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Des klugen und Rcchts-verständigen Haus-Vatters
Sanffre Stühle zu mact)en: Nehmet einnenge»legets Sy das eines Tages alt ist/thutgerieben ^altz dar-ein/ rükrets wol untereinander/ daß es wie ein Muswird/nehmet einer Haselnuß groß/ dindets in ein Tüch-leim druckcs zu euch in den Hindern/ des Tages einmal/und des Nacdts wieder einmal/wann ihre bedürffet/ dasmacht einen Sruhl/und ziehet allen Unflat herzu.
Leget sünffoder sechs Heigen in ein frisch BrunnensWasser vier Stunden/ wann ihr schlaffen gehet / sotrinckts.
Vor die Tobsucht/ oder Unsinnigkeit.
Nehmet PferfichkerneineHand voll/stossets in einemMvrser/giesset guten starckenWg daran/machet einMusdaraus / das nicht zu dünn / thut dann einen Eßlöffelvoll Rosen-Wasser/ und ein Erbs groß Campher/Nacht'schatten-Wasser einen Eßlöffel voll/ scheeret dem Men-schen das Haar ab / bindet ihme solches aus den Kopf/wann es trocken wird/ so machets mit dem Wasser wie-derum feucht/das thut dreymal/ sowirdihmegchvlffen.
Nehmet i z.Loth frisckeKüh-Milcb/die man erstvonder Kuh gemolcken hat/die Rinden von frischen Sem-meln aufeinem Reib Eisen gerieben 6. Loth/ lassets miteinander sieden/ daß es wie ein Brey wird/ lassets kaltwerden/rühret geflossen Opium und Saffran / jedes einhalb Scrupel darein/ scheeret dem Menschen das HaaramHaupt alles hinweg; streichet dieMateri auf einTucb/legets ihm auf den Kopf soweit das Haar gewesen ist:wann es trocken wird/so leget ihme wieder frisches auf;man wirds nur drey oder viermal thun / so kommt derMensch wieder zu sich selbst. Man muß ihn finster hal-ten/und still bey ihm seyn/ dann er wird schlaffrig; wanner wird schlaffen/ so soll man ihn nicht aufwecken/biß erselbsten aufwachet/ dann im Schlaff kommt er wieder zusich selbst.
AmJohcmnis-Abend zu Mittag in der >2.Stund /wann die Sonne scheinet/ so sänget Krebs/ tkut sie alsolebendig in einen Hafen/ verkleidet ihn / setzet ihn in einFeuer/ daß die Krebs dürr werden / daß man sie kan zuPulver stossen. Mann ein Mensch irr im Haupt ist/ sogebt ihme des Pulvers drey Morgen nacheiander ein/ al-lemal drey Messer-Spitzen voll in Eisenkraut-Wasser.
Wer sich mit Pulver verbrennet.
Der nehme Kraut-Sultz/Kühe-Koth und Satiller/wie er an der Mauer/ da er wächset/herab gethan wird/d>ß alles durcheinander gerühret und durchgeseyhet/über-geschlagen/und den Brand danur gelöschet.
Vor die Vergessenheit.
Esset nüchtern etliche ^ebachne Coriander-Körner/und alleMorgen einen Eß ioffel voll iavendel, und Spi-canardi-Wasser untereinanver gemischet und getrun-cken/es hilfst.
Vor die Ungarische Kranckheit.
Nehmet Sckweffel und weisse Mvrrhen/stossets garklein ; so schwehr der Schwefel und Myrrhen am Ge-wicht / so schwehr nehmet guten Theriack / gebts demKranckenein/nachdem einePersonalt ist / decktswarmzu/ daß die Person daraus schwitze.
Aeusserlich zu gebrauchen/ nehmet weissen SenffmitEssig angemacht/ auf ein Tuch gestrichen / wie eine Sal-be/ und über das Hirn geschlagen.
Nehmet gestossne Negelch, und Ruß / machets mit
Essig an/ streichet aus ein Tüchlein / legets demKranckenauf die Puls/ wann es trocken wird/ legets wieder frischauf.
Nehmet vor zwey Pfennig gebrannten Wein / unvdas Weisse von einem Cy/ klopffels wol untereinander/druckts durch ein Tüchlein/thut drey Messer-Spitzen ge-flossen Saffran darein/ gebts dem Menschen zu trincken/es leget die Hitze/ hilfst es von einem mal nickt / so gebtsihm noch einmal/.auch wanneödieNoht erfordert/zumdrittenmal/ es ist bewährt.
N ehmet auch einen Ziegelstein/ wann derZiegler dieSteine von einander wegtragen will; mitten aus demHaussen/wickelt ihn in eil? Tuch/daß kemeLusst daran ge-he/behaltet ihn in einer äaden. Wann ein Mensch dieUngarische oder sonst hitzige Kranckheit vdn Ruhr hat/thut einen solchen Ziegelflein/ in ein Geschm/ Met achtMaas Wasser daran/ decktszu/ wann es 24. Stundengestanden/so trinckl davon wann ihr wollet/es kühlet wol/und ist bewährt.
Vor die Wassersucht.
Nehmet der runden Rüben / waschet sie saM»/schneidets in vier Theil/ thuts in einen neuen Hafen/M»set Wasser daran/ lassets sieden / gebts dem Krancken zutrincken/doch soll selbiger sonsten nichts trincken/als sol>ches Wasser / es treibet die Wassersucht durch den.Harnhinweg. Oder trinckt offt euren Harn/so werdet ihr ge-fund.
Brennet kinden-Holtz zu Aschen / thuts in eine Kan«ne/giesset eine Maas Wein daran / thut ferner eine Jm-ber-Zahe/ ein wenig Muscatblühe unv gantzen Saffrandarein/ lassets 24. Stunden stehen / alsdann trincket desTages dreymal davon, allezeit einen Trunck des Mor«gens nüchtern / um Vesper-Zeit/ unv Ves NachtS/wannihr zu Bette gehet. Es ili bewähret.
Brennet Wasser aus faulen Aepfeln / nehmet desMorgensund Nachts von solchem Wasser jederzeit dreyLöffel voll ein/ biß dle Geschwulst vergehet; es lst bewährtbefunden worden.
Vor das wilde Feuer.
Nehmet Rosen-Wasser zween Löffel/Nachtschatten-Wasser auch so viel/und ein Dritthei! Essig / Campfer ei-ner welschen Erbsen groß darein geschoben/ unv überge-legt. ?rol>2tum eli.
Vor den Wolff am Bein.
Nehmeleinen gantzen Maulwurff/brenmt ihn in ei<nem irdenen wol vermachten Hafen/daß kein Dampf da-vonkan/ jiosset ihn zu Pulver/ säetdasPulverausdeNWolffam Bein/ esvmreibet ihn/und i/t bewährt.
Vor den Wurm.
Vor den Wurm in der Frauen Brust.
Nehmet die Gallen auseinem geschnittenen OchsenVestillirt/ein Wasser daraus/damit waschet den Echo-den offt/netzet wei»eFaselein darinnen/und legets in denSchaden; das Wasser mir vierfachen Tüchern überge-leget/ machet den Wurm sterben/und heilet den Scha-den.
Voe dkeXrürm im Ropf: Nehmet ein wenig
weissenWeyrauch undKnoblauch/stosset jedes besonders/und ein wenigTheriack/ diese Stück samtlich in einenLöffel gethan, machet mit Branvwein an / gebtsdem
Kran«