Des klugen und Rechtszuständigen Haus-Vatters
ällesMdae Schnittlei" ge^ogenhat/ sonehmets indenMund / dalters eine viertel Stunde darinneti / alsdannlduts wieder heraus; solcher gestalt verfahret in einem^akrfün>mül/jeverzeitin dem zunehmenden Mond/undin einem guten Zeichen. Es ist bewährt.
Wann einem die Flüsse sehr in die Äugeltfallen / daß sie gar roth seyndundrinnen.
Nehmet Poley-Kraut / hackets und knetets in ei-nem Sauerteig/ thuts zwischen ein Tüchlein/ bindetshinten aus den Nacken /das ziehet den Fluß mit Gewaltzurücke. .
Grabet ein Stucklein Meister-Wurtz / schneidetriech frisch neu»1 tunde ^cheiblein davon/ nehets in einTüchlein ein/tragetsstets amHals. . ,-
Eine Huchs-Zunge i'n ein Tüchlein genehet / undsi-ts zwischen den Schultern getragen / verwahret die
Augen vor den Wssem
Wann die Angen ihr Ambt nicht mehrthun wollen / und man erblindenwill.
Hacket Wegwarten«Blühe klein / thuts in einGlaß/ verkleibts mit einem Taig / setzets in einen Back-Ofen / lasset es zweymal so lange dachen als ein Brod /senks an die Sonnen / und streichets hernach mit einemZederlein indieAugem
Vor böse AWn/ wormit man in ei-nem gäntzett Zahr nichts gesehen
hätte.
Nehmet den Kopff von einer schwathen Geiß /brennet ihn zuPulvcr/ blaset dem Patienten das Pulverin die Augen. Solches zerbricht alle Fell in den Au-gen- . .
AugewSchwar über Nacht zu ver-treiben.
NedmetPoley-Sasst/ rührtsmit Honig ab/strei«cketsausein Tüchlein/wie ein Pfiaster/ legete zu Nachtübe: die Augen ;eswac!)l alleswieder gut.
Wann einem einAug verschwunden und
klein worden.
Nehmet eine frische Kachs-Lungen /schneidet Bro-den daraus/l^getS über das Auggrüblem/ so gehet das-ftibewicder heraus/und wird groß genug; dochlassetönicht zu lange darob liegen / es wird sonst jlinctenb / son-dern leget wieder einen fnjchen Brocken varavft
M das Äugcnwehund Augensteim
NehmetPappelsasst/vermischets mir Honig/ streikchets Morgens und Abends aufdie Augen/ es hilfft-
Vor dkMcln in den Augen.
Nehmet Baumwollen / dunckeks »n Wegwarten-Safstwnd legersauf die Äugen-
Daß die Augen lauter und schärffsichti,ger werden.
WachteWmaltz eines Grieß-Kornleinögtoß in die'Augen -vinckelgetdan/käutertdiefelbigen^
Nehmet so.oder l öo Würß-Neqelein/leget sie inein Viertel Reinsall/ trincket davon des Morgens undAbends / wann ihr zu Bette gehet / so werden die Auge»nichtallem lauter/sondern auch jchärffer.
Wann ihr etwas reines sehen wollet/die
Augen frisch und munterzn ma-chen.
Brennet Wasser aus jungen welschen Nuß-Laub /thut dasselbe des Morgens und Nachts in die Augen/e6hilfft.
Vor die Flecken unter den Augen.
Nehmet Manbelbaum-Wurtze!/ siedets in gutenEssig / und waschet die Augen unddas Angesicht offt da-mit/es vertreibet alle böse Flecken unter dem Angesicht.
Vor alleEngerling/SprenqelundMah-
ler unter den Augen.
Nehmet grüneLorbeer/stvsset sie zu Pulver/ treibetdasselbe wol in die Haut /da die Engerling smd/so ver«gehen sie.
Oder waschet euch mitHimmelbrannt-WGr./ «sist bewahrt.
Nebmet Lilieii-Wurtzei/ siedet sie/und thut Honig«seim darzu/fchmieret euch damit/sie vergehen alle.
Oder siedet Wolgemuth im Wasser / und wascheteuch damit / es vettreibets auch^ Oder brennet Mz-wartenkraut-Wasset/ dieBlumen davon gethan/ wo»schet euch damit/ es hilfft gleichfalls-
Wannein Mnjchauö oder abdorret an
feinem gantzen Leib.
Das kommet von Venen Haar-Würmern / die legensich in die Därmer/ kommen auch m die iimq und i eber /vavon der Äiensch sterben muß. Wann auch jemandharr geschlagen oder geschossenIvird / sowachsenauchWürmer daraus / soeseytericht wird; dem belffet also:Nehmet einen jungen Knobloch/ der am herbsten ist/de«esset drey Tage nacheinander / so springt der Wurm vomHertzen / oder wo er ist; nehmet dann ferner eine weisseImberzeken / scheeler sie / schnewets klein / thuts in einenwarmen Wein/deckt den Patienten watm zu> gebts ihmzu trikicten 4; Tage nach demKnoblöch/doch nichtzu heiß/so hilfft es gewiß. ?robscumi
Wann man einem etwas beygebracht/davon er ausdorret.
So trinck dieselbe Person keinen andern Tranckals Wermuthwein/ es ist an vielen bewährt befundenworden. Man soll aber auss wenigste 4. oder6. Wo»chen / darnach sich jemand befindet / mit dem Wermuly»Aein-Trincken unausgesetzt anhalten Ui.d fortfahren»
Den Aussatz zu vertreiben
Brennet aus frischer Erden ein Wasser/debaltetsm einem saubern Glaß / das-es nicht eintrocknet / lkutden dritten odervierdren Theil in Wein/und trinket sonstnichts anders; man mag auch Tüchiein in dem Wassernetzen/und auf den Aussatz legen / auch denselben damitwaschen/ und insonderheit soll man des Morgens nuch-tern/und des Nachts wann man zu Bette gehet/vondemTranck trinckem
NehmetgrünEichen<Ho!tz/bohret ein Loch darein/fülketsmit Saltz avs/ schlaget einen eichenm Zweck vordas^ock/legetsinein Aieuer/ und lassets verbrennen/ sofindet i'hrdasSalz an einem Stuck. Das Salz ge-bet demPatientenzehen Tag nacheinander ein. Esver-treibet auch von einem Schwein den Aussatz «nd diePfinnen.
Saß