keit / Hertzklopffen oder eines von oben - gejagten Übeln den werden / kan man sich bis an den Nabel setzen / den
spüren/dann wann man der Natur nicht mir bequemen Leib aber/kan man mit Säcklem/ in welche die gckococe
Hülffs-Mitteln zu Hülffe kommt / kan nach und nach eine Krauter gefasset werden / belegen. Nachdem Bad kön-
völlige Verstopfung entstehen / dieses ist noch abson- nen die der Gebahrmutter nahe Theile mit gelben Viol-
derlich allhier zu mercken / daß der gedachte Spirims Oel/ so mit Spick-Oel oder Sebenbaum Oel / ingleichen
Lalis ämmoaisci, wie auch die Mutter Lllen-, oder an- Lorbeer-Oel vermengetworden/geschmieret werden.MaN
dere dergleichen treibende Mittein / nicht eher sollen an- kan auch der Mutter-Zapflein sich bedienen/ dergleichen
gewandt werden/ als zur Zeit/ da die kjenstrua sollen folgend^sind; Nimm schlvartzeNießwurtz/ rotbeMyr-
siiessen / damit nichts wider den Willen der Natur ge- rhen / Sebenbaum eines jeden i. qu. aus diesen gepülver-
schehe. Mandörffte sich in in übrigen verwundern / war.- ten mache mit Schleim aus Traganth 2. Mutter,Zapff«
um wir keine Meldung von der Aderlaß gethan/ weiche lein / welche in ein Seiden-Sacklein gefasset können ap>
doch von den meisten in diesem Zustand gerüymet wird/ plicirt werden/man muß selbige aber nicht allzulang dar-
man beliebe aber zu wissen / daß die Aderlaß hie«' mehr innen lassen / damit sie nicht den Halß der Gebährmutter
schädlich als nützlich sey / dann indem die Ursach das zahe verletzen. Etliche rühmen folgendes: Man solle nemlich
Geblüt ist / so wird selbige nicht so wohl verringert als ver- 4. qu. von den Tcoriis oder Schlacken / so sich beyder Bs»
mehret / weilen die flüchtige Theile / welche das Geblüt reltung des keAull snrimonii befinden / nehmen / selbige
in semem flüßigen Wesen erhalten / und die Verdauung in der Laugen / so von der Aschen des Beyfußes gemacht
der Spessen verrichten sollten / dardurch ausgeleeret und worden / kochen / und Hernachmais durch ein Tuch seigen/
conlumirer werden; nur soll man selbige gebrauchen/ von der durchgeseigten Laugen solle man 6.qu. nehmen/
wann der I?scienc Blut-reich ist / man darff aber alsdenn und zu vier Loth Malvasier thun / von diesem vermengten
nicht viel Rath halten / aus welcher Ader das Geblüt solle aber solle man 2. Löffel auf glüende Kieselstein gießen/ und
heraus gelassen werden/ weilen das Geblüt in allen Adern den Dampf davon mit der Mutter ausfangen. Zur Zeit
eins ist/und dasjenige / welches nun in dem Fluß lauffet/ desFlußcs soll man sich vor Kälte hüten / und kein kalt
balden in dem Haupt sich wird befinden. Man kan aber Wasser trmcken / sondern an dessen statt den oben-gedach-
an statt der Aderlaß andere äusserlich? Mittel gebrau- ten Krauter-Wein oder Bier / welches mit Melissen/
chen/und zwar zu eben der Zeit/ wann die innerliche treu Salbey/Ringel-Blumen / Pomeranzen-Schalen und
bende Mittel zur Hand genommen worden; Unter setbi- dergleichen gewürtzet worden. Wie man sich ferner in
gen befindet sich ein Bad / welches aus Kraut von Bey- Essen und Trmcken halten solle / kan man aus denen Ca-
fuß / Poley / Mutterkraut/ Rosmarin/ (Steinklee / Cha- piceln ersebcn / welche von denen Kranckheiten / so die
millen-Biumen undAbischwurtz zugerichtet worden / in Ursach nemlich die Zähigkeit des Geblüts und anderer
selbiges/ welches nicht gar zu heiß soll seyn/ damit nicht Saffre mit dem verstopfften Monat-Fluß gemein haben/
die flüßigen Theile völlig durch den Schweiß ausgetrie« handeln.
Das XXXll. Aapitcl.
Uberflüßiger Monat-Fluß.
Innhült» kan das Geblüt nicht frey durch die Adern flüssen/ sondern
^ . stehet still/und wird nach und nach gesammlet/biß es die
5. t. Wann dcr Monat.ZIuß vor cme Kranckheitzu halten, h. 2. Adern so weit ausdebnet / daß si-t-'i'i-pissl't, imt> kitzk-«
§. t. erzehlte Ursach zum osftern das Übel Hage / kan man dar»
aussehen / indem derheffuge Monat-Fluß auf desselben
in vorigen Capitel erzehlten ist Verstopffunggemeimalich folget / und so viel Geblüt auf
entgegen gesetzet / den wir nun zu beschrei- einmal ausführet/ daß es scheinet / als wäre alles Geblüt
ben ansangen/nemlich der überfiüßige Mo- aus dem Leib geflossen.
nat-Fluß/^enliumnimiusttuxus, dieser §.z^° Diejenigen/welchen das Geblüt hauffig durch
aber ist eben so wenig zu beobachten als so- die Gebährmutter ausgeleeret wird / ob sie schon unter-
riger so lang er keine Beschwernüße verur- weilen gesund scheinen / sind doch nicht für gesund zu hal-
sachet/ dann es^nden sichunrerweilenWeiber/ welche/ ten/ weilen allerhand Kranckheiten / als Wassersucht/
ob sie schon alle 2. oder z. Wochen ihrer Zeit unterworf- Schwindsucht und dergleichen leicht erfolgen. Doch kön-
fen feynd / doch keine Beschwernüße ausstehen müssen/ nen diejenigen / so Überfluß an Geblüt haben / es seynd
haben auch deßwegen keine Mittel vonnothen ; wann gleich Junge oder Alte / den hauffigen Fluß ertragen/und
aber das Geblüt durch die Adern der Gebährmutter /so muß solcher nichtgestilket werden / es wäre dann / daß die
aus unterschiedliche Art eröffnet werden / so hauffig aus- Leibes - Krafften dardurch gehling darnieder gewvrffen
geleeret wird/ daßesseineMattigkeitindemgantzenLeib/ werden / widrigen Falls aber würdeman durch Stopft
Unlust zum Essen/Kopfwehe/unnatürliche Färb in dem fungdesFlußesErsteckung/Blut-ausspeyen/Ohnmach-
Angesicht und andern äussern Theilen erreget / so ist das ten und dergleichen zu wegen bringen: So bey Schwan-
Übel vor eine Kranckheit zu halten / und müssen gleichbal- gern der Monat-Fluß sich zeiget / erfolget gemeiniglich ein
den Artzeneyen zu Hülffe genommen wenden/ damit kei- Mißgebähren.
ne andere gefährliche Kranckheiten/ deren unten soll ge- §. Wann dann durch den häuffigen Monatflußdacht werden / erfolgen. die Kl afften auf einmal benommen werden / muß man
§. 2. Die Adern in der Gebahrmutter oder vielmehr folgende Mittel gebrauchen / damit der Fluß dardurchin derselben Hals / werden allzusehr eröffnet / wann das gestillet/und der l'scienrgestarcket werde: Nimm rotheGeblüt entweder zu scharffoder zu dick ist / dann wann je- Corallen / Krebs-Augen eines jeden i. qu. I^suciani f.piz.neö/ werden die Adern aufgefressen / so aber dieses / so n s. Gran/cieüillirten Eßigz.Loch/ Wegerich-Wasser
6,Loch/