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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
820
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Z2O Des klugen und Rechts - verständig en Haus - VatterS

Das XtX. Capitel.

Von dem Pappelbamn.

IttMlt. zu Ehren gehalten wurden/musten Kranke von Pappel-

^.. N. As..», und Ai.w st- ih« höchst-

Bäume sind Gattungen darvon. h. Weisser Pappel. '>>.>)inen.

bäum wird beschrieben. Etliche Eigenschafften von ihm. /. Z> Der Schwartze Pappelbaum wird meisten«

Wie erauwibrmgen. Wird von denen zu ei-r imGriechen- theils «N den Blättern erkannt / und V0N den weisseil

Land hochgehalten. §. Z. Wormnen der schwartze Pappel« u,usxscbleden Dann sie

bäum von den Weisen unterschieden. Beyder Veränderung ^ ^ami jie MO mchc V0.1 zwe.)eUcy

der Blatter im Sommer. Grund/da sie gerne wachsen. Ihr / sondern entweder schwarkUcht oder brauNgl'UN.

Holtz lauqctm allerhand Arbeit. §. ?. Aspen/warum sie An der Breiten aber übertreffende auch die weissen.

zitteren^ Pappelbaume gcncnnel wer^ Dessen Wurtzeln stehen tiesser IN der Erden / und er er-

davon. Wachsen uber a!!»^. n ltN

nenittSchieß-Puwer und Fackeln. DasHoltz gebrauchen mi nncs-seu glossere ^'s ver NNuele.

die Drechsler. Kunst-Etück niemals unl.r dem wandern Beyde überkommen hierinnen uberem/daß ihre Blatter

müde zu werden / wird aus dem I'sbeknsmont-no ange« nach der Sonnenwende ihren Stand verändern / und

gehängt. das oberste zu Unterst/ das untere aber zu oberstkommt/

F- l- woran die Bauers-Leute im Sommer die Sonnenwende

lind drenerlen Geschlecke des Bavvel- viel Gelehrte/ zu erkennen wissen. Sie lieben

mifdas höchste einen wasserigten Grund und feuchten

. ? d.n m.n n Boden/und stehen gerne an denen Flüssen und Wey-

b.,um n-m.-l/ D-r ander-ist P°P°I°8 ^^"iu-G-l-g«nh-itg-n°Mmn von ihm«

nigrz, der schwartze Pappelbaum / aus 5" MAI. ...

dessen Holtz man die Abgöttischen Heili- l'opulus in Kuvus. abies m momibus aw;. öce.

gen Bilder geschnitzelt / daher dann auch dieser Baum Das Holtz von diesen Bäumen laßt sich leicht arbeiten,

das Heiligen- oder Götzen > Holtz von etlichen genennet und schicket sich gar wol zu allerhand Arbeit. Man ge-

wird.Sonsten haben diese beydeArten des Pappelbaume braucht es zum Brenn-Holtz / bey dem Maltz dörren /

einen andern gemeinen Namen/ nemlich Albern/mit wel- zu Auszierung und Bekleidung anderer Holtz-Arbeit / zu

chen sie fast meisten theils pflegen bezeichnet zu werden, den Ober-Böden in Pferd-Schaaf-Küh-Srallen / und

Das 3. soll eine Lybische Art seyn / heißt auch deßwegen Korn Hausern / wann sie mit Laimen oder Letten sollen

popuws l^ytiica : wachst aber auch an etlichen Orten geschlieket/ und ausgefüllet werden; dannzu dieser Arbeit

Teulschlandes /sonderlichindemAlp-Gebirge/durchwel- ist sast kein Holtz besser/weil keines leichter/und die Let-

ches Italien von Franckreich und Teutschland abgeson- ten / wegen der angebornen Feuchtigkeit / besser halt und

dert worden. Ben uns heist e? Ajpenbaum. annimmt/als eben dieses.

§. 2. Der weisse Pappelbanm tragt keine Frucht; 4- Der Aspen- oder Lybische Pappelbaum wird

hat aber seine/ linde/ eckigte Blatter / die fast wie die von sonsien auch ?opu!us Iremula , der zittrende Pappel-

den ftuchtbaren Wein Reben ein Ansehen gewinnen sol- bäum genennct: dann weil dessen langlichte Blatter an

ten/wo sie nicht/der Grösse nach/etwas kleiner oder gerin- dünnen und langen Stielen hangen / so werden sie nicht

ger/ und von zweyerley Farben waren. Dann auf der allein durch den geringsten Wind leichtlich beweget /

obern Seiten sind sie braun-grünlicht : auf der untern daß sie besstig zittern und beben / sondern wann es auch

aber gantz weiß wolligt- Die Blüten darvon sind eben Wind still ist/ werden sie wegen des ungleichen Gewich»

wie kleine Würstiein/oder Büschel/ welche mir derZeit tes diese Eigenschafft behalten. Daher j?e auch von den

des Saamens nicht können geiaer weroen/ ,0 psimitzer u.v....

man solche c-urch abgehauene zweige fort / uiid bat man furchtsamen und verzagten Leuten gesagt wird / die sich

alles / was wir nn vorigen Cap.tei/bey der Setzung der dermaßen für der zukünftigen Gefahr entsetzen / das T

«menund grossen Weyde/mnnert haben / auch hier schwitzen / beben undzittern. Er liebet so wol das Wa',?

fle.ss.g in Obacht zu nehmen.. Dann sie wollen mit eben ser/ als auch Wälder und Berg / und hm daher von dm

jolcherAuftM unterhalten seyn/als die Weydenerfor- Jtalianern den Namen popolo X1onr-.no davonaet-a-

dern. ^hie ^ui tzeln gehen nicht nessln die Erden :fon- gen. Er gibt einen annehmlichen Schatten / der rm 'Ä

dern liegen hoch / undjmd glat oben herum gantz feucht viel lieblicher ist/ weil die Beweguna der Blatter einkü^

ausgestreuet: daher sie auch wider das gewaltige Reisten les Lüsstlein machet- Dessen Holtz wird von bei' Drecks

derstmmmdenWind ihren Stamm nicht allezeit stehend lern zu ihrer Arbeit/ und die Kohlen zum Sck.i^ Ä,

erhalten komm. Der bekannte tterculez foll/der Hei- verve. braucht/die Rinden aber z.l Fackeln

den erdichteten smgeben nach / diesen Baum zum ersten was ^bernamonran^ aus denw-oiconcl^^Ä^ !-

ausdem ?lbgrmid der Hollen m die Thesprotische Land- ben/ so rccommcnöire ich allen Boten/ .f>andii'ei^

schasst/und vondarm Gr.echenkmd gebracht haben; deß- Gesellen / msrckirenden Soldaten / und andern! Ä

wegen auch die Inwohner der Stadt Llis zum stätigen reisenden Personen eine Iwhe / o"er G-. ^

Angedencken/bey den Olympische-, Opffern/ kei.i anders Baum; dann wer sie in^

Holtz darnieder fallen lassen / als eben dieses von dem über Feld reist/ der solni.^^ -N

wei^n^Pappelbaum: Die Sieger aber mldUberwm- tzen Ab eÄndÄ^^

der .n den ^est- und Kampff-Sp.elen / so dem Uerculi baums gebrauche!, sie im Hüfftwehe/walichM

lich..