tzr schönes Bau-Holtz bekommen möge/der würde end-lich so übel nicht daran thun / dieweil es auf alle Weise indie Höhe gezüglet werden soll/welches dann nicht besserals durch fleissiges Beschneiden geschehen kan; Allein wersich seine Rechnung aufBrenn-Holtz macht / der muß jasorgen/ daßselbiges in die Breite wachse / und also mager sich vor dem/ was selbigem zu wider/fleissig hüten. UndaufdieseArt/und nm solchem Fleiß muß man die ersteredrey Jahr alles jungeHoltz warten/wann man selbigesgerne bald will aufkommen sehen. Doch ich hätte baldvergessen/was noch zu erinnern ist/ nemlich daß derjenige/der etwann besondere Areude daraus schöpffen würde /wann er die jungen Bäumlein bald / oder so zu reden/ zu-sehends wachsen sihet/ vor allen dahin bedacht seyn solle/daß sie nicht zu dick/ sondern so zusammengesetzet werden /damit sie zu wachsen Platz und zwischen Raum genug ha-ben mögen / das ist/man mußsie/»0der6.Schuchweitvoneinander einsetzen: Im übrigen soll er jede Art undGattung der Bäume besonders zusammen pflantzen / undkein Mischmasch machen.
III, JmVerfilzen selbsten nehme er m acht (»dieZeit. Daher mißrarhen einige alles Versetzen der Bau-me / so Vormittag geschieht / und sagen/daß die zu die erZeit gesetzte Baumeschwach/undgebrechlich werden. Dahingegen die jenige so Nachmittag gegen Abend / wannder Mond im Abnehmen ist / versetzet werden / starrt/ge-sund und lang - wahrend aufschiessen sollen. Doch dasmag so seyn / allein das weiß ick gewiß aus der Ersah,rung/daß im zunehmenden Mond die wilde Baume nichtmir nutzen können weiter gesetzer werden. Dann ob eszwar anfanglich änderst scheinet/ wann sie so hurtig anfan-gen aufzuschiessen und groß zu werden ; so gehet doch ge-meiniglich dasEnd auf ein mi hinaus/weil sieweder altNoch dauerhasst / sondern meistens madicht und wurm--siichicht smd. (K) Er Nehme ferners in acht die VOuriyeln des Baums. Dann solte von selbigen ein und an-dere ausser der Haupt-Wurtzel verletzet oder im Tragenverderbet worden seyn / so muß man sie im neuen Bruch/nebst allen Zäserlein und Fasen/die an der gebrochenenWurtzel sind / abschneiden / und hernach müssen die über-blieben? in die gemachte Grube untenher fein schicklich undbequem geleget/ und mit guter Erde/ unter welche manKuhmist und Haberstroh mengen oder streuen kan/bede-cket werden. Endlich aber/ soll man den Baum begiessen/damit sich die Erden desto fester und genauer andieWur-heln hangen möchte. (>) L.eytl»ch vergesse er nichtden Baum recht zustyen und anfättglicvz» waffern.Es ist aber eine gemeine Regul / dass alle außgehobeneStämme ein wenig tiefter sollen gesetzet werden/als sie zu-vor gestanden. Sonsten stehet der Baum tteffgenug inder Erden / wb er von dem Stamm der Wurtzel an mitder Rinde/eines Schuhs tieff in der Erde stehet. DieseTieffenaber oder die Gruben / in die der Baumgepflan-tzetwürden / soll gleichfalls eines Werck-Schuh hoch mitErden weder angefüllet noch überschüttet werden. Dannso würde sich die Feuchtigkeit nicht reichlich genug zu denWurtzeln der Bäume ziehen können/ welches doch im An-fang (dann von alten Bäumen redenwir nicht) so nöthigist/daß auch einige deßwegen , damit sie in ihrer ersten Ju-gend bey Kart angehender Hitze der Sonnen möchrenWasser haben/ hin und her kleine Rinnlein oder KlunN'enmache/in welchen sie das Wasser und das wasseriate übri-ge Wesen von einem Baum zum andern leiten können/doch muß man fleissig zu schauen / daß die Rinnen allezeitwieder weiters geken / damit bey grossem Regen / keinWasser bey den Wurtzeln der Bäumen stehen bleibe / indem sonsten / durch die übermachte Feuchtigkeit / ehe eine
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verderbliche 5'aulung als erspleßlicheS Wachsthum dürffte zuwegen gebracht werden»
§. z. Dieses nun waren diegemeine RegM/die fastdurchgehend bey Versetzung und Pflantzung der wildenBäumen in Obacht solle» genommen werden / weil aberdannoch ein und andere sonderheitliche Anmerckung we-gen der unterschiedenen Nawr der Bäumen nöthig zuseyn scheinet / und sich auch / meines Erachtens nicht übelschicken wird / so wollen wir dann / was noch bey ein undandern zu beobachten mögte übrig seyn/ mit wenigenin der Ordnung/wie in vorigem Capitel gehalten wor-den/berühren.
§. 4. Bircken/die man nach der in dem vorigen Ca»pitel angegebenen Weise / ein wenig für sich gebracht/sol-len nicht eher als nach zwey biß drey Iahren aus dem Feldgenommen und anderswo hin versetzet werden. Diesesaber muß sürgenommen werden/ entweder im Mertzen 0-der im Herbst nachdem Man Belieben vder GelegenheitUnd Zeit hat die Sache anzugreiffen / nur daß es gescheheim alten Mond Nachmittag gegen Abend / wann derHimmel heiter öder doch ohne Regen ist. Sie lieben kei-nen fetten / sondern vielmehr einen sandichten Boden undGrund/wo der Schlößling/ dieLänge nach etwann ein o»der anderrhalbEllen austragen sosollman sie nicht weiterals 4. Fuß oder ^chuh aneinander setzen / aber in einerwohlanständigen und feinen Odnung / sollen sie alerMannesiang übertreffen / so muß man sie nicht so lassen/sondern Anen oben her den Gipfel beHauen / sonsten ist esmehr schädlich als nützlich/ wo man immerfortdaran stüm-meln/ beschneiden und schnitzen will/ so daß dahero einigeder Meinung sindsie möge so viel überffüssigeZweige aus-stossen/als sie nur immer wollen/so soll man doch unter dendrey ersten fahren ihrer E'Nsetzunc, / ftlbige nnt keinemMesser berubren / hernach aber möge man immer bin alleUberflüssigkeit und alle dürreZweig hinwegnehmen / undseye solches am besten /wo es im Frühling geschehe; weil dieBäume wegen genügsamen Safftes den Schnitt nichtgroß achten / sondern weit lieber als sonsten wiederum zurecht kommen und zusammen heilen. Wer rechtfleissigMit ihnen um zugehen gesonnen ist/der wird auch unten beyder Wurtzel keine Zweige gedulten / noch viel weniger lei-den/daß ein paar Schuh um den Baum herum allerhandGras und Kraut wachsen oder sich befämen könne. Ebenso kan man auch mit den Neben - Schössen der Birckenverfahren / wann man von selbigen ein S tückdes Forstesbesamen will/nur daß man solche mitetwaswtnigenvonder Wurtzel wegnehme/ und bald zu versetzen nicht unter-lasse.
§. s. Eichen und Buchen / so aufdie Art/ wie in dem6. vers. des vorigen III. Capitels gewiesen worden/sind ge-säet worden / können schon nach drey Jahren ausgehobenwerden/da man ihnen sonst wohl s. oder 6. Jahr / ja auchlänger zu sehen muste / wann man sie aber ausgraben will/so muß man gemach und mild mit ihnen umgehen/ nicht a-ber die Eichpflantzlein mit Gewalt aus der Erden heraus-reisen und zerren/ diewieil sonsten/wo vielleicht die Haupt-Wurtzel versehret oder sonst etwas daran verderbet unk»verletzet wird/zu viel muß abgeschnitten werden; indem al»sonderlich die junge Baume alles beschädigte glatt wollenweggenommen wissen. Ja man kan auch/ welches gewiß-lich sehr nutzlich und nothwendig ist / hierbey in Obachtnehmen/was allererst vorher in dieses Capitels §. 2. n, i r.von der Einpflantzung der Bäumlein/ gegen eben die Sei-ten derWelt/gegen die sievorher gestände ist erinnert wor-den. Dieses aber kan entweder um Gregorii Tag imMertzen/oder im Herbst um Michaelis / wann der Mondam Ende ist/ (und wo jemand hierzu der Himmlischen Zei-chet!