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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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65
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Achtes Buch. 65

wegung zur Austreibung der scharffen Theile / das viele Loth/ eingemachte Pommerantzen-Schallen 2. Loth/ ein-sitzen aber zu derselben Sammlung ein Grosses beytra- gemachten Ingwer i.Loth/Krebs-Augen/aujsere Schal-ge / bezeigen die /enigen/ so auf dem Land wohnen / und len von Granat-Apffeln/ prnpsnrte Corallen / 'rrockis.sich daselbsien viel Bewegung machen/welche weniger die- cor.cle 7'errä eines Mn 1. Quintl/ Lmnmi

ser Kranckheit/ von welcher wir nun reden / unterworffen ^rabic. ein halb Quintl/ 8?rup. cle ros. n'ccis, so viel zusind/ als die /emgen so in denen Städten wohnen / und einer Latwergen nöthig. Wann man diese Latwergenmehr der Ruhe als der Bewegung obliegen. Wann die gebraucht/kan man allzeit gleich darauf6. Löffel voll vonWeiber in dem Vcnus-Spiel sich zu viel exerciren/köw folgenden nehmen: NimmAlantwurtz/ Angelickwmtz/nen sie sich auch den weissen Flußzu wegen bringen/weilen Violwurtz/ CalmuS/ eines jeden 1. Loth / Wermuth/dardurch d/eDrüßlein in der Geba'hr-Mutter und deren weissen Andorn/ Tausend-Guldenkraut / Salbey / einesHalß/wie auch andern benachbarten Theilen sehr erwei- jeden 1. Hand voll/Wacholder-Beer 2. Loth/zerschneidetert/ und luck werden / daß sie Hernachmals das Fließ- und zerstosse alles/ und thue es zu Maaß Wein. NachWasser in einer grossen Menge in sich fassen / selbiges dem durch einige von dielen srzehlten Mitteln das Fließeaber/indem sie es nicht halten können/gleich wieder auS- Wasser von seiner Scharffe befreyet/ auch das überfiüs«stossen müssen. sige durch den Schweiß und Urin ausgs-trieben worden/

4. Wann der weisseFluß massig geschiehet / so be- müssen ferner zur Hand genommen werden dergleichendeutet er keine sonderliche Gefahr/und ertragen solchen ei- Mittel/ welche die Luck gemachten Drüßlein in ihrer ^ex.nige/wann sie in übrigen gesund sind / etliche Monat/ja rurstärcken/und gleichsam eng machen/ damit selbige insetliche Jahr ohne Schaden / und ist solches einer guten künffrige nicht nur allein kein überflüssiges Fließ-WasserNatur zum öfftern zuzuschreiben / welche sich dardurch in sich fassen/ sondern auch das empfangene behalten / undvon andern Übeln zu befreyen suchet; nur muH man beo- solches nicht eher von sich lassen mögen/biß die Noth unddachten/ob er nicht zu starck und ohne Absatz flösset/dann der Gebrauch erfordert/zu diesen Ende kan manfolgen-auf diese Weise würde er die Weiber nicht allein bey den den Kräuter - Wein gebrauchen : Nimm Beneditten»Mannern verhasset und unfruchtbar machen / sondern er Wurtz i.Loth/Galgan 2. Quinrl / Roßmann/Krause-würde auch Schwindsucht / Wassersucht / und andere Müntz / Melissen/ Scharlach eines jeden ein Hand voll /KranckheitenverurscheN. Wann er nun eine Zeitlang Granat-Apffel-Blüst 2. Quintl / Lorbeer 1. Quintl/angehalten/ und stats geflossen/ so ist er schwer zu curiren / Muscaten-Nuß ein halb Quinrl / Sassran 1. Scrupel /weilen unterschiedlicheDrußiein dardurch verletzet wor- nachdem alles zerschnittk/fasse es in ein Säcklein und thuden/wann er aber gelind/nicht hauffig auch nicht stats es zu anderthalb Maaß Wein. Zu diesen Ende kan manfliesset/ und vor kurtzen angefangen / so kan man hoffen auch taglich 6. Loth von 6ctti!!irten Sinau-Wasser neh-bald davon beftepet zu werden. men; oder man kan von der holtzigten Haselnuß-Schaa«

s.f. Weilen der weisse Fluß von dem scharffen Fließ- len ein halb Loch zu Pxlver stossen/ und selbige mit rothenMasser entstehet/ so ist in der Cur dahin zu sehen / wie sel- Wein nehmen/ oder an dieser statt/das innerste Hautleinbigesvokt seiner Scharffe besceyet / und zum natürlichen so an der Nuß klebet / wie auch das/ welches die Casta-Stand wieder gebracht möge werden : weilen aber ge- nien bedecket. Zu den innerlichen Mittel können nochdachtes Fließ-Wasser in dem Magen und den Gedärmen äußerliche kommen/welche nicht sowol die Scharffe deszum öfftern seine Schärffe schon empfangt/muß einVo Fließ-Wassers corriZirn / als die Lücken Drüßlein engmiror'mm oder?urzsn5 gleiö) anfangs angewandt wer- machen und befestigen / unter selbigen aber befinden sichden/ welches die scharffen Säffte ausleeret / damit sie ins Krausemüntz/ Melissen/Scharlach-Kraut/ rothe Rosen/künffrige mit dem Nahrungs-Saffr nimmervereinbaret/ Granat-Apffel-Blüst und dergleichen/von welchenSack-und mit selbigen zu den Fließ-Wasser mögen gebracht lein können gesülletwerden/damitman selbige/nach demwerden. Zum purgieren kan man folgende Pillen ge- sie in Wein gekocht worden/auf den untern Leib über diebrauchen: NimmLxcrsÄ psrnkMsg. t s.Gran/k-e. Schamm möge legen. Die Clystieren verrichten auchtm.fzlap.s.Gran. Biebergeyl l.Gran/öallam.peruvisn. das ihrige / indem sie die Gebahr-Mutter von der scharfz. Gran/ vermenge und mache es zu Pillen. Ferner das ftn Valerie,welche die Drüßlein verletzen hatte können/Fließwasser zu lindern und ihm seineScharffezu benehme/ befreyen / und saubern / man kan aber in diesem Fall fol-kan man folgende klixlurzum öfftern gebrauchen: Nim: gendes gebrauchen : Nimm Frantzosen-Holtz 6. Loth/Krausemüntz-Wasser ^Lorh/Bezoar-'NnHurzo.Tropsi Granat-Apssel-Schalen 2. Loth / Alaun / Weinrauch/fen'Agtstein-5sli?n--^o.Tropffen/ 1in6iur.snoclyn. ic>. eines l. Loth/Mastich2.Quintl/ Granat-Apssel-Blüst/Tropffen / Corallen-L^rup 1. Quintl / vermenge es; rothe Rosen/eines jeden eine halbe Hand voll/koche al-Dder man kan alle Morgen von folgenden so. biß 60. les/nachdem es zerschnitten und zerstossen worden/bey ge-TropffeninKrausemüntz-Wasser nehmen: NimmAgt- linden Feuer in 2. Pfundt gemeinen Wasser oder Stahl-sieitt -Lllenx.'riniÄur. I'errX Lareckum eines jeden l. Wasser biß aufden halben Theil ein/zu Ende thue hinzuQuintl/IwÄur. ^nocjyn. ein halb Quintl/ vermenge i.Pfundt rothen Wein/Hernachmals seihe undgebrau«es. Oder mankan taglich von folgendenPulver ein halb che es. Aufdie Lenden kan man das kmpiskrum 6sQuintl in Krausemüntz-oder Melissen-Wasser gebrau- (--»lbano.oder das Unguenrum Lomicitlz-legen. Oderchen: Nimm pr«psrirten Agtstein/przeparirtes Hirsch- man kan die Blatter von Scharlach nehmen/selbige zer-Horn / gegrabenes Emhorn/ prsepsrlrte Crysiallen / eines stossen/ und wol mit Butter vermengen/ und dann so langjeden iQu.Wastich/Muscaten-Nuß eines jeden ei?, halb beysammen stehen lassen/biß sie beginnen zu faulen/ her-Quintl / LxcrsN, () 6. Gran / Ca»npher einen halben nach kochet man es einmal auf/ druckts durch ein Tuch /Serupel / Agtstein-Oel / Nägelein-Oel / eines jeden Z. und last die l'arientin sich von Nabel biß ans GemachteTropffen/vermenge es. Man kan sich auch ein OecoÄ schmieren; welche sich ferner vor Speisen von Milch undvon Rosmarin/ Ehrenpreiß und Melissen mit Wein ma- Meel/ingleichen so gesaltzen und geräuchert sind/ auch voreben / und selbigen sich eine Zeitlang bedienen- Inalei- Schweinen Fleisch / Fischen/ Essig/ Hülsen / und andernchen kan man Morgens und Abends von folgender Lat- Früchten hüten / welche einen groben Nahrung-wergsn ein Nuß groß gebrauchen: Nimm l'berisc z. Safft von sich geben.

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