794 Des kluaen und Rechts-ver siöndigcn HausVatterS
lack / woHenKoclersichdamalsauMt/aufderHard/ 6es oder nenneten : Dieweil sie darfürund deren angräntzenden Orten / befindlich/ und solches hielten/ daß solche Göttinnen zugleich mit denen Eichbau-^>oltz mit grosser Menge in fernere Oerter verführet men aufwüchsen und lebeten/ und zugleich auch mit ihnen^ird. untergiengen und stürben: gleichsam als wann sie dersel«F. z. Die Natur der Eichen ist/ langsam aufgehend/ bigen Baume eingepflantzte Seelen waren / welche solchesittsam wachsend / und spat ersterbend. Daher spricht frisch und gesund daher wachsen machten. Im bürgerli-man / daß ein Eichenbaum biß auf dreyhundert Jahr chen Leben aber war er bey den Römern ein Zeichen einerausdauren und bleiben kan. Dann im ersten iQO.Jahr grossen Ehre. Dann wo jemand in der Schlacht einenseye er im Wachsen: das ander Jahr hundert stehe er still: Römischen Bürger bey dem Leben erhalten/ und vomim dritten aber und letzten nehme er wiederum ab. Gehet Feind errettet hatte / so würd ihm zum Danck ein Krantzalso in allem langsam zu / wie mit grosser Herren Kinder/ von eichenen Zweiglem und Laub zusammen geflochten ge-wann die zur Welt gebohren seyn/ so kommen sie langsam geben und aufgesetzet; und solchen Krantz neimeren sie ei-zurHeil-Tauff/ langsam zu hohen Alter/ und langsam ne bürgerliche Krone/wegen des erretteten Mitbürgers,zur Begrabnus/wann sie nur auch einen langern Anstand Bey uns aber werden die wilden Schweins Köpfe Mitzum Tod / wie die Eichen / hätten. Ob nun schon einige Cichen-Krantze über derTaftl grkröner/und dözffcn in derjenes mehr für eine ungewisse Muthmassung als richtige Krön wegen erhaltenerBürger/ corons civics» prangen:Wahrheit halten/so hat man doch in alten Waldern die ob sie gleich manchen armen Bauern aufder Jagt/undSachegenugsam erkennen lernen. Nur setze man darzu/ manchen tapferen Edelmann eines versetzet haben. Jadaferne sie nicht sonsten durch Unfall oder anderseits zuge- weil sie selbigen ihrem Iupirer> wegen der seiner Mutterfügten Schaden verderbet oder verletzet worden sind. geleisteten Dienste/als heilig gewcyhet und zugeeig--Und was ist es viel Wunder? da er doch eine starcke weit net hatten / so sind sie nicht zu verdencken / daß sie alles/um sich greiffende Wurtzel hat / und fast niemalen ohne was nur zu dieses Baumes Lob taugen möchte / mit gros--Sasst ist / welches aus der Erfahrung der Schreiner/ fer Sorgfalt herfürgefucher / und emsig ausgedichtet hat-Zimmerleuten / Wagnern / Drechslern/und die solches ten Es ist nicht nöthig viel Worts davon zu machen;Holtz verarbeiten / wohl bekannt ist : Ausser dem aber doch eines istder Mühewerth/nemlich deslupkersVer-'nach PUniiZeugnusim 17. Buch am 1 z.Cap. alles was söhnung mit seiner zornigen^uno durch ein von Eichen-langsam daher wächst / auch auf viel Jahr lang dauret Holtz gemachtes Bild. Die Sache verhalt sich aber al-und währhafft ist. Merckwürdig ist auch/ daß die Na- so : Die s uno hatte sich einesmals mit ihrem Jupiter soturkündiger von dem wilden Oelbaum berichten / daß ob machtig zerfallen/und war soweit mit ihm zu Unfriedener schon sonsten nicht gerne eine andere Art Baume um worden / daß sie fo gar im Zorn davon lies/ sich von ihmsich leiden möge / doch entsetzte er sich absonderlich vermaf- absonderte/ und in dieJnsul Lubceam, oder ^egruponresen für dem Eichenbaum/daß/fo er nahe bey demselben heutzuTagreririrte. Nun wüste der gute )upicer nicht/stehet / oder in eine Grube Und Erdreich / darinnen zuvor was er doch immermehr anfangen sollte/daß er sein liebesein Elchbaum gestanden ist / gepflanzet und versetzet wer- Weiblein wieder befriedigen / und wie ers zu sich in dasde/ so verderbe und ersticke er alsobald. Eben dieses be- Hause oder in das Bett bringen könnte; Endlich ent-mercken sie auch zwischen den Eichen und dem grossen oder schlicht er sich nach ^lsr«s, zu dem daselbst regierendenwelschen Nußbaum: PZiewohl etliche vorgeben / wann Lyrl'.-rone. so ein hoch verschmitzter Welt-Mann war/ein Nußbaum gar zu alt werde / so verwandele er sich zu verreisen / und sich bey ihm Raths zu erhohlen. Dieselbsten in einen Eichbaum / dem er doch / weil er jung ist/ Sache gierige glücklich an: Dann auf dessen Klage falletso gar zu wider ist/daß er ihn auch nicht einmal neben sich diejerRath: Er follte sich von seinem Baum/der Eichen/dulden mag. ^ ein hölzernes Bild / durch einen guten Künstler schnitzen/§. 4. Sonsten wachsen diese Baume gerne in denen selbiges mit den köstlichsten Kleidern anziehen / auf einenWaldern. Doch nicht ohne Unterschied / einer wie der prachtigen Wagen setzen/ und mit grossem Jubel-Ge-andere/sondern die in die Lang aufgeschossene Eichen wol- schrey überall herumführen lassen / unrek dem Vorgeben/len in den Holtzern / die andern aber lieber ausser selbigen als wäre es plsrses, Xlopi Lochtet/mit der er sich ver-ausdenen Aengern oder Feldern stehen. Wie sie dan auch Mahlen und durch d!> Ehe verbinden wollte» Was ge--deßwegen an den Ufern der Graben gepflanzek werden, schiehet: Dieses gemeine Geschrey von dem neuen HennAllein / wer viel Gras oder Getraid einzubringen und ab- Hochzeiter komt aus/ und Juno weiß nicht/wo sie mm fürzuschneiden gesonnen ist / der mag sich hierinnen wohl in Eiser bleiben soll,Endlich reiset sie dieser vermeintenBrautObacht nehmen. Dann die Eichen durchgraben mitih- zu gefallen/und da sie ihr ansichtig wird/lauft sie im grim-ren starcken Wurzeln das Erdreich / und benehmen denen migen Zorn drauf zu / reißet ihr mit Händen und Zahnenandern Gewachsen ihre Nahrung / die sie an sich ziehen/ die Kleider von dem Leib / und will sich also auf das em-und weil sie sich weit ausbreiten / so berauben sie mit ih- pfindlichste an ihr rächen. Allein ehe sie noch fertig wird/rem Schatten / was neben ihnen stehet / die Sonnen und muß sie sehen / daß sie mit keiner Nebenbuhlerin / sonderndenLufft/ daß man also von den Wiesen zc. auf welchen mit einem Stück Eichenholtz zuthun gehabt / und wirdsie sind/sich eine schlechte Rechnung aufdas genau darne- also durch diesen listigen Possen ihres Mannes zum La-ben und darunter wachsendeHeu und Grummet machen chen / und gleich darauf zu einem Vergleich und vorigerdarff. Sie haben ein festes / steiffes / hartes / schwehres/ Einigkeit bewogen: Und dieses brachte also das geschnitz-und starckes Holtz / so / daß daher auch bey uns Teutschen te Bild vom Eichenbaum zuwegen. Ich meines Theilsdas Sprichwort entstanden: Er ist ein rechtes / eichenes halte darfür / daß es bey uns ein Stück aus der altenBlöcklein; welches von denjenigen/so ein grimmiges Ge- Welt wäre/ wann jemand ein lupirer, sich mit grossemmüth und grausame Geberden haben / und sich ohnge- Unkosten dergleichen Bilder wollte schnitzen lassen/sein ei-jchlacht als rauche Eichen aufführen/ oder sonsten grober gensinniges Weib dar mit wiederum herbey zu locken. An-und wilder Art sind / pfieqt gebraucht zu werden. dere würden bey groben Männern rathen / man sollt ihr§. s. Bey denen Griechen und benachbarten Hey- mit einem gutem Stück ungeschnitzten Eichenholtzes denden stunden diese Baume in einem solchen herzlichen An- tollen Eigensinn aus der Haut treiben. Doch unter-sehen/ daß sie auch ihre Baum-- oder Wald-Götzen Dr/a> dessen gieng es dem 1 upirer an/und die ^larsesriler begin-get!