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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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64 Des klugen und Re ^ t6 - verftöndiqen Haus - VatterS

sTLoth/Klapper-Rosen-Safft i. Loth/ vermenge es/ und mit Tüchern über die Lenden. An dessen statt kan man

aiebe öffters dem ^Acienten einen Löffel-voll davon. Oder auch folgendes Pflaster gebrauchen : Nimm Minien-

nimm Wegerich Masser z. Loth / clesti Hirten Essig ein Pflaster / Bruch-Pslasier eines jeden i. Loth / vermenge

Loth / rothe Corallen einen Scrupel / Blurstein einen und streiche es auf ein subtil Leder. Oder man kan

halben Scruoel/ l^uclan. opisr. 2. Z,-. .Vl^rrin. Schweins - Kotb in heissen Wasser zertreiben / und

ein Loth / vermenge es / und gib dem Parienten öffters solches als ein Pflaster auf dein Leib legen. Wann

davon. Oder nimm Klapper-I^osen-Wasser/ Wegerich-- nun durch diese Mittel der Fluß gestillet / muß man ferner

Wasser eines jeden 2. Loth/tios'ezjspiö. s.zr. die Zähigkeit des Geblüts coinAiren/ damit nicht ms-

1'in^ur. anoclyn. 15. Tropffen / Klapper-R0seiI' Sasst künfftige wieder dergleichen entsieke / solches aber geschie-

nem Loth von 5>7rupo ^l^rcin. vermischen und gebrau- sten / Reis/ weichen Eyern/ puppen / inwelchen Sauec-

chen: Oder man kan 1. qu. von gedörtter und klein-gepul- ampffer-Wurtzeln qekocht worden / bestehen/ gebrauchen,

verrer Tormentill-Wurtz mit^ormentill Masser / oder Trincken kan man Gersten vecoü, in welches etwas von

Wasser / darinnen Stahl abgelöschet worden / nehmen/ Rosen-Zucker qethan worden. Man kan sich auch darzwi-

aufgleiche Weise kan man die Hirsch^ungen Win tzelund schen solaender Milch bedienen: Nimm Cucumern-Kern/

Seeblumen-Wurtzel gebrauchen. Indem diese erzehlte weissen Oelmagen-Saamen / jedes 2. qu. die Kern scheele

Mitteln innerlich gebraucht werden / kan man sich auch ab / und thue hinzu Klapper - Rosen-Wasser /Wegerich-

der ausserlichen bedienen: Nimm Wasser / so von Frosch- Wasser / Rosen-Wasser eines jeden 2.Loth / mitwelchen

Laich cjeliilli'ret/ Nachtschatten-Wasser/ Klapper-Rosen- die Milch auszuziehen ! Letzlich sollen sich diejenigen / so

Wasser/ eines jeden 6. Loth / Rosen-Eßig4-Loth/ mit dem hauffigen Monat-Fluß behaffcet sind/ vordem

ctisri Ssrurni I. c^v. Alaun 2. qu. vermenge und lege es Wein hüterl.

Das XXXIII. Lapttc!.

Weiss« Fluß.

Inndalt. dem das Fließwasser viel oder wenig zugeführetwird / so

ist auch der weisse Fluß starck oder gelind; dieser Unter-

H.I. Dessen Beschreibung. H.2. Was selbigen entstehend ma- scheid kan auch entstehen/wann des Fließwassers Schärftchet. z- WohecdeöFuc.^wasser(^churste. Wann oder melden

seicht u..o schwer zu c.m»u. §. 5. W. d.c.ur ju ver. ^^n Nl7hr ode?w"nig^^

5. 1. angereihet. Von dem Untericheid der Schärsse oder

Sauern bekommt auch das Fließwasser seine unterschied«Er weisse Fluß / ?!uxus ZIKU5. ist wann das liche Gestalten / dann baid ist es wasserich oder dünn/ baldFließwasser / so in den Drüßlein der Ge- dick oder zäh / bald weiß / gelb und grünlicht / bald stin-bährmutter und derselben Theilen still ge- ckend / bald ohne Geruch / wie wir oben bereits gehöret-standen / und in eine zahe und gleichsam §. z. Das Fließwasser bekommt seine Scharffe/ dar-rotzige Materie verwandelt worden/durch durch es die Drüslein entweder zu ihrer Ausleerung nurdieweibliche Geburts- Glieder auögelee- anreitzet/oder selige so verwundet und verletzet/ daßßeret wird /und zwar unterweilen ohne Schmertzen / unter- das / "was sie empfangen / nicht können behalten / von un-weilen aber beisset und verwundet es die Theile/so es be- terschiedlichen Ursachen; dann erstlich ist der kalte undrühret /weilen es durch das lange Stillstehen sehrscharff feuchteLufft/ welcher verhindert/daß durch dieSchweiß-worden; bißweilen ist es auch ohne Geruch / bißweilen löcher die uberflüßigen und dem Leib keinen Nutzen mehraber giebt es einen sonderlichen Gestanck von sich. Die bringende Saffte nicht unter der Gestalt eines DunstesMaterie / so ausgeleeret wird / oder das verderbte Fließ- können ausgeleeret werden/sondern verursachet/daß se!-Wasser / ist bald weiß / bald eytericht und grünlicht, bige mit dem Fließwasser vereinbaret werden / die dannWann das Übel eine Zeit lang angehalten / so wird das demselbigen seine Scharffe zu wegen bringen. DaberoAngesicht heßlich und bleich / und die Hände samt den sind die / so gegen Norden m den kalten und feuchten Lan-Füssen schwellen auf. Der Fluß geschiehet entweder obne den wohnen / mehr diesem Übel unterworffen / als die/Unterlaß/oder höret auf/da er dann lang oder kurtzwah- welche in warmen und truckenen Orten sich aushalten;ret. Der weisse Fluß aber ist von dem gifftigen Saamen- dieses ist auch die Ursach/warum zu Winters Zeit diesesFluß zu unterscheiden / dann dieser entstehet nach einem Übel die Weiber und unterweilen auch die Jungfrauenunreinen BeyWaff / jener aber geschiehet / ob gleich kein mehr überfallet als zur Sommers Zeit. Und ziehen sichBeyschlaff vorhergegangen; es können auch diejenigen/ auch dieses Übel absonderlich über den Hals / so viel inwelchemitdemSaamen-Fluß behafftsind/keinemBey- Wasserumgehen. Wiediegroben undgesa!tzenenSp«'i-schlaff beywohnen / derweisseFluß aber bringet darinnen sen als Kaß/ Kraut/ Fisch / Osters und dergleichen diekeine Hindernus. Scharffe des Fließ-Wassers können verursachen/ist leicht§. 2. Das Fließwasser wird in dem weissen Fluß aus- zu verstehen/ indem sie von dem Dauungs-Safft m demgeleeret / weilen entweder die Drüßlein weit und luck/ Magen / und von der Gall in den Gedärmen nicht aller-'oder von dem scbmffen Fließwasser aufgefressen sind / daß dings können aufgelöser werden / sondern allezeit demsie dieses nicht können behalten / sondern selbiges gleich- Nahrungs-Saffl etwas von sauern Wesen mittheilen/balden ausschütten. Unterwelten sind die Drüßlein nicht weilen die Galt nicht genugsam ist mit ihrer alcslischenaufaefressen und verwundet / sondern das scharffe und Saltz die sauern Theile / welche gedachte Speisen insauere Fließwasser reihet selbige nur an / daß sie gleichbal- gröster Menge in sich Hagen / und mit sich in die Gedärmeden / was sie empfangen / ausschütten müssen / und nach- bringen / zu cemperiren und zu corrigiren. Daß die Be-wegung