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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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823
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Viertes Buch. 82z

Geheimnus darhinder zusinden vermeinten. Daher es e.nemTev/keÄ^ K^er / und siosse es zu

auch mir sonderbaren Ceremonien von den Eichen abge- so stössMch das ^ man es ferner /

KMenoderabgehauen wurde. Doch es wirdsichder W n ^ mdm

Mühe wol verlohnen / wann wir die gantze Sach aus des ick da. ^ kostbar nicht / und ehe

1>iioiiMem Capitel seines sechsten Buchs deutlich eriek- i ^ ^ , . ^ und so viel Mühe auf mich

,m - D>- P-i-st-r dtt G-I°w >md die W-Nr U s? «b-n »l,»-K»utzer A

Druydcn ( schreibeter) halten nichts so hoch und heilia/ ^ dochzu machen weisen wol-

alsdieMistel/samt seinem Baum / der Eichen Dann dock keinenKramer hab n-aber

s.esindinderMeinung/daßalles/wasausihren^ Nni? cZI kehren kan / machen

ten Eich-Baumen wachset/ vom Himmel herab gesendet von^ Alten eine artliche Kabel hier,

stünde feiner / wann sie sich auf die grünen Baume b^ben/ und auf den Aesten derselben chre Nesidentz auf-schlagen würde : Dann da seye es viel lieblicher und an-

der Eichen antreffen/so begehren siedesselbigen mit son-derbarer inniglicher Andacht. Vor allen Dingen wirdhierzu der sechste Tag nach den Neumond erwartet:

Wann nun dieser einfallt / so stellen sie ein besonderes muthiger/sonderlich im Frühling und Sommer. HierzuOpffer-Fch an / und halten eine Mah ze.t unter dem- nun zeigten sie dem Käutzlein eine schöne junge Eyche/wel-selben Baum / auf weichen der Mistel »st. Hernach che artlich aufschossete/auf deren/ihremVorgeben nach/suchen sie zween Schnee-weisse Ochsen aus / die auf das Käutzlein gar weich und sanffr sitzen / und sein Nestihren Hornern noch kem Joch getragen. Der Pne- dahin machenkönnte. DasKautzlein abersagte rund :ster aber zieht unterdessen eingantz weisses Kleid an/steigt Nein darzu Ja es gab denen andernVögeln insgemeinalso auf die Gchen / und hauet mit einem güldenen den Rath/sie solten sich den grünenBäumen nicht garSchnitzer den Mistel ab/ den er m einen weissen Gewand zu viel vertrauen: dann sie würden etwan nock) solche Mi-auffangt und empfahet. Darauf wird das Opffer ge- stell? tragen/die ihnen allen zu grossem Schaden gereichenschlachtet/ und öffentliche (^ebcl^ zu G^-ttgethan/ d.?ß lonnten. Allein die andern Vogel schlugen den weüener solche Mistel > als sein Ge chenck und Gabe / segnen Rath des verstandigen Kautzleins in den Windend ver-welke / damit sie ihnen mit heilsamen Gluck möge nützlich höhneten es auf das allerschimpfflichste. Nun wa-5 ae-underspneßlich seyn/alsdeneneresverliehenund mirge- ,chicht? Vorgedachte Eyche/ welche dieVögel aelokttheilet hatte. Also haben dieseVolcker/auch offtermals hatten , wüchse auf/wardgroß / und breitete ihre Arst-an nicht gar wichtigen und geringen Dingen / so grossen ziemlich aus: Wie diese nun anfiengen grünes Laub zu ae-^lderglauden/ nach Art des gemeinen Volcks / auch un- winnen / flogen die Vögel Hauffen-weiß / faßten sich auflerdenenso genennten Christen / erwiesen. Das obige dieschönen Zweige/Hupffeten undsprunaen/lichteten undhaben wir aus dem eimw gezogen: sungen / und trieben allen Muthwillen nach ihrer Wol«

§. 4. Allem wir muffen nun die Ursach besehen / de- lust. Unterdessen hatte nun dieser aufgewachsene Eych-rentwegen sie dieses alles gethan haben. Dann sie eigne- bäum auch Mistel gebracht. Wie nun die Leute dieses inten diesem Gewächse wundersame Tugenden zu / und Acht nahmen/gebrauchten sie sich der Mistel/und stelle-glaubten/daß es eine Krassr hatte dem Gtffr zuwiderste- ten denen Vögel darmit: Da nun die armen Vöael Ichhen /und daß es alle die jemge fruchtbar macke / die es im ,'m Leim verwickelt befanden/ da kam sie erst die Reu/ aberTrincken gebrauchten. Wie dann auch viel wieerstge- etwas zu spat/an. ltnd daher/sagt man-geschehe es noch/dackt unter den Christen solchen abergläubischen Dingen daß/ wann alle die andern Vollem eine Eule sehen / soStatt und Platz geben / die deßwegen ihren Kindern und fliehen sie Hauffen-weiß zu/grüssen dieselbe / aeben ihr dasEauglingendieHöltzleinoderGliedlemvonderEychem Geleit/wosiehinfleugt/fliegen um dieselbe her/und se-Misiel an den Halß hencken / damit sie für aller Zaubere» tzen sich zu ihr/als waun sie sich noch immerzu über ihrenunddenTeuffe s Gespenstern/sur Ohnholden und bösen aetreuen Rath verwunderten/und etwas nützliches vonWeibern/ mochten sicher seyn. Allein dieses sind lau- ,hx lernen wolten.ter Tugenden/die sich in dem ordentlichen Gebrauch nichtfinden. Dieses aber ist wahr/daß er erwarme/erweiche/an sichpche/ und den Nieren/ Wunden und Geschwa-ren diene. Seine Beerlein sind nicht gifftig / wie einigedar für gehalten / können ohne einigen Schaden den Leu-

dap. 2l.F. 1.

ten eingehen / und selbige mit purgirctwerden. Auf SMOtt dem «yckbaum und ihren drücke-«/c em ^and auch die '-v auers-Leute dieses als^ihre M Mist bey dem funffeen Capitel dt'ests Suchs ge-

kieöicm, wannsiebeydenNiederkommendendieNach- ^^handelt worden: Hier wollen wir nur dieses el-

Geburr befördern wollen/so kochen sie solche/und geben nige noch mit anhangen/daß wann ein hautger LVald

es so wol ihrenWeibern/ als den Kühen im gleichem Zu, verkaufst worden / die jenige Eycheln und ander wildes

fall ein. Obs/ so vor der Fallung der Baum abgefallen / nicht mit

/. s. Aus denen Beerlein und demMistel-Holtz pfle- darunter begriffen / sondern nur diese Frucht hierunter

getman den Vogel-Leim zu machen. Etliche lassen das zu verstehen seyn/ die zu der Zeit/da der Wald gehauen

Mistel-Holtzs.oder 6. Wochen im Wasser faulen und wird/noch auf den Baum gewesen/als welcher allein der

flössen es alsdann im zinnernen Mörser wol; hernach wa- Kauffersich anzumaffen hat. v. l. 80. § 2. ff. L. L. V.

schen sie es/und geben ihm einen Zusatz mit Hartz und Oel. Se kauk. Lon s. 455. pro zersrio. Übrigens ist bey diesem

Andere beitzen nur die Misiel-Beere im Wasser / und Capitel auch diß zu merck s/daß man keine Baum/von der

Mistel