2o Des kluqenlund RecbtS-verständigen Haus Vatters
innern Drossel Ader. Gleicher Weiß ist es auch mit den ret / der Augen Regenbogen (iris) geheissen ; in derPuls - Adern bewandt; dann die auswendige derselben Mitte hat es ein Loch / welches der Augapfel / oder Sternrühren her von den ausserlichen Aesten der Schiaff-Puls- im Aug (pupills) genennet wird / dessen Umkreis durchAdern / die inwendige werden von der innern Schlaff- das Wimper-förmigeBand ( l.jgzmenrum cilisre) soBuls-Ader mitgetheilet. von den Fasern / ausweichen der Regenbogen bestehet/§. s. Es sind zweyerley Spann-Adern in den Augen gemacht wird/ an das Hvrchäutlem schafftet wird; vonzu beobachten / einige dienenzum L5inn/ einigezur Bewe- bannen erstrecken sich dieAäserlein/ so das gedachte Wim-gung; jene kommen von der Gesichts-Spann-Ader/und per förmige Band machen / biß zu der Crystallinifchenmachen das Netz-sörmige Hautlein; diese gehen zu denen Feuchtigkeit / welche selbige bald näher ^u den Augapfel/Mausen der Augen / in welche sie vielfältig zertheilet wer- bald weiter von demselben bringen / nachdem nemlich dieden. Sachen / so sollen gesehen werden, entweder weit entfer-§. 6. In dem Aug des Menschen befinden sich 6. net sind / oder sich in der Nahe befinden. Das übrige undMauslein / welche die Augen bewegen / zwischen jedem grössere Theil des Trauben-Häutleins umgieber den hin-über ist eine ziemliche Feiste/ damit sie desto leichter bewe- lern Theil und die Seiten der Augen/undisi allenthalbenget werden: Das erste Mauslein hebet das Aug in die an das harte Hautlein angehäfftet/ und wird das Ader-Höhe : Das andere drucket das Auge nieder; Das drit- Hautlein (-^koricicies) geheissen. Das dritte Hautleinte ziehet es gerad zu nach dem innern Winckel: Das vier- Heisset das Netz-Häutlein (kerins.) ist nichts anders alste führet das Aug ab / nach der Seite gegen den Ohren; das Marck des Gesicht-Nervens/welches über die Feuch-Diefe vier Mäuse sind fast gleich groß und dick / nehmen tigkeit sich austheilet / und zu dem Wimper svmngenihren Anfang von der innern Augenleise/ um die Gegend Band sicherstrecket. Das vierte Häutlein umgubr diedes grossen Lochs / dadurch die Spann-Ader gehet/ und crystallinene Feuchtigkeit / und hat den Namen einererstrecken sich unter dem angewachsenen Häutlein / biß Spinnwebe (Kranes.) Das sünsste und letzte HäuNemzu dem Horn -Hautlein. Der schlemmen Mauslein sind istdasg!aserne(virrea,)weilen esdieglaserneFeuchttü-zwey: daskleinsteundunterstederselbigenentspringetvon keit umgiebet/undistdasallerdünncste.der untersten Gegendlder Augenleise / und steiget schlem- §. 9. Die Feuchtigkeiten der Augen sind drey/ nem--mes Wegs aufwärts nach dem äussern Winckel der Au-- lich die wässerige/krystallinische und gläserne: Die Wie-genlieder / da es mit einem kurtzen Haarwachs eingepflan- rige (Klumor sczueus) ist die vorderste zwischen der Horn-;et wird / und ziehet das Aug schlemm abwärts nach dem Haut und den vorderen Theil der crystallinifchen enthal-äussern Winckel. Das grössere/ längere und oberste nim- ten ; sie ist in keine besondere Haut eingeschlossen / damitmet seinen Anfang mit dem dritten rechten Mauslein/ es der Hortt-Haut eine rechte Runde möge zuwegen brin-und nachdem es allgemach dünne worden / ziehet es sich gen. Die crystallinisAe Feuchtigkeit ( rlumor cr^ttslli-bey dem innern Augen - Winckel durch die krospelichte nus) ist wie ein hellglänzender Knopf/ etwas hart/ und lie-Wellen / und gehet gleichfalls scblemmes Wegs in der get in der Mitte des Augs; vornen gegen der Hornhautobern Gegend des Auges fort/biß es sich bey dem Ende oder den Augapfel ist diese Feuchngreit nach Art einer Lin-des Haarwachses des untersten kleinen Mäuöleins en- sen rund und etwas eingebogen: An dem hindern Theildet. aber / weicher in der Höle der gläsern Feuchtigkeit lieget/
§. 7. Die Haut/ so das Aug umfassen / sind gemeine ist sie als ein Kugel,
und sonderbare. Die erste unter den gemeinen ist die an- Dieglaserne Feuchtigkeit (Kumorvirreus) ist viel
gewachsene 5s6r,sca) welche von dem Oberbein Haut- grösser als die andern beyde/und gleichet an Beschaffen-
lein der Hirnschalen entspringet und das Horn-Häutlein heit des Wesens einem geschmoltzcnen Glase. Es nimmt
von aussen allenthalben umgibt / ausgenommen wo der den ganzen übrigen Raum des Augs ein / von hinten zu/
Augapfel unterlieget / und wird insgemein das Weiße und in den Seiten ist sie rund / vornen aber/ da die crystal-
im Äug genennet. Die andere Heisset die ungenannte/und linische Feuchtigkeit lieget / etwas mwgehölt.
ist nichts anders als eine Ausdehnung der Haarwachsen/ §. ic>. Die Verrichtung der Augen ist Sehen/und
obgedachter rechten Augen - Mäuslein biß zum Regen- geschiehet solches also: Die Stralen und Gestalt des vor
bogen oder Umkreiß des Äornhäutleins. , Augen schwebenden Bildes kommen zu allen Seiten
§. 8. Die erste unter den sonderbaren Hauten der durch die Horn-Haut / durchdringen durch die wasserige
Augen wird genennet von hinten die Harte (8clerotics ) Feuchtigkeit / und werden in der crystal/imschen gesamm-
von vornen die Hornhaut (Lornea) weil es ein durchsich- let/und indem sie aus dieser alle Fasern Netz-förmi-
tig gebogen dünn Horn abbildet. Das andere Augen- gen Haut bestrahlen / reprzelenriren sie das Bild an der,
Häutlein Heisset von vornen das Traubenhäutlein (u ves) selben Wanden. Die Geister aber/ welche allenthalben
weil es wie einTrauben-Beer gefarbet ist mit mancherley in dem Netz aufpassen / nehmen die Gestalt in sich / und
Färb /und fürnemlick innerlich miteiner fchwartzen Ruß- überbringen solche durch denGesichts-Nerven dem
Färb; Der Theil desselben/ welcher durch das Hornhaut- Hirn / da dann die Seele urtheilet/
lein scheinet/ wird wegen vielen Farben/damit es gezie- was sie gesehen habe.
-O-ZZ-HZ—H-Acht-.
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