zx Des klugen und Rechts '.verständigen Haus-VatterS
oder es endet sich nach und nach in eine Schwindsucht/ Nuß groß davon bedienen : vcimm ^v,en-
wetcker man doch unterweilen kan fürkommen. Das Wallwurtz - Lonlerv eines jeden 2.Loth/Bil,en-Saa-
Mut-Ausspeyen / so von einer äusserlichen Ursach / als men i. qu. Blutstein / rothe Corallen eines jeden ein halb
Springen / Schreyen und dergleichen entstehet / ist nicht qu. prsepsrirte Krebs Augen i. Scrupel / Syrup von
sogefahrlich/ weilen es nicht allein in keine Schwindsucht rothen Rosen/soviel zu emer Latwergen noch>g. Man
sich endet / sondern auch nicht so leicht wieder kommt/ kan auch / wann nemlich das Blut-Auswerften nicht zu
äleichwiees geschehen pfleget/so die Kranckheit von einer starck/ftuh undabendsnur einqu. pr«p^rnre rothe Eo-
innerlichen Ursach entspringet. rallen/oder soviel von derlei oder
§.4. In der Cur dieser Kranckheit muß nicht allein men. in warmen Bier oder Tvrmenrill-Wajjer nehmen;dabin gesehen werden / wie man den psi-ox/lmum möge ingleichen kan man zum osstern Älen Ro»en - Zucker ge-stillen / sondern auch wie nach Stillung desselben dem brauchen. An statt des Trancks kanman folgenden !->e-Geblüt seineDicke oder Schärffe möge benommen wer- coäi sich bedienen: Nimm Wallwurtz/ Sußhvltz/ Tor»den / damitweder der l>aroxylmu5 wieder komme / noch mentill-Wurtz einesjeden 1 Loth/Ehrenpreiß/Wegtritt/eine Schwindsucht erfolge. Als die Eröffnung der Adern Sinau/ Sanickel eines jeden 1. Handvoll / rothe Rosen/von grosser Menge des Geblüts / welche aus der Auf- Blumen von kleinen Maßlieben eines jeden eine halbeschwellung der Adern/ Röthe des Gesichts/ Unterlassung Hand-voll / rothes Santelholtz 1. Loth / koche es in 4.der Aderlaß kan abgenommen werden / sollte kommen/ Maas Wasser so lang / biß der halbe Theil ewgekochr.kan man alsbalden eine Ader öffnen / um den p-roxys- §. 5. Nachdem durch diese Mittel das Auswerffenmummstillen. Sollteaber dieScharffe oder Zähigkeit gestillet/mußmandahinsehen/wiedasgeronneneBlut/des Geblüts Ursach seyn/ muß solches unterlassen werden/ so m der Lungen verblieben / möge zerrheilet werden / 5a-und kan man an statt dessen entweder die Armen und Füs, mit keine Schwindsucht oder das Blut speyen von neuense starck binden/ oder in ein warm Wasser setzen : Inner- entstehe/solches aber verhindert absonderlich dieGundeklicb kan man auf dreymal folgende X5>xrur gebrauchen: Reben / es seye gleich ein Lonler v .Wasser oder veco.Nimm Wegerich - Wasser / Burgel - Wasser / Nessel- Hum davon gemacht / oder man kan solgendeLanvergenWasser eines jeden 6. Loth / prxpsrirte Krebs-Augen/ gebrauchen: Nimm Gundel-Reben - ^onlerv 4. Loch/
pr «parirte rothe Corallen eines jeden 1. qu. gegrabenes Kreb^.A>m-n/>vnr,»'^^ n>.. ^
Einhorn ein halb qu. l^piaci 4. vr. Klapper- ou
Rofen-Safft l. Loth. Oder man kan von folgenden Pul- dem Geblüt nicht allem Die,es benimt
ver i. qu. mit Wegerich - Wasser/ des Tages 2. oder ? aück ?/me Scharffe / sondern heilet
mal/nachdem es d,e Noth erfordert/gebrauchen: Nimm de ^n man auck diesem En-
Natter -Wurtz/ Tormenrill-Wurtz/zansmn.Ö^con ^uc"r?nekm/n^ von
ro.heCorMn, Lärmen, g.g.^nes und sau-m
ein bald Gran von !.»>>-»»>> rymi, vva man orauu)-n, oo>
kan folgend« Lalwergen gebrauchen / und sich alieM einer öffterS speisen.
Das Xlll. Kapitel.
Engbrüstigkeit.
tsNNhalt. terschieden: Dann der Steckfluß/welcher / tvie wi'rkl/rtz
vorhero vernommen / von gehlingen Stillstehen des Ee-
t » Mas es sen, und wie es von andern Kranckhcitm / die ein blüts in der Lunge entstehet / innerhalb wenig Stunden
' schweres Athem holen verursachen/ zu unterscheid den Garaus machet; die Engbrüstigkeit hingegen nimmt
D-,s-id-° UANN«nicht aUein langsam ihren Anfang, sondern-Kcir, auch
ena'brMq 'keit. L. 4- Ob es ein gefährliche Kranckheit? den psnenten eine geraume Zeit. Die Braune wird
und was es für einen Ausaang pflege zu haben ? 5- 5. Die leicht erkannt/ und von unserm HKcS unterschieden / wei-Sur der feuchten Engbrüstigkeit, h. 6. Der Trocknen. ^ mit Geschwulst in dem Halß Schmertzen und Fie-
- . der vergesellschafftet wird. Bey dem Seitenstechen be-
' findet sich ein Fieber / welches bey der Engbrüstigkeit ab-
»Ngbrüsti 'gkeit / äKkms . ist ein schweres wesend ist. Die ein Brust-Geschwar bey sich Hägen / ein-
^ und verletztes Athem-holenwann nemlich pfinden aufdiefer oder jenen Seiten nur eine Beschwar,
der ?»rienr entweder sehr ossr doch ohne nus- Die Wassersucht/weiche des Zwerchfells freye Be-
Pfeisen / oder mit starcken Keichen und wegung verhindert / und deßwegen ein schweres Athem-
Meisen / oder gar nicht Athem holen kan/ holen verursachet / kanman aus der grossen Ausdehnung
—- es sey dann/ daß er aufrecht stehe oder des Unter-Leibes erkennen. DleMutter-Kranckheit enr-
sike / bev welchen sich gemeiniglich eine Husten befindet/ siehet in dem Unterleib / und befinden sich gemeiniglich
!^t>»,k,-rlick ben Nacht / da der parienr öffters meinet/ bey derselben krampsichte Zusammenzichungen und Be-
^ftecket zu werden. Es seynd zwar noch sehr viel wegungen der Glieder.
k-n welchen sich ein schweres Athem-holen befindet /als /- -- Die Engbruftlgkett hat seine Grad / dann un-
^ Steckfluß / Braune / Seitenstechen / Brustge- terweilei. wird der p^.enr nur gezwungen zum öffrcm
„' ? /Wassersucht / und Mutter-Kranckheit/ weilen Achem -u bolen / ist au.y kein sonderliches Keichen und
aber nicht allein von einer andern Ursach herrüb, Pfei'en darbey / und wird der genennet
/ ändern auch in andern Theilen des Leibes ihren ab- In dem andern Grad / welchen man nennet / ist
s^V-ri cken Sitz haben, als werden sie auch leicht von der bey dem schweren und zum ofttern wiederholten Arhem-
Nnabrüstiakeit / von welcher wir hier handeln / leicht un- holen / siarcke Husten / mgleichen starckee Keichen und. " Pseisen.