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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
107
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Achtes Buch.

Daß der Aussatz nicht weiter komme.

Nehmet emeBo>-ks-Galle/ streichet^ oderlegetsdarauf/so kommt er nicht weiter.

VemBruche zu heilen.

Nehmet Breitwegerich-Saamen/schlageteinOeldaraus/wie man aus demMahen schlagt/schmieret denBeinbruch damit/uns siedet die OelzeZtenin halb Weinund Wasser/streiche?saufeinTuch/machetein Pflastcrdaraus/ legets w^rmauf den Schaden / bißesbesscrwird. Oder:

Nehmet Storchschnäbel-Kraut/ so blaue Blühehat/man hnffetö auch Gottes Gnade> !<ö. Es muß eingai.tzer Stock seyn/mn Wurhel und allem/wann, er blü-het; machet ihn dürr/jlossek ihn zu reinem Pulver; neh-met Schmeer von einem Spanftrckkl/rühret das Pulverdarein. Wann ein Mensch ein Bein gebrochen hat/so richte man ihm den Bruch wieder zusammen / unvschmier ihn mit der Salben; Vor geronnen Blut strei-chet die Beinbruch'Sn'ben aus ein Tuch/bindets um denBruch / und gebt dem Patiencen des Morgens undA-dends drey Messerspitzen d-sBeinbruchs-Pulversein/so heilet derBruch m.or-.veii Tagen wieder zusammen,krodstum clt^

Für die schwache Blattern.

Nehmet Rölelstein/ schabet ihn gar klein/ rühretdas geschabte in Honig / machet Pflaster daraus / und le»gets aus die Blattern.

Wer blind ist, de mselben mag man also

helffen.

Nehmet GeyerGall/ Hascn<Gall/rote Geiß-Gall/Fisch-Gall/Raben-Gali, ein wenig Menschen Kot/unvein wenig Aischlein die man ^>rundeln heist / das rühretalles mit Wein untereinander, und tropffelts mit einemAeverwn m die Augen / so wird man mit Verwunder-ung wieder sehen.

Eine bewahrte Umstellung.

Grabet den 7. Iulii vor der Sonnen Aufgang dieSchwartzwurtz/ tbulin cineiede einen Schnitt/grabetbiß die Sonne ausgehet/und sind diejenigen/ welche manam frühesten gegraben/die besten. Wann eine Personsehr blutet/so nehme sic ein ^cuck unter dieZungen / ausderSeiten/wo man sckweisset auch in die Hand/und un-ter denselben Arm; man kan auch ein S ruck davon stetsam Hals tragen/es hilffc.

Wann eineln ein B!ms-Tcspffen in einGlied kommet/ denselben kau man also her-ausbringen.

Nehmetdie Leber von einem Rind/das alt ist/undgleichst) vielSalbey hackets klein untereinander/ bren-net Wasser daraus/reibtt das Glied offt damit/es ziehetdenTropffen heraus.

Geronnen Vlut von einem zu treiben.

Gebt ihme wild Salb^y-Wasscr zu trincken / dastreibet das geronnene Bluthmweg / sonderlich so einergefallen ist.

DmUnter -und (DberBmch an Rindern

undalrc»?^!.curen zuheilen.

Nehmet HM Manavlt/machtlhndün'undstvss'tihn gar klein zuPuiver; Feiner einenTeiß.Käs/ der

neunTctgait ist/ schabet ihn aarklein zu Pulver', itemBocks-Unschlilt/gestossei! Waiin-urtz Everöl/tinesjcdcnso scZ'wer/alö dcrGeißkas «st/rührets wol unteceinan«der^wann mans brauchen will/wachets ein wenig warmistreichsts aufeinTuch/sogrobalsderBrnch isi/bindetsmit einem Bund ausden Bruch/ des Morgens undA-binds frisch aufgeslrichen; inzrrilchen man es gebraucht/muß'.man eine gute Hand voll Holyniangolt in oaeTri,^cken legen/und iietsdavon krincken;über den andern Tagein frisch Kraut inv Trincken gelegt; wann es aus >. malnicht hclfimwoltte/so macht man desPfiasleremehr/undbraucht es biß es hiifft. Wann man auch den Bruchlang gehabt/ fv muß man ein BadvonHoltz-Mangoitmachen/und alle Tag einmal darinnen baden.

Vor den Darm Bruch.

Nehmet ein nullen Tuch mir einem Schmaltz/darnach streichet Stehen auf das Sctmaitz balretszueiner ^'iur/vaß es warm wirb/leger es über/es hilsst

Nehmet eine Hand vsllwussenWeyhraucb/ undeinen Haftn enit glühenden Kohlen/ decket den Hafenmit einemBeckel zu/ derDeckel soll oben einziemln.^eskochlein haben ; auf dasselbige solle man sich l' v. mitdem Hintern hallen / daß ver Dampffwol daran gebe/und wann der Schaden nasset/so brennet Eyer^Sek alen/siossets zu Pulver/ und drucket dasselbige Pulver m denSchaden/darnach nehmetEver-Oel/schmilretsgar sub-til um den Schaden/so offreödieNothdursst erfordert/so heilet es über Nacht.

Wann ein Mensch dreyssig oder viertzigJahr einen Bruch gehabt sollman ihn fol-gender Massen heilen.

Siedet Heydnifch Wunv-Kraut in guten Wein/trincket täglich darou ein gantzes Monat ^ und zwor zumwenigsten desTageszweymal/es heilet okneZweiffel.

Wem der Asfter Darm ausgehet/

Der nehme die Blumen von dem Kraut 8c- rotula-risgenannt/stossets/zwi^getden Saffl Heraue/mit dem-selben schmieret 5 v. den Hintern / doch daß der Asitrr-Darm zuvor wol binem geschoben / unv mildem Safftder Blümlein geschmieret seye.

Den Bruch ins gemein zu heilen.

Brennet einen Zgel zu Pulver / siedet dasselbe inWein/undtrinckts/es heilet inwendig.

Versorget den Patenten mit einem Bund / unvleget ihm Hasen-^chmaltz aus den Bruch einer Hasel-Nuß groß/und den Bund darauf/lassetsal o zehen Tage liegen/ darnachleget wieder so viel darauf/ bchderKrancke gesund wird.

Vrust-Geschrvär lind und zeitig zu maechen.

NehmetNocken Kleyen/siedetsin Baum-Oel/le-getsMorgensundAbendsausdas all-rwärmeste über/w erweichet es sich seibst/inntrdalb 9. Tagen bricht es sel-ber auf/und darssman sich nichts besorgen.

Wann einer Frauen etwas in die Brust

schießet.

l^ebt ihr wcissen Hundscoth in Essig oder Wein

ein/'eshilssl.

^ Q 2 Brust