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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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822
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822 D esklliMlittd Rech^ verstündiqeli Haus Va tterS

Haushairen giebt es al/erhaiid Werckzeug / man die Flöhe lebendig darniit vertreiben könne / dann

Tragen/ Kai ren/ 5aitern / Handhaben/ Stangen / 3ve- als mich einesmals dieses ^Inaeziefer in meiner lammet

ch-n, und d.rg>-,chm Jnst-umm«n. Wo d.c Slüss- h-ff>ig lch B'citt-r/

grosse Stucke von dm Wiesen oder denen Feldern weg- noch feucht und kläberichr waren/ früh Morgens von de.»

^ ! ^6en-.Alttel I. msur. ^a es Erlen abbrechen / in meine Kammer streuen / und eineist so nutzlich daß es auch die Amden/das Laub und die Stund ohngesehr darinnen liegen. Weil ich nun ver-KnOen n.cht umsonst/und vergebens tragen will. Dann muthete / daß sich unterdessen die meinste Flöh an diesedie Rinden gebrauchen d.eHurmacher zu der schwartzen grüne Blatter / aufweiche sie gerne bupffen / werden an-färbe/und d,e Leder-Farbec zu ihrer Handthmung. gehanget haben/und daran bekleben blieben seyn/^DieKnospen werden/ wegen der guten schwartzen Farbe/ den Plunder miteinander nehmen/ und in das Masterdie sie gleichesgeben/und mwe.chedas emenTuchge- werssen/ und alsobald hatte ich feine Ruhe. l>loda-tunckt/und also gefarbt wird/hoch gehalten. Die fw rum ett.schen Blatter aber suchen die zu Fuß reifende fleissg auf; ^dieweil sie unter die blossen Sohlen der Füssegeleaet/viel ^

Müdigkeit herausziehen/und die Hitze und Entzündung ^ c

mildern sollen / wie Kiyiius dieses alles in seinem ttorro Venedig, zc.

ekiloll im ?4. Capitel vorgegeben. Doch das beste hatte derVenetmner bauen in daslNeer / und

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den wimmern und Schlaff-Kammern der ^ungfern und s^cul lur voc. Venedig, tc. ve»l. Veneros nua.

»«Erfahrung,daß

Das XXI. Kapitel.

Bon den Misteln.

^ dancken/ ob nicht etwandieBeerlein den Vögeln zu hart

^NNya». / daß sie solche niche gantz verdauen konnten? und

. n,a..k welchen man sie finden kan. Werden beschrie. ob nicht/wanndiefeVögel diegefttsseneundunverdaut

^ ? 2 M.st?l rühren Nicht he. von dem K°ti) der V°. Beer/ in welchen der Saamen noch stecket/ von sich wie-

!?' ursa'ch/ warum es nicht ,eyn könne. W'rd gew'csen ^ schmeissen / und es aufdie Aeste der vor genannten

Lse! U?,und erläutert, h. z. Erz-bung -s Werths ^.^'/f^en lassen / aus dem Koch andere und neue

den die Druvden da^ u ^ ^ Misteln wachsen sollten? Dieser liebe Einfall gefiel ihnen

Riff! und G. spcnster dl -uen. W.r. aber verworffen: hin. gisobald so wol/ daß sie sich hauffig drein verliebten / und

An d?5 «chke Gebrauch gew.e.n E-m- Beer.e.n smd wcnhasstige caut.ln frey und sicher

mcht Mig. ?. Wie Böget Leim zu machen. ^.m Fad ^lten liessen. Daher entstünde das gemeine Sprichwort:davon. Der Mistler oder KrammetS-Vogel schmeist sich sein ei-

§. i. genes Verderben, ^urcluslitzjmslumcscsc. Weilauii

lein auf den^ichenbauimn/ a Sprichwörtern unwider«

doch von andern Baumm nuh h ^ sprechliche Warheiten machen; iel) glaube nichtalles/waS

zutreffen / und dessen ^uLevo - cy im Sprichwort zu sagen pfleget- Dieses aber am

V.Lar6Uucmm oben am Ende des Cap.^ '^^Kn / weil es gar zu kindisch heraus kommer.

von denen Eichen beschulen - Dann wann der Mistel aus dem in dem Koch der Vogel

ländischen Lcribenren wollen / auf " r' . lieaenden Saamen wachsen soll/warum wachst er nicht

min-B-umm- B -»UNS üQ auf allen Baum-u, da »!- chn hmfall-n lass.» ?

geschlachttn und wlld-n Apffel-und warum nicht an all-n Ottm/ w° d-rg!->chen V ög-I ,u

Zeiten auch auf Hasel-Srauden «nden? warum wachst er öffrers von unten an dem Ast

Es hat aber zahe und durcheman^ h^aus/ wo kein Koth bleiben kan? Ich will nicht sagen/

die vornenher an der Spitzen Sklblichte Uelchg ^ ^ xjebhabern M-stelbeer seynd gestecket

dichte Blatter haben/ so ^'ner Zun^n an ^ H / die aber vergebens aufeinige Fortpflantzung ge,

sind / und wie 2. Flügel hoffet haben: Wann er nun aber der Meinung nach/von

Beerlein / welche es bringet / sind ^ grod a.s Cr f - saamen herkommt/warum wächst er nicht wanninnwendig mit weissem zähen Schlemi angesu e / - ^ diese und dergleichen Ursachen mehr hatten

chem scbwartze Körnle.n / oder 'hr Saamen stecket S' man mn

sind anfänglich grun / hernach aber / wann sie zei ^ ^ fernere Weitläufigkeit! Wir halten

werden sie weiß. ^ nielen darfür/daß der Mistel ein gewisses Baum-Gewachs oder

F. 2. Die Alten/wie ^ dann auch wch Neben-Kraut feye/ welches aus einem zähen und über-

zu unserer Zeit geglaubet ^'^ / habm sich ch g a^^nSafft herkommt/den der Baum sonsten nichtzu

kümmert zu erforschen/woher d-chrMisiel homme^^ ^11S ^ie Sache läßt sichdardurch cr-

woraus sie wachsen ^ ^ ^ lautern / daß er stäts einerley Gestalt hat / und bey seiner

recht hinter d'e WAett ^ gewöhnlichen Figur verbleibt / er mag nun wachsen auf

sie sehen / daß die Drescheln / ^ing^ welchem Baum/ und wo er wolle: Eben wie es andere

7-chKB-«l«^ -mfdi. G-- N-b-n-G.wSchst thun, die and-° S-ämm.n von^an-