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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
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105
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Achtes Buch.

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dnmit es nickt anbrenne/ halt damit bey vier Stundenlang an / biß es hoch aufiaufft / und wann es sich fastwieder setzen will und auf einer zinnernen Blatten gleichgestehet/so breitet man einTuä) in ein Modell/ geusisdarein/und lästsallgemach trocknen bey i4-Tagen!ang/biß sie gantz hatt wird/ alsdann so fchncidtt mans inSlückkin/uiidverwahrets vordem Staub ; will mansnoch weisscr und liechtex haben/ so widerhoiet man dieseArbeit zum andern biß drittenmal. Diese leichte Sais-f- n vertreibet alle Maculen und Flecken / und machet einezarl?/iubli!e/weisss Haut / trücknet alle Flüsse und Ca-tbäüe/ damit gewaschen/.und von sich selbsten trocknenlassen.

Vor die inwendigen Äpostemen soll manfolgendes den Rmoem eingeben.

Man nehme Lein-Oel und Mechridat/ jedes einerErbsen grosi/Weinrauten^Sastt einen Löffelvoll/ Kam-pfer so groß/als ein Hauff Kom/ gebediefesallesvemKind ein/es zeitigct dieApostem/ kühlet/lediglab/lindheiler. Man soll auch Kühkot nehmen/selbigen in Lein-

! rosten/ und auf die böse Seiten legen. Item/mansoll weiss? Wasser-Ruben sauber Beeten/und zu Plätzleinin ein Haselein schneiden / ein jedes Schnittlem mir ei-nem weissenKandel-Zucker bestreuen / und also damitfortfahren!b?ßdasHafeleinvollw-rd,' darauf kanmanes wol zudecken/und in eine kieine Glut fetzen/daß es woldünste; Endlich soll man die Rüden ausdrücken/ undden Sasst dem Kind offt eingeben; ist trefflich gut undbewahrt.

Wann einer ein Apostem bekommen

hat.

Dem gebe man Nachtschatten-Wasser zu trincken/so wird das Apostem davon zeitig/ und bricht untersich-

Vor dunckele Augen in dmAinds-

Blarrern.

Wann ein Kl>d in den Kinds - Blattern/ oderauch wol ions, zur andern Zeit/dunckele Augen überkom-met/so nehmer ein Hertz vvn einem Huchfen/bindeksdemKind hinten auf den Nacken Eben dergleichen Wür-ckunghatauchdieZunge vvn dem Fuchsen.

Vor die Blattern in den Augen.

Nehmet Pappel' Wurtzeln in den Mund/und le-get sie auf die Seiten der Zähne/wv die Blatter im Augist/io vergehet dieselbe. Ist bewährt.

Over: Nehmet Taschel-Kraut Wurtzel in denM?mb,bindctsaufdenDai!M n ausderjenigenSeiten/wo die Blauer ist. Wein Kraut ist auch gut / es brichtdie Blattern. Oder man gebe einem drey kleine Per-len ein.

Oder - Nehmetdrey oder fünffOelkcrn/ henckts andenHale/sü brichtdieBlattern im Aug.

Vor die Blattern in Augen / auch vor dieFell/es seyen ^cucr-FeU/1Wasser--Fctt/Hirn<FcU/

d»e Mähler ausdem SreMiauch zcrbrow-ne klariern.

NebmetAbschnitte voneinemneuen leinenenTucstover BarcbkNt/ legete aufeine Hacken /die guten StahldM/ zündet sie an/daß sie verbrennen/ ss nmd wie ein

Oelaufder Hacken erscheinen; lege sich die Per'onaufden Rucken / und man streiche ihr solche Feuchtigkeitunten und oben aufdie Au^Brau- en / sie aber thue dieAugenzu/und halte sie fo lang verschlossen/ bißihrdasWasser in den Augen wehe thut/ >o richte sie sich alsdannauf/ und lasse dacWasser heraus lauffen; lege sich daraufwieder nieder/und raste drey Stunden darauf.

Vor die Felle der Augen.

Wann einem ein Fell über ein Aug gehet / so neh-met 2. Pfersicbkern / mit der harten Schalen / legrs insFeuer daß sie schwartz werden/ und mans zu reinem Pul«der stossen kan- Nehmet ferner Wegwarten-Wasser /und das Weissevon einem Ey /kiopffetswol unter einan«dcr/undthutdaöPuiverdarein; aledannschmieretmiteinem Federlein des Wassers einen Trepffen in das Eckder Augen / sowoi des Morgends / als Abends / darauflieget allemal eine Snmd auf dem Rücken / daß dasWasser seine Wüsckung haben kan. Wäre aber dasFell so dick/ daßes von demWasser nicht vergienge/ ssnehmet von einer gar schwachen Kitzeden Kepff/ bren-net ibn in enem Back Osen/raß man ihn zu Pulver stos-sen kan; wann dieses Pulvers eimr Linsen groß desMorgends und Abends durch einen Federkiel in das Au-ge geblasen wird/ und der Patient allemal darauf eineStundaufdemRuckenlieget/sowirdergenesen. DasPulver von einem sch-wartzen Katzen-Kopffhiisst gleich,falls. Und zwar nachfolgender Gestalt -

In den Augen dieFelle zu vertreiben/die

ein oder zwey Iayr alt feynd.

Nehmet den Kopssvon einer kohlschwarzen Katzen/brennet ihn; - Tag und Nächte zu Pulver daß keinFeueödavon komme/dasPulvet treibet durch ein reines Tuch/blafets durch ein Röhrl 'in »der Federkiel ein wenig indie Augen/esvertreibU alle F.lleder Augen.

Zu den triefenden Augen

Nehmet Weinrauten.Safft/Honig und Essig/schets untereinander/drucketsdurch ein Tuch/ mit dem-selben bestreichet die Augen/ so höret das Triefen auf.

ZU roten Augen ein bewahrtes Salb-lein.

Nehmet einen grossen eisernen Kochlöffel VolkSchmaltz/ thut -. Loth rein gestossen Tutia in daszerlas,seneSchmaltz/rühretswolum. Wann nun/emandroteAugen kat/ thue er von dem Salb lein fo groß als einHir'chkörnlemindie Eck der Augen/ davon wird er ge»nesen.

Für rote und tr^be Augen

Zwey Eyer hart gesotten / den Dotter heraus ge-than/ das Weisse aber auf em«m LeUer kleingehacket/und miteinemMesser gequetschet/daß es bald klein wird;Ferner vor einen Kreutzer weisen Agtjiein darunter ge-hacket' hernach durch emTüchlem gewunden/ und indieÄugeawinckel gethan.

Die Augen lang gvt zu behalten/daß das

Gesicht nicht leichtlich abnimmt.

Nehmet der gelten!l>ch»Blumen/ brennet emWasser daraus/wann dass<!be einesJahrs alt ist/so thutein wenig in ein Scbüssele» /Ieget ew halbes S chnitrleinvon einer Semmel darein; wann sich u -un das Wasser

* O glles