Achtes Buch. 4z
machen / haben wir .n unterschiedlichen Capitel bereits Hertz- Carfunckel- Citronen und Schlag Wasser neh,
Meidung gethan/wollen also geneigten Leser gütigst da-- men. Aeusserlich kan man auf das Hertz Grüblein/
hin gewiesen haben. Zimmet- Agtstein- oder Muscaren-Balsam schweren /
§. 4. Das Hertz Klopffen/ob es gleich nicht allezeit oder folgenden . Nimm des Rosen-Salbieinö i.Loth/
lödtlichist/sokanesdoch nach und nach den Todt brin- Agtstein-Qel/Melissen-Oel eines /eben ein halb Quintl/
gen/ und kommen diejenigen / so öffters damit behafftet Bibergeyi einen halben Scrupe^ / Campber s. Gran/
sind / zu keinen hohen Alter. Doch kan man mehr Hoff- vermenge es ; oder man kan folgendes Sacklein warm
nung haben/wann der Scharbock oder die Verstopfung überlegen - Nimm Saffran r. Quinrl / Nagele,n-B!u-
des Monat-Flusses nicht tieff eingewurtzelt ist/weilen als- men^.Quintl/Cardamon/Muscaren-Blüe/ Zimmet /
dann die Zähigkeit des Geblüts durch bequeme Hülffs- eines jeden ein ha b Quintl/ Campfer/ Biebergeyi / eines
Mittel kan corrizirt werden. jeden einen halben Scrupel. Nachdem allesjerschnitten
§. s. Die Cur muß sowol in dem psroxylmc,. als und zerstojsen fasse es in ein Sacklem/welches mit Rosen-
ausser denselben angestellet werden/dann wann dasKlops- Wasser und Nägelein Essig besprenget / warm über das
fen allzustarck/ muß selbiges vorher» abgethan werden / Hertz Grüblein kan gelegtwerden. Wann sich bey dem
ehe man die Ursach der Kranckheit durch Artzney beginnet Hertz-Klopffen ein scharffes Ausstossen/ Winde/ fliegende
anzugreiffen. Wann dann der pariern Blut-reich / kan Hitzen / einfinden/ kan man sich folgender Mittel bedien
man zuvorderst eine Ader öffnen/nachmals kan man Artz- nen: Nimm gebrandt Hirsch-Horn / prsepsrirte Krebs-
neyen / so von Gewürtz / Agtstein/ Biebergeyl / Amber Augen / prsepsn. te / Cwstallen eines jeden ein halb Qu.
und dergleichen zusammen gesetzt seynd / gebrauchen / als prseparirte Perlen ein Scupel / himmlischen l'beriac z.
zum Exempel: Nim pr»parlrten Perlen ein halb Quintl/ Gran/ vermenge/ und mache es zu Pulver / von we-chem
himmlischen ?kerisc Z .Gran/Campher l.Gran/ ver- alle (Stund dem Patienten ein halb Quintl/ kan gegeben
mengund gieb ös dem psrienren auf einmal meinem Löft werden; Anstattdessen kanmanauch praepzrirteCoral-
fel mit Melissen Wasser. Oder n mm Me.issen Was- len in Melissen-Wasser nehmen / oder Perlen / ing!eichen
ser/Lmdenbiüy-Wasser/ eines jeden z. Loth / Zimmet- Bezoar>Stein und?errsmZigillatsrn. Wann durch
Wasser 2. Loth / Agtstein-Kllcn?, BiebergeylMsni-, diese Mittel das Kiopffen in etwas gestillet/mußmanse-
emes jeden ein halb Quintl / Spiric. 52l.^mmoniac2o. hen/wie man die Ursachen möge abhelffen/ und dem Ge-
Tropffen / 8^rup von Zimmet 2. Quintl / nachdeme es blut seine Zähigkeit benehmen / solches aber geschi?h:t
vermenget / kan man den linearen etliche Löffel nachein- durch die Mittel/welch? den Capitel von Scharbeck
ander davon geben. Man kan auch 4. oder s. Tropffen und Verstopffung des Monat F.usses beygesetzet wor»
Agtstein-Oel in Melissen-Wasser gebrauchen / oder das den.
Das XVII. Capitel.
OhnmM.
Jnnha't. burch die Nerven geschiehet / und ist der Sinnen und
wegung Ursach/g'eichwie des Geblüts Einfluß den Thei-
§. r. Was es sey. Woher es entüebet. h. z. Auf wie len die NLtürliche Warme mittheilt. Diese Bewegun-vielerlenArtdieSeelen.GeisterdieBewegungdesHertzens d^Ge'l>«u^ K
verhindern, ö» 4. Wie das Geblüt die Bewegung des Aen MMIlcy i.^v^.XlIUiö lMor^r'Vl.e.M Center/ seynd
Herf-Ns verhindert. 5. Wie die Cur nach Unterschied >o verwandt/daß keine fonder der andern geschehen kan/der Urjachcn anjustelleii. dann das Hertz kan Nicht von sich beweget werden son-K. l. dern es müssen die Seelen-Geister solches verrichten / in-dem sie durch die Nerven in die Fasern/aus wechen das. ^Hnmacht / 5 vnc.is?e, ist einegahlinge Be- Hertz znsammen gesetzet ist/ einflüssen / selbige ausdehnen/^ nehmung aller Krasfren / wodurch der und dardurch die Holen des Hertzens zusammen jichen/^ Mensch mit Beraubung der Sprach/ der und also da<^ Geblüt in die Adern fort treiben; D-rGn-Sinnen und Bewegung zur Erden fallet/ fluß der Seelen Geister geschiehet ing eichen nicht - esdie Pulß und Albem Hollen / wo nicht werde dann stats das Geb üt von dem Hertzen in dasgantzlich/ doch meistens ver ieret / dabey Hirn getrieben, damit allda die See!en Geister nicht al-vergehet auch an dem gantzen Leib die natürlicheWarme/ lein mögen gezeuget/sondern auch in die Ne> ven eingerrie-und gehet von den ?->rit-ncen ein kalter Schweiß ab / ben werden / wann nemlich das Hirn / von denen 'Adern /zum Mern iäst er auch den Urin / und die Lxcremenra so von dem Geblüt ausgedehnet werden/ zusammen ge--von sich / und geichet 6r in solchem Stand Mehr einem trucket wird. Wann dann nun ein Einfluß verhindertTodren a^s Lebendigen; ehe aber dieses alles den^rien- wird so ist gleichbalden des andern Verhinderung auchten überfallet/fühlet er emegahlinge Angstund Schwin- vorhanden/und folgendlich eine Aufhöiung aller Ver-ve'/es vergehet idm auch das Gesicht/und wird das An- richrungen. Weilen wir nun gesaget/es werden in dergesicht mir einer Bleichheit überzogen. Ohnmacht alle Verrichtungen verhindert so ist derselben§.2. Wei n in der Ohnmacht alle Verrichtungen in Ursach der verhinrerte Einfluß des Geblüts und der See-dem Menschlichen Leib auf einmal aushören / so kan man len Geister/ es mögen hernach entweder die Seelen-Gei«derse'ben Ursach leicht wissen/wann zuvorbekandt/wie die ster oder das Geblüt erstlich Ursach seyn; auf welche undVerrichtungen be» dem Menschen / so lang er sich in dem wie vielerley Weise aber solchss geschiehet / wollen wirnatürlichen Stande befindet/ geschehen ; solche aber ent- nun sehen/ und zwar erstlich wie die Seelen Geister diestehen erstlich von dem statigen Einfluß des Geblüts / wel- Bewegung des Hertzens und des Geblüts verhindern,ches von der Bewegung des Hertzens durch die Pu'ß- §. z. Wann die Seelen-Geister durch starcke Ar-Adern in alle Theile des Leibs getribenwird/ hernach von beitundLeibs-Bewegungen/ ingleichen durch vieles Wa-dem Einfluß der Seelen -Geister / welcher von dem Hirn chen/ Hunger/ Traurigkeit/ oder starckes Bluten verzeh-
*F 2 ret