7<?2 Des kluqm und Rechts verständige n Haus VatterS
>on Nothwendigkeit des Molßes.
Das I. Kapitel.
Jnnhalt.
H. i. Nothwendigkeit des Holtzes. H.2. Wird gewiesen aus un»serer Arl zu Kochen. h.z. Etnjuhcjtzen. §.4» Zu bauen.§.s. Und ander» Stücken.
§. r.
> S ist ausser allem Zweiffel/daß unter denenmeinsten Stücken / die ein kluger Hauß-Vatter / zur glücklichen Anrichtungundersprießlichen Fortführung seiner Hauß-haltung/ vonnöthen hat/ nicht leichtlichetwas wird gefunden werden / daß we»gen semer unentbehrlichen Nothwendigkeit dem Holtz'könte vorgezogen werden. Dann wer nur der Sache et-was neffer nachzudencken belieben traget; wer nun in Kü-chen /Stuben und Häuser hinein sehen will/ der wird dieftWarheu mir beyden Händen greiften können.
lF. 2. Wie gesund und angenehm unserem Leib und Ma-xe die wohlgekoämSpeisen seyen/braucht/meines Erach-teas keines weiNäufftigenBeweises.Wodurch aber werdeselbige so wohtzu bereitet/ als durch das mit ^>ol>z ausge-sckärle und unterhaltene Feur. Wolle wir nun bey der ein-mal durchgehend eingeführten Lebensart verbleiben / undnicbt mit denTattarn des rohe/und/unter dem Sattel desBf>>rds/von dem vielenTummeln in etwas mürb gemachteFlcsA) begierig verzebre/oder wo es sonsten nicht kan in derSonnen gedörretwerden/ rauhe Wurtzeln und allerhand
wildeKrauter fressen/so müssen wir warhaffti'g diHoltz dasgebührende Lob nimmermehr benehmen noch verringern.
§. z. Und was würden wohl hierzu die Qfenhütersagen/ die/bey zunehmender Kalte/und schauerlicher Lu/st/sich zu selbigen / wie die Dachsen zu ihren Löchern schmie-gen ? Das weiß ich wohl / daß sie viel liebet sich mit jenemTeutschen erklären würden bey Wasser und Brod zu le-ben / als daß sie sich bey Tag und Nacht durch die d urch-dringende Fräst an allen Gliedern sotten quälen und mar-tern lassen. Dahero laß ich mich nun um so viel wenigerbereden zu glauben / daßjemand von uns das gewohnteBrenwHoltz mit den dürren Rasen / Rohren/ und denKüh-Koth / welche viel Ungarn aus Noth zum Einheitzengebrauchen / zu verrausche oder mit der Hollander Dorf/und der Engellander Srein-Kohlen zu verwechseln wil-lens seye : weil er von jenem zwar viel Dampffund Ver-druß/aber sehr wenig Vortheil für seine erstarrte > lieder;von diesem aber / nebst der Wärme / einen icharffen / ver-drüßlichen/ungesunden und ansteckenden Rauch zum Be-sten haben wird.
§. 4. E etzen wir nun zu diesen jetzt erzeblten noch dieAufbauung unserer Hauser auffdie 'Arr m-d Weise / wiewir sie vor Augen sehen/die ia wen bequemer und annehm-licher sind/als der Alten ausaeworsseneLöcber / unrerirrdt-sche Hölen / aufgeschlagene Zeicm / und Strohern / oderlettichte Hütten / in welche man eber kriegen als aufrechtgehen f'.mte; und fraaen bin und wieder nach/woher dannalle diese Bequemlichkeit komme: so wird man durchge-hend?