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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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737
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^Zierteö Buch. 757

rühre/weN ihre Wurzeln durch Unvorsichtigkeit gar leicht oder drey auf einmal ( dann wer mehr nimmt / a>s öec

zu Schaden beweget werden könnten. Dieses Räumen Boden vertragen kan/verhindert mehr/als er befördert)

aber ist nicht nur wegen der Wasser-Wurtzeln / und des eingeleget; Die kleinen aber/ sowenig Holk haben/und

Unkrauts / sondern auch wegen des Grases / welches eben zum einlegen nicht dienen/nur beschnitten werden; Damit

sowohl den nöthigen Safft von denen Wein-Wurtzeln sielange Ruthen oderReb-en treiben/und Holtz bekomm/

entziehet/ nöthig; sonderlich wann man Mist vorher an- daß sie zum einlegen alsdann erst bequem seyn möchten;

geleget / und das Jahr naß ist. Giengen nun Wasser- Diejenigen aber/ so grob undgrosses Holtz haben/ können

'Wurtzeln/guteKrauter/Unkraut und Gras auf einmal also lang/damit sie desto besser Nahrung an sich ziehen/

nicht weg / so mag man dieses Räumen / biß alles untüg- und wurtzeln können / eingeleget; Bey diesen allen aber

liche/ausgerottet / wiederholen. das Wachstum und zunehmen mit der Tunge / welcher

§. 4. Fnnffeens gehohret auch hieher das Einlegen in die Grube zu schütten/ von vielen für gut befunden/wie,

der Weinreben / von welchen/ob wir zwar Hieroben Oon wol von Lolumell» Vettern/ wie wir oben aus ihm an-

etwas gedacht haben / so müssen wir doch an dieser Stelle geführt / nicht gebilligt wird / befördert werden. Die

soviel noch hinzu thun/daß bey solchem Einlegen die Löcher allgemeine Regeln des Einlesens sind diefe:nach Beschaffenheit des Orts / der jäh / flach eben Mittel- Die jungen Stöck sollen nicht zu jäh von einem auf

massig / dür: und trocken seyn kan / entweder tieffer oder das andere mahl eingeleget werden: Dann diese Uberei-

seichter gemacht werden sollen: Massen in dürr - und trocke- lung macht sie schwach und unfruchtbar,nen Boden / die Grube zwey Schuh tieff/ und die Reben Die gestickelten Reben werden durch Gruben am be

oder Ruthen / wie man sie nennet / lang gelassen und ge- sten erhalten. In jede Grube soll etwas von gutem A ug

nugsam zugedecket; in feuchten und nassen aber ist die gethan werden/ des Stocks Wurkeln und Aufnahm zu

Grube nur einen Schuh tieff zu machen: Hinwiederum befördern. Mehr davon soll nach der Weinlese folgen,in ebenen und flachen anderthalb ; in jähen und abhängi-gen aber 2. und etwas drüber/ damit die Neben vom Re-genwasser nichtentblöfetwerden/ und endlich inMittel-

massigem Erdreich ohngefehr «s. Zoll tieff gemacht wer- Lap. 4z, §. 1. mverb. Die Mist- und Duwden muß. Hiernechstmußmanauchaufden Unterschied quna.

des Weinstocks fehen/angemerckt die Alten/fo schlechtes ^?x»^n der tNM--und Dunauna viä norsr Wri6

HM h-dm,mcht s°n-

dern man machet nur/neben den alten Stocken auf beyden ^ 1 v

Seiten ziemlich weit-und tieffe Graben; Leget hernach

dieReben wie gebräuchlich ein/ und conrinuiret solches cuncl. F. idi. Wasserung.

vonAahren zu Iahren/ durch welches Mittel so dann die A?Onder5Väfierung. V.nocsr. luricj. Lap. zc,

unfruchtbare Reben aufgemustert werden ; Von den ^ §. z. cap. z8. /. i. csp. z^.Z. 4. 1-ib. 111. s? z«j csp

jungen und starcken Reben können ohngefehr nur zwey 8. i V.

Das Zapitel.

Vom Hacken/ Psäle-Stecken/ Entbläternnnd Anleitender

Reben.

Jnnhalt. zugezogen werden: Damit der Stock neue Thau-Wut-

». Die erste Hacke. §.Die andere. Tende mit ihren Re- fassen möge( was diefe seyen / haben wir beym Rau«gein. z. Das Pfäle Stecken und Enkblcktern. ^ 4. Das men erklart.) So müssen auch die Schrollen / die umerste Anhefften. §.5. Dasaiidcre. §.6. z?a^Äkch> . chen. diese Zeit bißweilen brocklcht gnug sind/mit dem Ohr der7. Von der Blühe. Von derDecke und andern ^e«Mve. Hauen zerschlagen werden. Das Krautig muß vorhe«§-1- ausgezogen seyn: aufdaß man es nicht mit unterhacken/5Annes ungefehr Walpurgis oder z. und und den Boden filzigt werden lasten müsse. So soll4. Tag ehe ist/ wann man die Sencke ver- man auch dieses hacken im Regenwetter deswegen nichtrichtet/ wo man siehet / daß der Wein- fürnehmen / weil das übergebliebene oder mit eingehack-stock fein ausgelassen / auch die Reben teKraut/ Gras und Unkraut/ nur destomehr fortge-fein zähe werden / so ninimt man unter pflantzt wird/und mehrere Krafft zu wachsen bekommt-,denen Weinbergs-Arbeiten das erste Aa- Wird aber diefe erste Hacke versäumt / so kan der Stockcken sür. Dann wann es vor diesem geschähe / so könn- gar leicht Schaden nehmen : Dann er wird gehindertten die späten und nachkommende Fröste den Stock er- werden/ daß er seine Thau Wurtzeln beyzeit zu fassen un-kalten. Ich weiß nicht ob ich hier eine Bauren-Regel an- geschickt wird; Wiewol es auch nicht gar zu frühzeitigführendach/daraus man Messen möchte / was von der geschehen soll: Weil/ wie gedacht/die noch hinterstelligenAnzahl der Nachsröste zu halten. Sie sagen: Soviel Fröste/wann sie den behackten Stock überfallen sollten/Fröste im vorhergegangenen Herbst vor dem Michels- bey dem Stock eine sterbliche Kälte anbrächten. SovielFest gewesen; so viel müssen auch nach Walpurgis kom- von dieser Hacke.

men. Gehetmannun diese erste Hacke an/ so muß man ^.2. So viel Sorgfalt die erste Hacke erfordert/

sie nicht obenhin smnehmen. Vielmehr muß man den so viel gebühret auch Verändern / nur daß sie nicht sogar

untersten Boden hervor suchen / welches nicht geschehen tief eindringen soll / welche um Johannis des TaufferS

wird/ man brauch dann die Haue wohl und strecke seine Tag zu unternehmen ist. Auch hier ist der Regen zu ver-

Krafft mercklich dran. Dann die oberste Tbau-oder meiden/so viel möglich: die Haue muß nicht obenhin/son-

Tag-Erde muß fein hinunter kommen / die gantze Erde dern tiefeingehen/nicht als ob man mit einem Rechen an

muß fein iucker/ die Raum - Gruben fein eden am Stock der Erde nur gekratzet hätte. Man muss denen Win-

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