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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Achtes Buch. 59

Pfeifen. In dem dritten Grad / welcher Orrtwpnses be- Liebes - Handel erreget werden. D>e feuchte Engbrüstig-

namferwird; kanderl^cienrgar nicht Zlthem holen / es keit ziehet zum öfftern die Schwindsucht / wie auch die

seye dann / daß er aufrecht stehe oder fitze. Obfchon diefe Wassersucht nach sich. Wann die Engbrüstigkeil ei., al-

^ike<H gemeiniglich von der Säjfre Menge und Zahig- tes Übel ist / fo ist es unmöglich selbige völlig zu curiren/

keil entstehen / fo greiffen sie doch zum öfftern den Men- sondern man muß nur dahin sehen, wie es nioge gelindert

sehen an ohne das einige Menge oder Zähigkeit derselben werden / damit es nicht übler werde/und andere Kranck-

vorhanden/ und wird dcß^ cgcn die Engbrüstigkeit in die Heiken mit sich bringe/ welches abfonderlich geschehen kan/

Feuchte und Trockne abgetheilet. Die Feuchte wird er- wann der psrienc bereits bey Jahren,

kannr / wann über die Husten und das Pfeifen / oder §.s. Die Cur muß so wohl in der trocknen als feuch-

schnarchenden Thon / schleimige Feuchtigkeit ausgeworf- ten Engbrüstigkeit befonders angestellet werden / weilen

fen wird/und befinden sich/die damit behafftet sind/nach die Ursachen unterschieden seyn. Weilen zum öfftern die

einer ftarcken Bewegung und bey Abend-Zeit absonder- Ursach in dem Magen und angrentzenden Gedärmen sich

lich sehr übel / auch wann feuchtes Wetter ist/und find befindet/sokan man sich ein Erbrechen erwecken/und jol-

mehr zur Winter- als Sommers-Zeit damit behaltet, ches fo wohl in feuchten als trocknen Feuchtigkeiten: In

Bey der trocknen Engbrüstigkeit befindet sich einestatige jener müssen ferner solche Arzeneyen gebraucht werden/

Husten/ ohne daß einige Feuchtigkeit ausgeworffen wird/ welche die Feuchtigkeit auflösen und zertheilen / damit es

und nimmt unterweilen das fchwere Athem holen so Über- kan ausgeworffen werden / dergleichen aber seynd fol-

hand/ daß der pacienr ersticken möchte/ das Angesicht gende - Nimm Hysopen« Wasser/ 8cst,iolen-Wasser/

wird roth und die Adern / absonderlich dieimHalß/ Ehrenpreiß-Wasser/eines jeden 2. Loth/^v.^ltkmsr.

schwellen auf. Z.Loth/ Lpirit. iisl.^mmcmisc. l.qv. Ox/mell.

§. z. Diese Kranckheiten entstehen / wann die Aeste !ic. 2. y v. vermenge es; von diesen kan man dem lallen-der Lufftröhren / welche sich durch die gantze Subttzn? der ten früh und abends etliche Löffel-voll geben: Oder manLungen ausbreiten/ und die Blaslein/ aus welchen mei- kan folgendes gebrauchen: Nimm Spanischen Wein 8-sientheils die Lunge bestehet/entweder verstopffet oder zu- Loth/Zimmet-Wasser/Rosen-Wasser/ eines jeden 4.sammengezogen werden / also/ daß der Lufft nicht eindrin- Loth / /^cer. 8czuil!ic. 12. Loth / Syrup von Hyfopen eingen und felbige austteiben kan- Die Verstopffungen halbPfund/ 8pirir. 8ulpkur. ein halb qu. vermenge es.verurfachet der zahe schleim/welcher entweder mildem Oder / nimm /^cer. Llzuüiic. 4. Loth / Zimmer-Wasser/Geblüt / oder mir dem Ki-Ovaffer dahin geführet / und Hyfopen-Wasser eines jeden 2. Loth / Syrup von Hysopdurch die kleine Dr üßlem/ welche unter dem Hautlein/ 1. Loth. Oder nimm etliche Löffel von Rauten - Essig,welches inwendig dieLufftröhren umgibt / liegen / abge- Wann durch diefe Mittel diezahe Feuchtigkeit in etwassondert wird. Und je langer diese zahe Feuchtigkeit in der zertheilet worden/und das Athem-ho.'en nunmehro freyerLu ngen still stehet / und nicht in etwas verdünnert mit dem ist / muß man sich von derselben fernern Gebrauch enthal-Lufft ausgegeben wird / je dicker und zäher wird solche/ ten / weilen das Saure / fo unter dieselbe gemenget/ dieauch nach und nach vermehret / indem das Geblüt täglich Lunge dörffre verletzen. Man solle aber alsdann -. quint.dergleichen zuführet/ und entstehet dardurcb der andere von Spermace Lere, in warmen Bier / oder MandelölGrad der Engbrüstigkeit / bey welchem nicht allein das gebrauchen / welches auch währendem psrvxvlmo ab-Athem-holen sehr verhindert ist / sondern selbiges geschie- sonderlich zu gebrauchen : Oder man kan von folgendenhet auch durch starckes Pfeifen und Roßlen. Und wann Pulver ein halb qu. nehmen : Nimm gepülverte Arons-endlich die meisten und innersten Blaßlein der Lungen ver- Wurtz 8. Loth / Viol-Wurtz 4, Loth / reinen Schwefel/stopffet sind / geschiehet derselben dritte Grad / und zwar gepulvert eines jeden 2. Loth / ^nriKeS. poreriiin der feuchten Engbrüstigkeit. Die Zusammenziehung 4. Loth / Zucker so viel zum angenehmen Geschmack,der Lungen und derselben Bläßlein wird verursacher/ thig/doch kan man eher wenig als viel nehmen/weilen derwann entweder die Mauslein / so zur Ausdehnung und Zucker den Magen verschleimet / dardurch die SpeisenZufammenstrickung der Lungen dienlich seyn/oder die klei- nicht verdauet/ sondern in grobe und zähe Saffte ver-ne Fasern der Nerven / so alle Bläßlein umgeben / scharf- wandelt werden / welche alsdann die Kranckheit vermeb-feundfauere Saffte verletzen/dadurch dieSeelen-Gei- ren. Man kan auch folgendes auf einmal gebrauchen:ster zum starckern Einfluß gezwungen werden / welche Nimm /^mmomsL. i.czv.lvfeesin^cecoZczuil»dann / indem sie die kleine Fafern sehr ausdehnen / selbige ticic. auf/ thue alsdenn hinzu Hysopen-Wasser / Ehren-dardurch um so viel kürtzer machen / daß sie die Lunge und preiß-Wasser eines jeden 2. Loch / Zimmet-Masser 1. qu.derselben Bläßlein zufammenziehen/undalfodenLufftin Syrup vonEhrenpreiß i.Lorh. Endlich soklemandabinerforderter Menge nicht einlassen / und entstehet auf fol- bedacht seyn / wie keine zähe Feuchtigkeit inskünffrige-che Weise die trockne Engbrüstigkeit. ge gezeuget werden / weiches folgender Krauterwein ver-§ 4. ÄZeil durch das Ahem-holen unser Leben er- hindert / indem er den Magen und dessen kermenr jcar-halten wird/so kan die Engbrüstigkeit/die solches verhin- cket / und von schleimichren Säfften befreyet: Nimmdert/nicht ohne Gefahr feyn/abfonderlichso es bereits eine Alant Wurtz 4. Loth / Viol-Wurtz 2. Loth / Zirtwcr emZeit laug angehalten / dann die zahe Feuchtigkeiten / in Loth / Rosmarin/Salben/Hy open / Andorn / jedes eindem sie lang still stehen / die Lunge und derselben Theile Hand-voll/ Pomerantzen - «schalen 2. qu. kleine Wein-verletzen. Die trockne Engbrüstigkeit / so sie öfftcrs den beerlein 2.qu. nachdem alles zerschnitten / schütte etlicheMenfchen überfallet/zeiget an / daß in denen Nerven die Maas guten Wein darzu/ und crincke des Tages etlich-Ursach derFraiß verborgenliege/welche durch Fehler in mal davon: Oder man kan von folgender Latwergen et-Essen und Trincken / und andern Dingen / welche nach liche Messer-Spitzen voll des Tages nehmen: Nimm geiunterschiedlichen Gebrauch die Gesundheit erhalten und pulverte Alant-Wurz 2 Loth/Viol Wurz 1. Loth/Sy-verderben können / leicht ausbrechen kan. Die trockene rup von Ehrenpreiß fo viel zu einer Latwergen nöthig.Engbrüstigkeit wird zum öfftern gleich als die Fraiß / und Letzlich solle man sich von groben Speisen/vielen Essen unddergleichen Aufalle den Menschen von den Eltern anqe- Schlaffen hüten / welches alles Anlaß ;u einem dickenerbet / und überfället den ?2cicnten auch zur gewissen Geblüt/und also auch zu zähen Feuchtigkeiten/als UrsachZeit / kan auch durch Zorn und unmaßigen Gebrauch der der Engbrüstigkeit / giebt.

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