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Die Lesfzen beschützen nicht allein 0>e Zayne von dem kel sich von dem innern und untersten <i)elt des ^ mnes/
kalten Lufft / sondern sie sind auch zum Essen / Tnnckm/ biß zu dem Grund des Zungen-Beins / und heisjet das
Ausspeyen und Formirung der Sprach dienlich und nö- Kinn- und Zungen-Beins Paar,
chig. Das fünffte Paar ist das innere Kinn- und Zungen-
§-z. In dem innern Mund befindet sich erstlich der Paar/weil es inwendig von dem Kinne/unter dem Kinn
Gaumen (l^Isrum) als desselben oberer Theil,'seine Fi- und Zungen-Beins,Mäuslein entspringet / und in dem
gur ist gewölbt / und bestehet aus einem sonderlichen Grund des Zungen-Beins eingepflanzet wird.
Fleisch / welches mit vielen Drüßlein begabt ist ; deren §. 6. Der Mäuslein / so zur Zungen gehörrn / sindausführende Gänglein das Häutlein / so den Gaumen/ 4. Paar: Das erste Paar derselben Heisset das Griffel-samt dem gantzen innern Mund/ umgiebet/ gleich einem und Zungen-Paar ( ^ulculi KylvAlolli) weil es von demSieb durchlöcheren. Sein Nutz ist/daß er die Stimm Griffel förmigen Fortsatz entspringet / und wird in dievergrössere und vermehre. In dem hintern Theil des in- Mittel Gegend derselben emgepfiantzt.nern Mundes befindet sich die Enge/so der Rachen (kau. Das andere Paar heisset das Grund- und Zungen-ces) genennet wird ; auf dessen Seiten schwammichte Paar ( Klusculi balioAioili) weil es von dem Grund desDrußlein stehen/ so die Mandeln (lonlil!«) genennet Zungen-Beins ansänget/und sich ebenmäßig zum Mit-werden / welche mit ihrer Feuchtigkeit / so sie von dem Ge- tel der Zungen erstrecket. Das dritte Paar wird genen-blüt absondern / den Schlund und benachbarte Theile be- net das Hörner- und Zungen-Paar (mulculi ceraroglos-feuchten und schlipsserig machen. In der Mitte zwischen k) zieher die Zunge nach den Seiten / erwachset von denden Mandeln hanget das Zapfiein (u vuls.) dessenWe- Hörnern des Zungen-Beins/ und verfuget sich zu densendrüßechtig ist/selbiges aber nutzet zurFormirung der Seiten des Zungen-Paars (mulculi mylogkM) welchesSprach / und verhindert / daß der Lufft nicht zu hefftig in von dem hintern Theil gegen den Backen-Zähnen hnrüh-in die Lunge dringe. ret/wird in die Sennen der Zungen eingepflantzet/ und
§.4. Das fürnehmste Glied in dem innern Mund ist ziehet selbige hinauswärts.di'eZunge; (l-inzus ) diese hat eine ablange und etwas §.7. Die Zunge ist dem Menschen gegeben wordenbreite Figur / hinterwärts ist sie dick und hart / vornen in so wohl wegen det Sprach / als des Geschmacks: Dannd e Runde herum gespitzt. Sie ist an dem untern Kiefer indem der Lufft aus der Lungen ausgegeben und gleich-fest angemacht/und von innen her in der Mitte mit einem fam ausgepreßt wird / treibet solchen dieZunge mit ihrerZaumlein gebunden / ruhet auf dem Zungen-Bein (Os Bewegung / welche nach dem Einfluß der Seelen - Gei-ypsiioicles) und andern Hauptlein der Lufft-Röhre-Das ster/ so die Seele in die Nerven der Zungen einschicket/Zungen-Bein ist zusammen gefügt aus drey kleinen Bein- unterschiedlich ist / an den Gaumen / Zähne / Leffzen undlein / unter welchen das mittelste das grösseste ist / etwas andere benachbarte Ort / und bringet also die Sprachbreit und ausgehölt / dem die andern zwey als Hörner an- herfür. Der Geschmack aber entstehet / wann der Spei-gehäfftet sind. sen geschmackhaffte Theilichen in die Wartzlein der Zun-Die Zunge bestehet ausmusculolenZaserlein so ar- gen/ so von dem Ende der Nerven zusammen gesetzt sind/tig übereinander geleget sind / und wird über die äusserste wie allbereit gedacht worden/ getrieben werden / bewegenHaut noch mit einem dünnen allenthalben durchlöcherten sie die darinn-enthaltene Seelen-Geister; welche dann diePergaments-Hamlcin bekleidet. Sie überkommt zwey ihnen eingedruckte Bewegung biß in das Hirn bringen/Blut-Adern von den ausserlichen Drossel-Adern / welche aus welcher allda die Seele den Sinn des Geschmacksdie Frosch-Adern (vcnx r»mnx) genennet werden/ auch erwecket; und nachdem die Theile der Speisen in ihrer Z i-2.Puls-Avern von denSchlaffPuls Adern. Die Ner- gur unterschieden seynd / bewegen sie auch die Seelen,ven bekommt es von dem sünssren und neunten Paar/wel- Geister auf unterschiedliche Art; woraus dann der Un-che mit ihren vielfaltigen Aesten sich nicht nur durch die terfcheid des Geschmacks entstehet. Damit aber die Tkagantze Zunge zertheilen / sondern auch noch über dieselbe le desto besser und in grösserer Menge in die Wartzleinsich erstrecken / und in unterschiedliche kleine Wärtzlein en- mögen getrieben werden / müssen vorhero die Speisendigen / so in die Löcher des andern Pergament-Hautleins klein gemacht werden / welches durch die Zähne und denaufsteigen- Speichel geschiehet: Der Speichel wird durch besondere§.5. Die schnelle Bewegung der Zungen kommt Drüßen/ deren diegrössereunter derZunge/undbey denvon Herftiben mulculosen SuKkanr und den Mäuslein/ Ohren liegen / die kleinere aber sich allenthalben unter dermit welchen sie versehen ist ; es sind aber die Mäußlein Haut / so den Mund inwendig umgieber / befinden / ab-theils des Zungen-Beins eigen / theils gehören eigentlich gesondert / und durch die Gän^e / so von gemeldten Drü-zur Zungen. Jener seynd s. Paar; das erste steiget rechts- sen abgehen/in den Mund gesuhret.wegs auswärts zu dem Grund des Zungen - Beins / ent- /, 6. Die Zähne / welches kleine und sehr harte Bei-sprmget von der äussersten und oberstenGegenddesBrust- nesind/ stecken in ihren Grüblein/so sich in den KiefernBeiNs/ziehet die Zunge hinunter/und wird das Brust- befinden / und bekommen Puls-Blut- und Spann-und Zungen-Bems Paar genennet. Adern / deren letzter in das dünne Beinhautlein / wel-Das andere Paar ziehet schlemm abwärts / entsteh ches die Wurtzel der Zahne inwendig bekkidet / gehen/het von dem obernTheildesSchulrerblats/bey dem söge- und den Zahnen die Empfindlichkeit mittheilen: An dernannten Rabenschnabel / und erstrecket sich zu den Seiten Zahl sind bey den Weibern 14. in Männern gememig-des Zungen-Beins / daher Heisset es das Rabenschnabels lich 1 f. oder 16. in jedem Kinnbacken; sie werden unter«und Zungen-Beins Paar. . schieden in zerlegende oder Schauffel-Zähne (äenres in-Das dritte Paar ziehet schlemm aufwärts/entstehet cilores) Hunds- oder Augen-Zähne (Genres csnini)mit einem länglicht-runden Bauch von dem äussersten zermalmende (ciences molares) und die Witz-Zahne/Theil des Griffel förmigen Fortsatzes / und reichet biß zu welche letztere so genennet werden / weilen sie össtersden Hörnern des Zungen-Beins/ wird genannt das Grif- erst in mannlichem Alter hersür-fel- und Hörner-Paar. kommen-Das vierte Paar / welches aufwärts ziehet / erstre?
Das