Achtes Buch.
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Krancken ein/doch also/daßer Mund und Nafenzl-Hal« ist besser als Gold/Hat alle fo'qende Tugenden/und ij! m
te/decket ihn hieraufwvl zu/daß erschwitze/und solches vielen Kranckheiten zu gebrauchen,
thue man zeitl-civ ehe die Kranckheit überhandnimmt. Unkerallen Gewürmen / Krävlvrn und Edesqest inen
Wann mans oem Patienten will einleben /lomuß es istnicotsve^rsundedlers noch heil,^mers/alsv esesevl!
«m Neumond geschehen/ undmus derselbe alkmal eine Wasser zu allem zu gebrauchen/und sonderlich vor oi zc"
Stunde fasten. nigen/ die man und schwach sind/ und inncrii-j> Seuchen
Vor den Wurm am Finger / oder einer Frauen uc -d Wunden haben. Doch gebe man hieraus Achtm-c,
in Krüsien/ nehmet Kupfferschlag/Ler nicht gelöschet o- wann VerMensch grosse Hitz hat/so muß man die HeZffcs
der genetzet sey/sähets durch ein reines Tüchlein garrein/ von einen gebranntenWasser/welches kühlet und jiar.ret/
dessen nehmet 2. Loth/ Weitzen-Med! oderSiocken-Mehl darzu nehmen/als da sind: Osterlucei)'Blumen-W..,sser/
^ -Loth / das machet mit gutem Rosen-Wasser an/ legets oder btauVtyhel-Wasser/oder O Dscn.Zuuaen-Wasftr.
Pflaster weiß über; wollet ihrs stärcker haben/ so pu-vert Mankan in allen Krankheiten / wie sie au ^ Namen ha-
Vitriol darunter. den mögen/obiges Wasser gebrauchen. Es ist auch gut in
Vor den Vl?urmin (gliedern. In welchem Glied Sterbens^äufftensürböseLufflzu gebrauchen/die )»a-
der Wurm ift/daraufbindet eine lebendigeGrundel/oder sen und Mund damit b?lireia en.
einen Krebs; wann die Grundel oder der Krebs stirbt/ Daß ein Verrvunverer,» 4. Tagenkan geb-i!er
so stirbt der Wurm auch. ^ werden / Fanget eine Schlange wa-m der Neumond
Den vi?urm an L-eueen und Vieh zu rödren : an einemFreyrag ist/Krennet den Kopffzu Pulrer/ dassel-
Nehmet Honig/Knoblauch/Saltz und SemmeliMchl/ bige streuet in die Wunde/ sie heilet m vier Tagen.
da?aus machet ein Pflaster/und legets darüber. Ein bewahrt Wund. N?^c vor Ls^nscden/
Vor den lVurin am Finger/ nehmet ein rohes Ey/ Pferd und ander^?i-h:nehmet Vincergfän/ phlch- u/
machet ander Spitzen ein Loch darein / stecket den soan denBaumenwächiel/Ehrenp^ißuHo^mnngolS/
Finger darein/und lasset ihn daselbst zwo/oder auch vier einesjeden einen guren^rm voll/kackeis/ tl.urs mei-v--!.'-
Stunden/wann der Schmertz so lange währet. Wann pichtes^aßlein/gicsss, sauerB'erdaran t^ur ^uc^^Hund
man den Finger in ein hart gesotten Ey / weil es noch voll weiss!nHundekol/so imZ1?ertzenauf^ch. v n n?o^nz/
warmist/ stecket/ so stirbt der Wurmeher/ aber der darein/lasserswolverdcckel6.Wocheninclnem^ai ri.e^
Sckmertz ist grösser. ^ h«n/ alsdann brennecs aus ;wann dann ein >Mmchver-
Vor alle inner'ichclVürmer imÄauch/N^aZett/ wundet «il/odec sonji einen offnen Schaden hat/der rrin,
Gedälm/wie sie auchZ7!amen haben mögen/denen ck-desWund-^assclxM^l'g^sui!dAbenvöalleZe!t!.
hindern und alcen teuren dienlich. Nehmet den Lvffcl voll/ und faste des Morgens ;. Stunden darauf.
Gafft von Knoblauch/ rhutsoichen in eine warme Kuh- Wann der Schaden halb geheilet ist/ so trincket 2. iössel
Milch/trincktö des Morgens nüchtern/;, oder 4. Tage/ voll /wann ernochbessergei'ei'let ist sokrincket - Melvoll/
es ist bewährt. biß die völligeHeilung erfolget.Man muß nichto sichtig-s
VordieGpuhlwürmim L.eib der jungen Z>in- essen/aisdasmd.schweinen Fleisch/sauerKraut/Erh'eii/
der: Nehmet weissen Coriander/ machet ihn zu Pulver/ Hasen, Gäns undEnvten/so heilet es ohneSchade» XL.
g?btö ihnen imWein oder andernGetränck ein/sie sterbe. Wer keinen offnenSchaden hat/ der soll n>chl von diesem
Wasser trincken/es jelzet sich sonst an einemOrt undn-a-chetgrossenSchmertzen'/ daßman daselbst aufschneiden
KW»?NÄ! K
Wann einer mit einem vcrMetm Gc-
ZuWundendienlich-Mittel. wch-v-rw«M..«rd^ daß manch
Zu VOunden/ welche man nicht Hessren darff/als Tkut ihm Hasen-Schweiß in die Wunden/ kan man
im Angesicht: Nehmet frisch Ochfen-Marck aus den den^chweißnichrfrischhaben/sonehmemanem Tuch-
Rödren der Beine/ thut guten Essig dazu/ mifchetsun- lein,dasmitHaasenSchweißgesärbet ist/ wxlchesm«>n
tereinander/rühms wo!)l um/ und besireichet die Wun« im Mertzen aufhebt; Man kans in ein Wasserrhun/uno
den darmit/es ziehet sie zusammen. wol auswinden dass^ibige in die Wunden thun, es ist be«
Ein herrliches Wasser/ sseinlNenschinwen- währt/das Blut verstehet-
dig im L.eib verrounder ist nüylicb zu gebrauchen: lvann einer mir einem vcrgiffr ecn Pfeil ge«
Nehmtt Muscatnüß/ Muscalblühe/ Jngber/ Negelein/ schössen worden/ so nehmet Baumöl/ lassets in einer
Eubeben/ Rhabarbara/Zitwer-Cardamömlein, Ange« Pfannen zergehen thut Tberiac darein / schiebet ihn auf
lica Wurtzel/langen Pfeffer/ jedes 2. Loth / /V- das Wärmste in dieWunden vderSchuß/fo schabet dem
loö'sanderthalb Loth/Galgant/ Spicanardi/jedes ?. Patienten der Gifft nicht/und heilen die Wunden gac
Loth/ Hirschen-Saamen/ i.Lvth/ Zibeth/ Rhapontica bald.
jedes 4 Loth/ Brvmbeer / Lorbeer/ jedes s. Loth/ Zucker« Die U?uttdett zu heilen okne Nadel und Faden:
Kandel 6. Loth ;dte Stücke schneidet alle k!ein/unv thuts NehmetAschen/TneriacundGummi thuts untcreman-
in einen Wellenburgischen Krug mit einem langenHals/ dcr/machetein Pflaster daraus/ so lang cils die Wunden
giesset des besten gebrannten Weins darauf so starck ist/legctsausdieWunden/undbindetswvlzu «vi^xwvl
manihnhaben kan/daßerwoluberdasGewürtz gchet/ gehefftel; leget daraufEverweiß und ein gebahet Brod
verbindeis fest/ lassets 6.Wvchen stehen / alsdann giesset mit laulern Wein,ist bewahrt
denWeinreinab/undstossetdasGewürkgarklcin/giesset Ei,- kostlict>er rvund-Tranck: Nebmet ein halb
den Wein wieder daran / diMmsin einem Brennzeug/ MaasWein/thuts in ein^'las und aepülverte Krebs-Äu^
da mangebrannten Wein durchbrennet/ machet ein ge- gen/so viel man ?.mal mit z. Fingern fassen kan/ thute in
lindesHeuer/daß es gemacb ausbrennet und so die Mate- den Wein/und rührets wol unter einander im Glaß/das
ri will rrocken werden/so köret auf/daß es nicht trüb wer^ oben eng ist: gebt den Verwandten des Tages drevmal
de /verbinvetswol /daß es nicht ausriechejdann bißWasse: Morgens/ Mittaas uudNachts/alle Zeit einen guleni of-
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