Vierdtes Buch. 79 z
Dahero dann Noe Meurer in seinem Jag - und Forst- von den CastaNien/ Haselnüssen und anderm wilden Obs
Reche / unter andern hiervon also schreibet : D 'ewellen also zu verstehen ist. Solisten ist dieses keine/ wie man et-
cs etwas streng/ und Mer wtver die natürliche ZSil- wann meynen mochte/ so unnutzliche Frage: gestalten die
lichtere ?u seyn schemet/ daß einer aufseinem iLygen- Eicheln wegenMastung derSchwein eine überaus grossen
thum /GrunvundSoden /deraufftinen eigenen/ge- Nutzen geben / so daß nachdem Gezeugnuß Sprengen ia
barendeu und fruchtbaren Bäumen wachsender Velin. Ksc. lmp. p. 37,. einige Holstein sche von Adel/
Frucht sich niclie sslee gebrauchen / sondernder einstens/in einemJahr/aus der Schwein-Mastung4000.
Forsther^/da es anders also hergebracht: So habe Thlr. gewonnen haben; wie dann auch nach dem Gezeug-
ich osse gesthen / wie ich dann allewege in Zweisse!-- nuß Klockii ^ l.. 2. c. 2. n. 47. in Hessen der Gewinn mit
häffttgen Fällen rathen wolte/daß der Forsther: den der Schwein-Mästung sich jährlichen auf30000. Gulden
iLygeurhumsherm nicht allerdings aus schlösse soni betragen/und indem daselbstigen so genantenR .einhards-
dern mit Vorbehalt ftiner Forstlichen Obrigkeit / U?ald/wann anders die Eicheln gerathen/jahrlich bey die
jährlich/ so mast oder geackeri ch worden zulieft/ 200000. Schwein/sollen können gemastet werden. ^66.
daßereineAnzahI helnnscherSäu zumwenigstenzu Xieicklner. rom. z. cjecis. 9. n, 6s. aäwo er von dem
seinem Hauß gebrauch, nach Gelegenheit und Gros kNastschillmg handelt,si des Forsts mit einschlüge / tc. Welches alles auch
Das V. Kapitel.
Vom EiKen- Baum.
Jnnhalt» nau fallen - dahin die Heydnische Bayrn ihre wallfahr
ten gehabt / und auch noch um das Jahr Christi 512. da-
h. t. Von dessen Namen. §. 2. Unterschiedene Gattungen bet selbsten ihreHeidnische Götzen-Dienst von neuem verricht
Eichenbaume, ^.z Kc4- Von der Natur/oder Alter und tet/unter der RegierungihreS Fürsten desHerzogsDie^
^ 5' s^Und 5eulÄn H ? Bon ^en. Doch sind hernach beyde Qerter verändert / Kir-rem silbernen L-chenbaum. ' ' chen und 2. Lenecii ^.ner Klöster dahin gebauet / das eine
dem H. Georgen / das andere dem H. Moriz zu Ehren/
§. !. und bloß die Namen Ober-Alt-Eich und Unter-Alt Cich
übrig gelassen worden. Hieher qehören auch StadtJe Lateiner nennen diesen Baum (Zuer- und Bistum Eichstatt an Bayrn / Eichich in Thüringen/' cum. das ist / einen schwehren und grossen da die Loquitz in die «saalafallet / und zum Eichen / an derBaum / weil er ein hartes Holtz hat / und Fulda / oberhalb Herßfeld und viel andere mehr ?c. angroß und schwer aufzuwachsen pfleget: welchen drey Oertern / die Gelegenheit noch deutlich zuoder sie nennen ihn also von quzerere, weisen scheinet / daß schöne geweyhte Eichbaume unddas ist / nach etwas forschen und fragen/ Walder da gestanden seyen,weil die Heiden in dem Wahn gestanden/als wann/durch § 2. Die Eichen sind nicht einerley Art / sonderndie E-chenbaume/ih'.e vermeinte Götter ihnen am aller- von unterschiedenen Gattungen/ so daß ihnen dahero auchliebsten Antwort geben von allem dem / so sie zu wissen eif- von etlichen / wegen der unterschiedenen Fr üchte/ verschie-rig verlangten. Wir Teutschen nennen ihn eine Eiche/ deneNamen / als der Hasel-Eichen / der Haag- undvon dem uhralten WortEigich. Dann unsere Teut- Stein-Eichen / der Buch- und der Zirn-Eichen gegebenfche Vorsahreli wohnetetl ans »glich weder in Städten/ worden / doch wer sich diese Eintheilungen weitläüfftig zunoch in Dörssern/ sondern unter den Eichen/von deren erkennen bemühen will/der wird sich die Mühe nicht dau-dicken Aesten und wohl belaubten Zweigen sie bedecket/ ren lassen/ die er ausdas Nachschlagen der guten Kräuter-und ihrer Meinung nach / wider das meiste Ungewitter Bücher und der Herren koramcorum wird anwendengenugsam beschützet werden. Weil nun solch ein Ort/da müssen; wir sehen ausdas / was eine deutliche Nachrichtsie sch aufhielten / vor ihr eigen (welches Eigene sie und eine mehrern Nutzen vor andern in derHaushaltungk>um nennten ) gehalten / und dahero auch eigich ge- gibt / und billigen deßwegen desHerm Käclers Gedan-nennet wurde/so ist es geschehen/daß auch dieser Nam/ ken/ die er sich hierüber gemacht: Er theilet aber die Eich«wiewohl gestümmelt / den Bäumen selbsten gegeben wor- baumein z. unterschiedene Gattungen ein / deren die ersteden, deßwegen heißen auch die Früchte darvon Eicheln/ zwar einen niedriqm starcken Stamm / doch grosse aus-oder Eckern; der Ort aber / wo sie hauffig wachsen / so gebreitete Aeste hatten: Diese / sager er / tragen am mei,von dem Eichen-Lohe benennet worden / heisst meinstens sten Frucht / und dienen zur Schwein - Mast / aber keinheut zu Tag ein Eichen-Wald. Die Schweine / so man gutes Bau-Holtz geben sie/ über der Erden; weil alles garhinein treibet/ nennet man Eichel-Schweine / das Trei- zukurtz und knorricht ist; sie werden aber unter die Erdenden selbsten Heisset in das Eckerich schlagen/ oder in den zu den Rösten und Fundamenten genommen. Dieande-Techel lauffenlassen. Was aber sonsten von den Eichen re Art macht / wie er darvon redet / ein 'n geraden undherkommer/ oder gemacht wird / Heisset Eichin / als eichin hohen Stamm / mit wenig Aesten oder Zweigen. DieHoltz / eichine Bretter / so / daß auch gar in unserem dritte Gattung aber zügelt noch einem Hohem / geradenTeut schland etliche Oerter / weil von Alters heidnisch ge- und hohen Stamm / mit wenig Aesten oder Zweigen,weyhte Eichbaume dorten gestanden / den Namen daher Und diese zwo letzte Arten tragen / fahret er fort / wenigbekommen haben. So sind bekannt in Bayern die zwo Früchte / weilen sie der Aeste und Zweige mangeln / auchalte Eicben an der Donau; davor alten Zeiten zween al- wegen ihrer Höhe von der Kalte in der Frühblüht verdec-ke Eicbbaume / so dem 1 upirer gsweyhet waren / 4. Mei- bet werden; sind aber am besten.zu dem Bauholtz / überlen weit voneinander gestanden; die eine an der Böget/ der Erddn: wie dann dergleichen an dem Rhein-Strom/die ander an der iL?chwartze / wo beyde Flüsse in die Do» insonderheit allhier in der Marggrafschasst Baden Dur«
Hhh hh lach/