Achtes Buch.
Das XXU. Kapitel.
Bon den Ohren.
Innhalt. schmack der Gallen sehr ahnlich scheinet; desselb-n Nuß
^ ^ 'st/daß es mit seiner Zahe die kleine Mücklein oder ande-
innern Ohrs/und wie das Gehör entstehe. ^ ^ das innere O>)r kommen mögen/ oder so
jie jich allbereits eingedrungen / durch seine Bitterkeit
§. i. todte.
. > - ^ ^ §.?. Die Trommel (lympsnum) ist einelänq«FMjiDMK^As Qhr (^uns) wird abgetheilet in das licht-runde Hole / über welche ein subtil Hautlein ausa?--äuffereundinnere;ienes bestchet aus ei« spannetist/aufwel6)erdasHammerlein(m»l!eus)liat/halb-Circul-rundenKro pelvon oben/ dessen dickere Theil oder das Köpflein mit den: Beinlein/von unten aber dem Lapplem; Seme Ge- so der Amboß (Incus) genennet wird / vereiniaet ist; derfaße kommen von den Halß-Adern / und Amboß endiget sich in 2.kleine Ansatz / deren der kürtzere2. Nerven vom andern Paar des Ruck- aus dem schuppichten Bein lieget / der längere aber wirdgrad-Marcks. Die Hügel und Unebenen / so m Vielem durch ein subril Band oder Sennen / dem dritten Bein-aussern Ohr gesehen werden / heissen von wegen ihrer Ge- lein / welches wegen seiner Figur der Stegreiff? 8czpts)stalt oder Beugung erstlich der krumme Ohren-Kreiß genennet wird / angehafftet; des Sregreiffs Grund iststtelix ) welcher den äussersten Rand des Oehrle,nSbe- eben und Eyer förmige Fcnsteikin oder ^öchlein rechtzeichnet; Demnach das SMlein (^nrtielix ) welches dardurch könne bedecket werden. Das vierte ^einlein/inwendig / und dem ersten entgegengesetzt. Das erHabe- so das Runde heilet / wird durch eine subtile Sennenne Stücklein / welches gegen die Schlaffe zu / daran ge- dem Stegreiff / wo er mit dem Amboß vcremiqet ist / an-setzet / und mit Haaren besprenget ist / wird der Bock gehafftet. Nach diesen vierBeinle n ist dieandereHöle( l'l-uzus) und das ihme entgegen gefetzte / der Geg^en- des innern Ohrs zu betrachten / welche sich in dem Felsich-Bock (^nricrsZu5) genennet. Das Oehrlem oder aus- ten Bein sich befindet-und den Irzgang(^kvrinckum-zere Ohr hat drey Höhlet?. Die erste i,t inwendig/ und samt dem Schnecken (Lockig) in sich hält/ in wel-)eisset des Gehörgangs-Vorho>. Die andere ist um die- chi..,, unmittelbar das Gehör geschiehet / weilen durche herumgezogen / und wird genannt die Mujchel oder selbige der Gehörnerven ausgebreitet ist. Dann wannSchaalen. Die dritte ist zwischen dem krummen Ohren- der Thon / so sich durch die Lujft auskehret / von dem aus-Zug / und dem Schifflein enthalten / und heisset der Ra- ftrn Ohr in das innere durch den Gehör Gang gebrachtchens-Canal. ^ ^ ^ ^ worden / erschüttert er das Trommel-Hautlein / dar-Der Nutz des aussern Ohrs ist / daß es den Thon durch nicht allein der Luffc / so sich in der Hole der Trom-ausfange / denzelben durch seine Hohlen und.^iigcm ver- inel durc!) einen besondern Gang / der sich aus dem Mundmehre / und durch den Gehor-Gangm das Ohr treibe. biß dahin erstrecket / sammlet / beweget wird / sondern es§. 2. Der Gchor-Gang (zuä.cvr, u;) wel- werden auch die 4. Beinlein erschüttet welche selbiae Be-cher im Anfang krosplicht/ hernach aber bemern ist / er- wegung durch das Eyer-förmige Löchlein dem in demstrecket sich von der Schaalen des äußern Oyrs jchiem- Zugang und Schnecken enthaltenen Lufft mittheilen/ da«mes Wegs biß an die Trommel; inwendig ist er nut einer mit es von selbigem den Nerven und den darinn enthalte«von vielen Drüßlein zusammen gesetzten Haut bekleidet/ nen Seelen-Geistern aüenthglbenemgedruckt könne wer-durch welche das Ohrenschmaltz ( Krumen) abgesondert den-wird / welches mit seiner gelben Färb und bittern Ge-
Das XXIN. Capitel,
Bon den Beinen des Haupts.
§. 2. Der Gebeine der Hirnschale werden acht ge-zedlet: Das Stirn-Bein (Os Komis, ) zwey Vor-kaupts-Gebein (Oils lmcipicis,) das Hinterhaupt«Bein <v5occipiri5.) zwey Schlaff Gebeine (»l!»remporum») das Keil-Bein und das Sieb-Bein. Die-se Beine werden vornen mit derKrantz Naar (8umracoronzii) von hinten mit der l.ambcjz.förmigen Naat8urura I.smb6»i6es, ) in Mitten aber mit der Pfeil»Naat/und zu den Seiten mit den EchuppemsörmigenFugen <5ururis squzm>.li8) untereinander angehafftet.An dem Ort da die Pfeil-Fugen (Surura l'z^rcaiis) andie Krantz-Naat sich endiget / (welche Naat offt dieStirn in zwey Theile theilet/ bey den Kindern aber jezuweilen selbiae biß an die Nasen spaltet / ) beobachtetman in den Kindern dieRauten-förmigeOeffnung oderFontanellen (^amznellz,) welche machet/ daß derKcvfdes Kindes in der Geburt nachgeben kam Das Stirn-
Beiü
Innhalt.
h. t. Die Hirnschale. §.2. Die unterschiedliche Beine? aus wel«chen die Hirnschale zusammen aeletzetist/ ab?onderlich aberdas Stirn Bein. h.z. DesVorlZaut^Gedeinc. ö, 4- DasHinterhaupt Bei!?. Die Schlaff-^ebeinc. ^.6. DasKeil-Bcin. ^.7. DasSieb-Bcm. 'S. Die Gebe,ne desobern KieferS.
F. 1.
Gebeine des Haupts werden entwederdem Kinnbacken oder aber der Hirnscha-len zugeschrieben. Die Hirnschale (Lra-nium ) ist einTheil des beinern Haupts/welcher gleich einem Helm das Hirn be-schützet. Ihr Wesen bestehet aus einemdoppelten Blat / zwischen welchen eine schwammichteMaterie / die viel kleine Flcisch-Drüßlein in sich behalt/und mit vielen Puls-Adern durchwebet ist / lieget.