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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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914
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ys4 Des klugen und Rechts ver ständi gen Haus-VatterS

d^nKvhlen oder Feuer-Flammengleich seyn. Daher be- Die besten unter diesen sind/ welche dunctel oder aufroch

sehen wir nun die andere Farbe/und die hitzige oder Cho- fallen; die schlimmsten sind die mattfarbigen / und deren

Wische Lomplex-on. Aus ihrer Vermischung entstehet Färb sich auf die Bleiche neiget,der Unterschied unter Recht-Füchsen / Schweiß- oder Was Goldbraun/ hat zwar bey schwachen Sam-

Dunckeln-Füchsen/ Roth Füchsen und Licht-Füchsen. meten- oder gesticktem Pferde-Seug/ ein prächtiges An-

Die erste Art ist der Recht-Füchse / und wird nur die sehen/aber die Pferde sind hitzig und zornig/daher sie ba d

Bauren-Art genennt/ weil fast alle Bamen-Pferde die- abzumatten sind. Kirschen- oder Weichselblaun sind

se Farbe haben. Sogemein nun der Name Harms und auch Cholerisch und hitzig/ und das desto mehr/ je nähe- sie

GeorgunterdemLand-Volck / so gemein sind in ihren derFarbevonunzemgm Weichsel« tretten. Mitdenen

Srällenauchdie Recht-Füchse. JhreFarb ist etwas Castanien-braunenhältmansamliebsten,dunckler als der Licht-Füchse/von weichen wir zuletzt /in Die Dunckeibrauncn/wann sie gespiegelt / sodaß

dieser andern Färb / reden werden- Diese Art ist hitzig die Spiegel/ ein jeder von den andern abgesondert / kön-

und freudig /aber aufgar kmtze Zeit/und unter den un- nen gezehltwerden/sind billich zu loben. So auch/wann

aufhörlichen Srappazzen derFeld-Arbeit verlischt offt ihr sie um die Schenckel/ hinten bey dem Geschröt /und bey

Muth dergestalt/ daß man gar nichts feuriges mehr an denen vördern Füssen / über das auch in den Langken oder

ihnen finden kan. Mit einem Wort / ihre gute Be- Dünnen/um dasMaul und die Augen Lichtbraun sind/

schaffenheit ist so flüchtig als ihr Element. hat man sich was Gutes zu ihnen zu versehen. Was aber

Nach diesen gehen wir fort / auf die Schweiß- und fahl/ das wird für faul geachtet.

Duncklen-Füchse- Und weil dieses dunckel-rotb vieler- ^ F. s. Nun ist unter denen Haubt-Farben noch

ley Schattirung leidet / so sind auch die Schweiß Füchse ubrigdiegraueoderweisseFarb welcheeinAnzeicken der

unterschiedlich. Ins gemein läßt man für eine Regel wässerichten / oder/ feucht und kalten Vermischung ist.

gelten: dunckler der Fuchs/ je besilr. Allein wie Etliche wollen gar nichts von diesen halten ; doch wider-

es sonsten immer auch in andern Sachen gehet / so spricht ihnen die alltäglicheErsahrung/daß doch bißwei-

erfahrt man es auch in dieser Fabrt. Es gibt gar wenig len noch sehr geistig-und wenig Wasser-artige Pferde un»

rechte Schweiß- oder Purpursärbige Füchse / und also ter ihnen gesunden werden. Herr Löhneisen psz. 192.

auch wenig der besten. im vierten Buch stimmt auch mir ein / und heist die Farbe

Die dritten werden Roth-Füchse genennt / sind gut bezeuget dabey/daß sie gar vielgure rösche / freudige

aber/so ein schönes Ansehen sie sonsten haben/ gar rar/ Pserdegebe; doch seyen sie in ihrer Natur viel thätiger

und haben im übrigen die gemeine Eigenschaffren der seu- und sittsamer als die Braunen. Gleichwie nun diese Färb

rigen Thier. auch ihre Grad hat: a-so werden sie eingetheilt in d-e 1.

Die vierten sind die Licht-Füchse/ haben theils einen Schnee weisen / die man für die allerbesten schätze:/ wann

weissen Schopff und Schwantz /und Mahne aber was sonderlich dieses noch darzu kommt / daß sie schöne Brau-

den übrigen Leib anlangt / sind sie roth; theils aber sind ne/ oder schwachlichte Augen / auch schwaches Geschröt

dem Leibe nach also unterschiede/daß etliche l/echter etliche unt>Huf haben. Es recommencliren sie noch mehr die

dunckler roth sind. In beyderley ist nichts rares/weil hin und wieder an der Haut befindliche schwache Flecken;

selten ein grosser Stall / da nicht ein solcher Licht-Fuchs welche aber nicht viel Gutes zeugen / wann sie sich an den

entweder von der ersten oder andern Art vorhanden seyn Haaren oder unter dem Sattel befinden. Fürs andere

soite. Alle diese Füchse sind verzagt und weiche Pser- sind es Schimmel/welche etwas von der weisen Färb ab-

de/die/wieeine vom Wind getriebene Flamme/mit ihrer weichen/und demdunckeln naher kommen. Die dritte

Güte und schlimmen EigensHasst' hin und her wancken. Art sticht auf Milchfarbe. Bey dene sucht man nicht viel

Insgemein eignet man ihnen zu/daß sie hitzig freudig und Gutes noch Tauerhafftes. Die an den Augen/ in den

zornig / aber alles auf kurtze Zeit/wie eine fliegende Hitze/ Haaren/um dasMaul und Geschröt schwartz-fleckichl/

seyen. Endlich sind sie weich / und haben schlechten Lust sind noch weniger nütze. Im übrigen hielten ö/eHeiden

eine lange Arbeit auszustehen. Und ausder Reit Schul sehr viel von weissen Pferden. Sie wehieren selbige

erfordern sie die behutsamste Unterweisung/wann sie nicht ihren Göttern / und schätzten die weisse Färb an ihnen für

über einen Haussen geworssen werden sollen. ein Bild der Reinigkeit/des Glücke und der Sanfftmut.

§.4. Äie dritte Haubt-Farb ist die Braune. Ihre Ihre Triumph-Pferde musten weiß/Mchwie auch die

domplexioo Sanguinisch /feucht und hitzig. Die Pferde Ochsen/welche ein angehender Nathsmeister^oviLspi.

sind tauerhafft / behertzt und freudig / wie 8snZuinische rolmo geopffert/ seyn.

Leute. Und gleichwie sie einen sattsamen Überfluß des Und soviel von denen4. Haubtsarben/ der Rappen/

Geblütes haben/ so anthen sie das Abzapffen des Blutes der Füchse/ der Braunen und der Schimmel. Weil aber

nicht so bald/ als andere Pferde. An Hurtig- und Ge- ausser diesen noch vielerley gemengte Farben/ welche man

schwindigkeit thut es ihnen keine Färb bevor. Jhr Lauffen unter diese nicht zu zehien pflegt/ fürkommen/so wollen wie

ist flüchtig und stet / und ihr Kopff / so zu reden / aller auch diese besehen / und vorlauffig mercken / daß diese

Pferd-Schulen gar fähig. Je dunckler nun das Brau« Haubt-Regul gelte 5 Die Farbe welche bey den Pferde

ne/je mehr wird man erstermelde Beschaffenheiten an dem vorsticht und pr?ric>min?rt/ deren Lomplexioo müssen

Pferd in der Thaterfinden. Weil nun auch diese Färb sie beygzehlet werden. Wann ein Pferd von allen Ele,

sich verhöbet oder verliesset nach der unterschiedlichen menten in gebührender Proportion etwas hat/so mag

Schattirung/so finden wir die Braunen/der Farbe nach/ man kühnlich dafür ballen / daß es gut und der Vollkom-eingetheilt indie Dunckelbraune/ und Lichrbraune. Die menheit am nächsten sey. Und diese vielfarbigeDunckelbraune hat ihre Affterrheilung/ wann man sagt / Pferde sind auch in zweyerley Haupt-sie seyen entweder 1. Schwachbraune / oder 2. recht Farben eingetheilt.

Dunckelbraune/ z. Weichsel- oder Kirschenbraune/und ^

4. Castanienbraune.

Die Lichtbraune laßt sich auch Nachtheilen in die r.

Mittelbraune. 2. Die weisse und grosse Meicbnun.sen. z. Die Asbelharige. 4. Die recht Lchtbraune-