auch der OUven und des Äaum. Oelwiederübersichsteiget/ oarausman das untere Loch
Gels gedencken/als welches beedes in der Kuchen einen eröffnen kan/so wird das Wasser/ welches sich untenher
herzlichen Nutzen hat. Die Oliven sind eine Frucht/ an befindet/ und das Trübe an sich genommen / davon laus«
Färb grün/ fast in Form/ (jedoch etwas kleiner) als die sen; Doch muß manwohl aä>r haben / daß/ wann das
Zwetschgen / und träget solche der Oel - Baum. Die Oel kommt / man das ioä) geschwind wieder zuhalte /
Groffesten/ als welche zum Oel-Auspressen nichttüchtig damit von diesen nichts heraus lauffe; Und dieses kan
sind/ (indem das Oel meistentheils davon trüb wird/) man vffters wiederholen / welches zwar eine langsame
werden inSaltz-Wasser eingemacht/und zu uns aus Jta- Arbeit ist/jedoch auch seinenNutzen hat/wie dann auch da-
lien gebracht/erwecken Lust zum Essen/doch sind sie etwas durch das Saltz davon kommt/damit das Oel Vielfaltig
langsam zu verdauen. Das Mdere Geschlecht des Oel- gesaltzenwird.
Das in. Kapitel.
Von denen Suppen.
ItMhalt. die Everdottern giesse / auch Zucker und einStücklem
». 7. Allerhand Arten Wein-Suppen. § ». Weixel-Erd, Beer, und Butter dazu nehme / und also siedend über das Brod
Quitten-Suppen. §. z. Allerhand Eyer - und Bier - Suppen- anrichte.
§,4. Käß-Erbes-Seleri-Meer.Rettig'vder Kran Suppen. §.5. §. z.
Frantzösische Suppen/ und endlich Ollapotnta. Deßgeichenkan auch von den weixeln ein Suppe ,§. I' und zwar auf folgende Weise/ bereitet werden / nemlichtt^Mdem wir die Haus« Mutter zumKocheN man nimmt lVeixel/siedets im Wein/biß dieKernher-^vorbereitet/wollenwirnun aufdas Kochen ausgehen/alsdann treibetmansdurch/ thutZucker und'selbst kommen / und am ersten von denen un- gutesGewürtz daran/lässet es über einem gelinden Kohl,Zterschiedlichen Llrten Suppen handeln; Feuer warm werden/jedoch eben nicht gar starck aufsie«i Nachdem es aber rvem-lVeixel »Eyer/ den/will/es aber gar zu dünn werden/kan man einwe-und viel andere Suppen gibet / als wollen wir von einer nig geröstetes Semmel-Mehl daran thun; Und auf ebenjeden insonderheit reden, rvein. Suppen aber wer- diese Weiß pfleget man auch Erd Leer und Gaurrenden insgemein auf dreyerley Art gemacht Nemlich man durchzutreiben / und dieselbige mir Zucker und Zimmetnimmt ersilick geflossene Mandeln / denen zuvor im ein wenigaufsieden zu lassen/da man es bann hernach ü-warmen Wasser die Schalen abgezogen werden/treibet ber nichtgar zu fett gerostes uud würfflicht-geschmttenessolche mit demWein durch/ thut alsdann gutesGewürtz/ Brod giessen/und anrichten kan.samt ein wenig frischer Brüh/so nicht zu heiß seyn soll/ ^ ^ .und auch ein wenigWasser darunter/und richtet selbige so Sa können auch von Eyern unterschiedliche Sup^dannan. Aufeine andere Mameraberpflegetman pen gemacht werden/als zum Exempel; Mannimmtet-dieWein .Suppenalso zuzurichten-Nemlichmanschüt- licheEyerdotter/zerklopffr sie /lässet eine,^leischbrüh sie-let Wein in einen Topff/ setzt ihn zum Feuer aufzusieden/ dend werden/ thut ein wenig Jngber/Pfeffer/Cardamo<thutZucker und gutesGewürtz / auch Musealem-Blu« wen und Mustaten-Blüh/auch einwenig Essig daran,men darein/schneidet Zwiebel gar klein/ röstet sie in Buk nebst einenStücklein Butter/geust es über die Ever/ undter/ thut kleine Rosinen darunter / schneidet Semmel- lässets ein klein wenig bey dem Feuer sieben/doch daß esSchnitten in eineSchüssel /undgiestdieSuppe/wieauch nicht zusammen laufft / giestsüber vas Brod/ uno rich-die Rosinen undgnösie Zwiebel darauf.Aufdie drtrre tets an. Auf eben diese Weise kan mau auch Sicx,Are endlich/ werden auch die Wein »Suppen also zu- Suppen machen/ nemlich man klopffet Eyerdottern/aericht; Nemlich manklopsset vier biß sünffCyerdottern giesset Bier daran» zuckerts/ und wirfft ein wenigBut-ineinerPfannen/giessetemhalbMaß Wein daran / ter darein/lässet dieses sieden/und richtets über dasBroVthut auch Zimmet/Zucker/Cardamomen und Muscaten« an. Gleichergestalten kan man auch Semmel-Schnit«Blüh/ samt ein wenig Butter dazu / lassets untereinan« ten bähen/und in eine Schüssel legen / alsdann nimmtder aussieden/ und richtets also über würfflicht-geschnit, man vier Eyerdottern/klopssts in einetPsannen/und rüh-ren Brod an. Auf gleiche Weis kan man auch eine tet ein klein wenig schon Mehl darein/ schüttet daran ei-Guppemir Reinfall machen/ nurdasman stattlaurer neguteFleisch-oderHünerbrüh/ saltzets ein klein wenig/Wems/ denReinsa! mit Masser vermenze/und so über thut hernach Sassran/ Jngber/ Muscalen^Bitth/unS
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