^6 Dce klugen und N cchrS - verstandigen Hau6 VatterS
Da6 XXXIV. Kapitel.
Iungfrauen-Kraückheit oder Liebes-^ieber.
^nnhalt. den Seelen Geisieen vergesellschaftet / Lonvull^one,
' ' oder Gichter und andere Kra»ickheiten verursachen.
§ ^ WZs cs sey und wie c6 von dem Monat-Fluß zu unter. z. Wann da6 Übet kürtzlich begonnen / so ist es
senden, Wohercs curffeher. z. Wann es bat» curiren / und brauchet keine sonderliche Mittel /
jucuureu. §.4 Wie die ^nr vorjunchmen. wann aber das Geblüt nm gedachter Feuchtigkeit sehr
5.1. angefüllet/ auch die Seelen-Geister bereits dardurch in-
ticirrsind/ und Gichter/wie auch andere Kranckheiten
lvll! / .
haben/die das Liebes Spiel selten n ei- schritten wäre.
, ben/ überfäller/ und die angenehme ro- ' §. 4. Meilen diese Kranckheit von Umerlassuna desthe Farbe m eine bieich-geibe oder Lrün- Veyschiaffs entstehet / so ist hier kein besser Muel anui-lichtc/ ad-onder/ich in dem Angesicht/ verwandelt/ um den treffen / als daß sich die Weiber in dem Venus-SueltAuge aber desindet sich em röthllchtezIung zu diesen komt dapffer exei-oiren / dann dardurch wird die saamlicke m.ek nk.it aus denen Drüßlein ausaeleeret / daß ker-
nat j^lu^es/ ^e^che zwar nieht aiiezcir eisvtZel / mup nu^ un»,' », ^
dieser nicht mit derKranckheit/von welcher wir nun han- selbige bißher unrein gemacht hatte/wieder verlassen fan
dein vermenget werden/ weiches leichtgeschehen kan / in- Dahero geschiehet es auch/ daß die Jungfrauen / so aus
demdieseKranckheitenvie!8xmptcim-.r»miteinanderge- dieser Ursach bleich gewesen/die schönsten Weiber wer-
mein haben/ c-bsonder!ich die heßt'.che und die Gestalt ver- den/und durch diese ihre neue Schönheit denen Mannern
derbende Fai b / weiche in dem Liebes-Fieber vorhanden / ihre angewandte Mühe ersetzen. Weilen aber dieses biß-^ Mittel/ nemlich den Bevschlaff/nicht allezeit
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AWK.NM«» W« d°»mach.im. Ilriachl-Wmig-n/daßdi-Jul.gsiamnjusiüh-Mürt-r
n au ^ so czpsbel zu txyrathen ist / wie auch einer werden / mdem sie aus Mangel cmderer Mittel dieses zur
U/ denen der Monat-Fluß richtig lauffed ingleichen Hand nehmen müssen. Selvige Mittel aber müssen so -
üa ckes Getränck und vielfältige Spesen gebrauchen/ che styn die entweder ^enSaamen oder die oO-bemeldce
a ä mchr ruben und sitzen/ aiS sich bewegen/ obige erzehl- Feucht.gke.rverrmgern/a!s da sind Z 'tronen -Saff /8 .c-
? w ederfahr^n ' so kan man versichert seyn / daß sie ck-rum 8zmrm. oder dieMgen/,0 er mit dem Geblüt
' -i.kes lieber darnieder liegen. allbereit vermenget worden/ corri^.ren und ausleeren/
5 V D'eie Kranckheit entstehet /wann dieFeuch- dechleichen sind folgende: Nimm 7mÄur. ^nrimom,.
.'o im Beyschlaff die Weiber aus den Drüßlein / ^in^ur. I^rrjg einer zeden anderhalb Qmntl/vermenge
5Ä in dm Ha ß d°r G-!'äWWutt-r sich tchOm., «S/nndnimm Mi« dch 4A Swpffm mtt -imm M-
»»"-"V ">!« hl«°»fuß.W-.ss.rda«°^ Od.rmmmc.°° «-m-.
ii>> eines Beyschlaffs nicht ausgeleeret / jondern m Ke^ozr6. Mineral, eines /eden 1.Qumtl / ?crcu». ör^on.
dm aem ldten Drüßlein so lang gesammlet wird / biß er 2. Quintl/ZimmedOel 6. Tropffen / vermenge undthei-
>,^i-der i^uck in das Geblüt sich begiebt / welches le es m 6. gleiche Theil / davon taglich einer kan genom«
/ ^eikn er durch das lange Stillstehen zah / dick und men werden. An dieser enehlten Statt kan man auch et-
! ro^ia w^den^ verderbet/ daß liche Tag nacheinander folgende Pillen Morgens und
^ m allenthalben durchgehen kan / sondern stillste- Abends gebrauchen : Nimm Eisen-Spann oder Feil-
».i..5ü^ M'd-mdm m-i «.wr- S--Ub «°n Eis.» ?- Gran / W-lM.AÄmr-S s° vi-l
s»ch" "uchwdcm «°n di-ftm iSH-nG-biSt di.S.-im- nilhig daß Piiim r°nn.» i°.m>m w-rdm , mache e.
MM» nickt in ihrer Reinigkeit / Subrilirät und gleich- Pillen und gebrauche es aufeinmal. An statt der P,llen
^KsWÄ«>P!l««'«»dd>-«>'ü.'i««' km man mgi-kch-n -ii-i-tt »m foigmd.n Pui«°r
Rmichw'gm «rfordem, abg-s°nd-rtw.rd.n/ mist.- Quimi gebrauchmI Nimm »"'staubvm Ss-Nso ki.m
die Traurigkeit und andere Gemüths -Kranckbeiten; gerieben 2. Loth / gepulverte Arolls-Wmtz 6. Qumtl /
'mdwann endlich dasUbel lang anhalt/und das Geblüt Coriander/Anis/Fenchel/ eines jeden i. Loth / guten
und mehr in seiner ^cxrur verändert nndverdor- Ammet/ rothe Corallen/eines jeden ?-Qumtl/Musca-
^ ^ rd/alio daß es durch die Adern in derGebahr-Mut- ten-Nuß 2. Quinrl/ we-ssen Zucker 4. Loth/mache alles zu
to?mcht mehr tringcn kan/muß letztlich eine Verstopffung einem subtilen Pulver/und vermenge es. Ehe man dieze
^^ at^lust erfoiaen / dardurch dann abermal in erzehlte Mtttelgebraucbt / kan man die l>ac.emm
^ m L id unterschiedliche grobe und zur Lebens-Flamm vorhero geknd purgieren,
untaugliche Säffre gehauffet werden /welche / in dem sie V
Das