Achtes Buch.
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/. 6. Weilendie Schwindsucht, wie wir erst ge- Hirschhorn i-Loth/Süß-Holtzz-Quintl/kleme Mein,
hört haben/unmöglich zu cunren / als es die Lunge mit beerlein 4. Loth/zerschneide alles/und koche es in ^ MaaE
G-schwjr-nb.r-i---«'-h.'chmußall-MÜH-dchi»an- Bwmwn-W«ss°r?ju d-m
gewandt werden / wie die mstehende oder anfangende hinzu Gundel-Rebm/Hyssopen/Betonic/Ekrenvreß,
Schwindsuch. mog° gch-»>-- w«d-n. W-ii-» ab« BIumm von Maßli-bmV ÄppfA^^
das jcharffe/ saure und gesaltzene Fließ-Wasser Urjach halbe Hand voll. Auf solche Weiß kan man sich des
ist / muß man selbiges absonderlich corr.g.rn/ und zum OecoQi von Holtz allein gemacht bediene?
natürlichen Stand wieder bringen / und zwar so balden Angleichen wird das Oecoüum von Huffiattich-Nlu,
eine trockneHusten/ und andere 8?mpwmsrs sich zeigen, men gerühmet. Wann die Husten bey Nacht-l?eit heff--
Den Magen und die Gedärme aber muß man mit gelin- tig und truckenist/ kan man 2. Stund vor der Abend,
denMittel/dergleichenfolgendes ist/gleich anfangs m- Mahlzeit folgende Pillen gebrauchen: Nimm^ncike^
nigen : Nimm von Stilen gereinigte Senes-Biatter pocer. 10. Gran / Bley-Zucker s. Gran/ Lxc. Lroc
2. Quintl / L-tlliX kikul. mit denen m Stucken zerbro- Gran / I-sucl. vpiar. ij. Gran / Lallam. peruvisn so rie!
chenen Schotten/ Tamarinden,edes i.Loth/ Coriander nöthig Pillen kormiren zu können. Die beschwerliche
i. Quintl / koche es m 16. Loth Brunnen Nasser / nach- Husten/ lindert auch das LxtrsÄumI-iquirik. allein ot'ec
mals seige es durch e'.n Tuch und thue hinzu 2. Loth von man kan folgendes noch bey thun : Nimm LxcfsH. l.i>
gesäuberter Manna; den halben Theil kan der psc.enc ^irir. 1. Loth / Schwefel- Blumen ein halb Quintl /
gleich morgens nehmen/den andern halben <heil/eme ha - Nor. Len^oi einen halben Scruvel / LsI5sm. 8uivkur.beStundnach. Nachmals kan er alleMorgenvon so^- 10. biß i s.Tropffen. Oder man kan von fol,
genden OecoLto einen Trunck thun / damit die jcharffe gender Latwergen des Tags öffters sich belieben lassen /
dem Fließ-Wasser möge benommen werden: Nnnm um die Husten zu lindern und den Auswurffzu beför,
Lkinx-Wurtz 4. Loth / Alant Wurtz i. Loth / ^-uß- dern : Nimm I-ock 6e?u >mon. Vulp. 2.Loth / Klav-
Holtz 2. Quintl / Gundel-Rebe / Hyssop / Betonic / per-Rosen-Safft/ Veyl-Sasst/ eines jeden z- Quintl /
Trauben-Kraut^ledes em Hand voll/Blumen von Maß- kl.öens. emen halben Scruvel/klar. Suipkur ein halb
lieben/ Klapper-Rosen eines jeden eine halbe Hand voll / Quintl / öslism. Sulpk. änikr., o. Tropffen Dm
kleine Weinbeerlein 2. Loth / zerschneide alles/ und koche Zufluß zur Lungen wollen einige abhalten durch konrsl-es in Maaß Brunnen-Wasser. An statt des orckn». . so man aufjede Achsel ein dergleichen setzet. Wann
ri Trancks kan man ein Decottum von Lwna Wurtz die Schwindsuchtaufden äussersten Grad gestiegen / und
und kleinen Weinbeerlem machen. So der psnencLust nebedem Fieber eineAusdorrung des Leibes/und Beneh.
zu einer Latwergen hat/kan man von folgender an statt mung aller Kraffte sich einfindet/müssen nur solche Mittel
des erstbemeldten OecoÄ. früh und abends eine gute gebraucht werden, welche die Scharffe des Geblüts rem-
Messerspitz voll gebrauchen .Nimm ^nrimcm, cjispko. periren / unter solchen aber verdienet absonderliches Lob
rer. klar. Lulpkur, Krebs-Augen emes zeden emLoth/ die Milch; damit aber solche wegen der dickeren Lor-li-
8pec. visireos 2.Loth / 5yrup von Ehrenpreiß so viel zu kens dem Magen keinen Schaden bringe / muß allzeit
einer Latwergen nöthig. Wann die Husten solte ver- der sechste Theil Brunnen Wasser beygethan werden: es
mehret/ und die Lunge verletzet werden / kan man von sol- seynd zwar einige / so absonderlich die Esels.Miich rüh,
genden Pulver em oder anderhaib Quintl früh und men /weilen aber selbige nicht allenthalben zu haben / so
abends gebrauchen : Nimm änrikeü. l'orer, Schwe- kan die mit Wasser vermengte Küh-Milch ein gleiches
fel-Blumen jedes 1. Qumtl / Gundel-Reben 2. Loth / thun; Man muß aber von selbiger des Tags z. mal einen
Sassran 1. Scrupel. Oder man kan von folgenden guten Trunck thun/ und nichts anders essen/ als was von
Veco6w des Tags 2. oder z.mal emen guten Theil neh- Milch gekocht ist: Letztlich soll man sich von starcker Bewe-
mcn: Nunm geraspelt Sassaftas-Holtz 4. Loth/Lkm«. gung in der Schwindsucht hüten/ingleichen von Wein/
Wurtz 2. Loth / gelbes Santel-Holtz z. Loth / geraspelt starcken purgiren und Aderlassen enthalten.
Daö XV. Zapitei.
St'ltensteEen.
Innhalk. §. z. Das Seitenstechen ist elne sehr gefährliche
^ ^ ^ ^ Kranckheit/ und sterben zum öfftern die ,eniae / welche
fahrliche Kranckheit / was cs für einen Ausganq pflcqe »u AMo geyaiten / lIN0 wewen hingegen
haben/ und wie einem Brust-Geschwar abzuhciffen. L. 4. ienlge gesund/ welche den <odt nahe zu seyn schienen;
Cur. v>»r währender Kranckheit. Absonderlich aber ist ein böses Zeichen / wann bey anhal-tenden Schmertzen/ keine Materie durch die Husten aus,
§- t. geworffen wird/weilen dardurch das Eyter in derHöle
Eitenstechen/?leurit!5, ist eine Entzündung der Brust gesammlet wird / und ein Brust-Geschwac
des Rippenfells / welche ein stechender verursachet/welches/so es innerhalb 40. Tagen nicht auf-
Schmertz in der Seiten / Schwere des gelöset wird / in eine unheilbahre Schwind Sucht sich
Athems / stetiges Fieber/ Kopss-Schmertz / endet. Nachdem also die Materie oder das Eyter sich
vieles Wachen / grosser Durst und truckner bald oder spat zeiget / so wird auch die Kranckheit bald
Husten begleitet/endlich aber wird Blut und Eyter aus- oder spat sich enden/ wann nemlich Eyter/ so leichtist/
geworffen. , und eine gleiche Dünne hat / am vierten Tag durch Hu,
§. 2. JndemeseineEntzundungistsohatesmitder stenausgeworffenwird / so ist Hoffnung/der Kranckheit
Braune/ von welcher wir oben Meldung gethan/ gleiche Ausgang werde am siebenden Tag erfolgen / sihet man
Ursachen/ welche wir also vorbey gehen/ und den geneig- am siebenden Tag erst das Eyter / so wird am vierzehen,
zeu Leser dahin wollen gewiesen haben. den Tag die Kranckheit sich enden / dann diese Zeit über
* F endet