N Des kluge» und Rechte verftimdigen Yaus-VatterS
Das XXXVI. Kapitel.
Müsse.
^NNhalt» müssen solcheMittel angewandt werde/welche den natür-
lichen Lauffwieder dringen / es geschehe solches entweder
H. r. Woher selbige entstehen. tz. Der Flüsse Unterscheid, durch Oeffnung der Drüßlein und Ganglein/ oder durch
tz. Nächste Nrsach. 4. Vorhergehende Ursachen, h. 5> Verdünnervng des Fließwassers / welches beedeö folgen-Wie die Flusse zu stillen. Mittel verrichten. So aber desFneß-Wassers Men«
§. r. gezugleichdenFlußverursachte/mußsolchezuvor durch'
purgieren in etwas verringert werden / derowegen man
>Je Flüsse / eardarrki, werden verursachet folgender Fluß Pillen sich auf einmal bedienen kan: Nim
" von dem Fließ-Wasser / welches/indem es pilut. cie 5>uccin. Lrsron. I. Scrupel/ 8.esm./sisp. s.
in seinem natürlichen Lauff verhindert/und Gran/Weinstein-Saltz z. Gran/l'roMc.^iKanclal.
nicht durch die Theile / durch we'che es sich 2. Gran / flüchtiges Agtstein Galtz 6. Gran / Agtstein-
geziemet/ ausgeleeret wird / in unterschied- Lllen? so viel nöth:g/duß m anPillen tormirenkm; Nach
liche andere Theile häuffig sich begiebt / durch weiche sol- diesen kan man beym Schlaffen gehen zv. biß 40. Tropf-
ches entweder ausgeführet wird/ so sie nemlich mir einem fen von der1"in6turs Lc2o-,rckcs.jngleichenvonderAgt-
offnen Gang versehen sind / als da ist die Nasen und stem-Lllen- in Erdrauch Wasser nehmen : Das5-t!s-
Mund/ oder als diese mangeln / stehet solches still / deh- frss-Holtz in Wasser gekochr/ und öffters davon gettun-
net die Theile aus /und verm fachet grossen Schmertzen. cken / benimmt dem Fließ Wasser seine Zähigkeit/und
§.2. Nachdem sich nun das Fließ-Wasser in unter- eröffnet die Ganglein und Drüßlein: Mann kan auch von
schiedliche Theile begiebt/entstehen untcrschidl.che Arten Krebs Augen / ^ncimon. cjizpdorer. Wermuth- und
von Flüssen ; dann balden kommt es in die Nasen / dar- Agtstein-Saltz ein Pulver machen/und von selbigen beym
durchesdieSchnupffenverursachet/baldenindenHalß/ Schlaffen gehen eineMesser-Spitz voll nehmen. Aeusier-
welcher alsdann samt den allda sich befindende!? Man- lich kan man sich mit Agtstein / Weihrauch und Mastix
deln schwillst/ balden in die Lufft-Röhre und Lungen / all- räuchern / oder man kan folgenden Fluß-Pulvers sich be-
wo es die Husten entstehend macht/ beiden in die Armen/ dienen: Nimm Agtstein 2. Quintl / Weyrauch ander»
Schuldern und andereGiieder/in welchen a edanngrosse halb Quintl / Mastix 1. Quintl/ rothe Rosen / ösn^oi»
Schmertzen entstehen. Citronen - Schalen jedes em halb Quinrl / machs zum
' z. Das Fließ-Wasser wird durch unterschied- gröblichen Pulver. Den Wirbel und Schlaffe kan man
liche Ursachen in seinem Lauff verhindert; dann balden mit Agtstein-Oel best:eichen. Weilen der Taback die
seynd die Ganglein und Drüßlein / durch welche solches Zähigkeit des Fließ Wassers verdünnert/sollen dessen sich
geführet und ausgeleeret soll werden/ geschlossen/ derowe- bedienen / die desselben Rauch vertragen können/ und kan
gen es in andere Theile / so etwas .chwach sind/ zurück ge- man seine Krafft vermehren mit Agtstein/ Cubeben/ Ma-
führetwird/allwo es den Fluß verursachet/ balden aber joran/ Aniß und dergleichen. Als das Fließ-Wasser
kan das gemeldte Fließ-Wasser/wegen seiner Menge und seinenAusgang durch dieNasen nimmt/ und die Schnup-
Aähigkeit / nicht allenthalben durchdringen / derowegen pen verursachet / kan man die Nasen inwendig mir Aniß-
es in andere Theile / deren Drüßlein und Gangiein grös« Oel bestreichen / damit sie nicht von der Schärffe des
ser seynd / hauffiger sich begibt / und verursachet in selbi- Fließ-Wassers verwundet werde. So aber die Nasen
gen/indem es solche ausdehnet und naget/Geschwulst und wegen grosser Menge und Zähigkeit der Materie ver-
Sckmertzen/ welcher letztere unterweilen zunimmt/weilen stopffet ist/ kan man öffters Majoran-Wasser in se/bi'ge
das Fließ-Wasser durch das Stillstehen/nach und nach ziehen. Wann der Fluß auf die Brust fallet/und das
scharffer wird. Athem-hollen schwer machet / kan man Walsrath mit
§. 4. Die Drüßlein werden geschlossen von kalten süssen Mandel-Oel Morgens und Abends gebrauchen:
Lufft/derowegen nichts gemeiners/als daß Flüsse ersol- oder man kan einen Brust Tranck machen aus 5slIakraZ-
gen / so man m kalten Winden und Regen wandert / in- Holtz/ LKins-Wurtzel/ Alant-Wurtz/Ehrenpreiß/Huffs
gleichen wann man mit blossen Haupt oder andern Thei- lattich und dergleichen. Die Heisere vertreibt Veyl-
len schlaffr. Die Zähigkeit aber des Fließ-Wassers wird Safft / Klapper-Rosen-Safft/ ingleichm das OecoQuln
von groben Speisen / welche der Magen nicht verdauen von Weinbeerlein und Aniß gemacht. Wann einem die
kan/ verursachet / und sind deßwegen die alte Leute den Flüsse in die Atme oder sonst in ein Glied gefallen / kan
Flüssen sehrunterworffen / weilen bey ihnen die Speisen man selbige mit dem Ziegel-Oei oder Agistein-Oel / in-
nicht so subtil mehr können gekocht werden/ als beyIun- gleichen mit Campher Brandwein einschmieren / auch
gen. Angleichen entstehet solche Zähigkeit von vielen zum öfftern räuchern. Endlich soll man sich vor groben
sitzen und vielen schlaffen. Speisen hüten/ nicht zu kair trincken/ nach den Essen nicht
§. f. Weilen alle Flüsse entstehen von dem Fließ- gleich schlaffen / beym Bettgehen den Halß undWasser/ so in seinem natürlichen Lauff verhindert / und Schultern fein zu decken / daß sie
deßwegen in gewisse Theile hauffiger geführet worden / nicht erkalten-
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