726 Des klugen und Rechts - verständigen Haus:Vakter6
weichen / hernach die Schale fein subtil aufmachen / und delt haben. Bey denen Garten-Däusern aber ist soli-den Kern herausnehmen ; da sie dann nur einem küpfer- derheitlich die>es zu mercten / daß ohne Vorbewust derneu oder messingen Griffel oder Nadel in die Rinde schrei- Obrigkeit keiner jemanden darein setzen oder nehmen kan/den / was sie wollen : Jedoch muß dieses weder zu hart damit man gleichwohln wissen möge / wer eigentlich ^ichnoch zutieffgelchehen. Nach dessen Verrichtung sieden in denen Vorstädtenauf»ülr.v>cl.^ächj.'^ory.K attds-Mandel - oder Pfirsingkern wieder in seine Schale thun/ Ordn. p. 2. c. z. ur.27.lbi : ^)n der Ga. um H '.user sollihn fest zusammenmachen / mit Pergament oder Papier niemand / der n»cyr das Bürger«-od. r vl^chbar--umwickeln / und alfo denselben in die Erde legen / dafür, Reche des Orrs hac / ohne jonoerbaren der Oor:g->haltende/daß dasjenige/was sie daraufgeschrieben/sich keirVorbewust/ geseyet werden ?c. ^ä6.?-iclck. c.hernach in der Frucht finden werde. ^ lZits.ck.47. Ob man ader setn^>aus/um elnen Äar-§. 6. Deßgleichen probiren andere ihre Künst derge- ten daraus zu machen/einreisen/ oderauf dem leeistalt / daß sie sich unterfahen aus einem Nußbaum Pser- ren Play daraufein Haus / so abgebrandc / gestan-finge hervor zubringen / welche innwendig Nüsse haben/ den / einen Garten richten könne / davon haven wirindem sie einen Psersing-Zweig auf einen Nußbaum bey dem i.Cap. des II. Buchs gehandelt,pfropffen/ und denselben offt mit Ziegen-Milch befpren- poll.6e8.?. V.c.76.n.6.l. si^uis.g.L-l.snineorumz.
/ uns memein IVVV Ul>^ >.^v Besuchs^ vver Iv^'»
b rnackmals zwey- biß dreymahl grösser zu werden pfleget, gen des Aehends/oder auch der Oorigtew der^teuer hal-
^>ick versuchen auch noch andere einen sauren Obs- bcn emig Nachtheil zugezogen wird. Der UiutcuLtuarms
»nachen / indemesie denselben eine Spann aber/ oder der Nutznie^erkan dieses nicht tyun.l.N.cu,uz.
d r Wurtzeluntersich einbohren / Hönigfeim darein i z.§.t. «c,iuln.7.K.6e uiutr.^c>Fr.clck.6.6>ls rk.26./ und das Loch mir einem Nagel desselben Baums Endlich ist zu mercken/dak von denen Garcenfruch-
5 i ^ - «erscklaaen/ davon dann das Obs/ihrer Meinung ten/ (nachdem es die Gewonheir der Oerrcr m.l »ich brin-
/ werden soll. Wir könnten zwar noch andere ger) den Schcnoenzu bezahlen.vici.ctLpoU. ci.cup.76.l,.t.
E.°m,^mehr kierbey bringen / als zum Beyspiel / wie man Lpeicici.voc.Schend. ö- V^crnätie vomZehend-Rccht
könne/ daßbie Virn nicht steinigt werden; item/ i.2.c.l.lrem^cbn.vo- ^av^Zchend. ^6.^5 Lsv^r.
? d ! Aevffel einen Pfii sing-Geschmack bekommen. ^ic.2 8-2rr.i4.vomGartcn^Zchcno.m vcrb.^/chevon
Än-r / wie man solche Spat - Aepffel und Birn zeugen den geringen Früchten/ als Rüben/ z>raut' u.'d dcr-
dieman^weyJahr lang gut erhalten kan: Wci- gleichen/diesjeinvenenGäreengebauer/xew.nan-
! wie drückt oweB^ühte / Kästen färbe Birn und bernZehenden / a s den Garten-P^nmz/ odervoi,
!ll «ff «l/ und schöne wohlriechende Kirftben zu zeugen; und AksröherLar mchcs gegeben/ die sollen auch
)nÄ.cb wie man die Pfirsing schön rothfarbig machen/und gelassen, und von ihnen Lein anderer Z^hcnd begchrce
die Kunst so viel zuwegen bringen könne / daji sie xverden. Da aber jemand solch geringe Fr5ch? in
üickt wulei' / oder sonst abfallen und verderben: Allein/ die Felder / und dargegen das Gccreid in d,e Garcen
Ä dieseKünst insgesamt schon vorgedachter massen nicht bauen würde / soll er davon den Sehenden / oon oem
?ll? die b halten / und nicht einmahl unter die Brod-- Garten - Getreid / so von einem in die Garten ge-
abrechnet zu werden verdienen: Alswollen wir den bauet wird / ohne alle Weigerung?» geben schnlo^
5^- - weiter mit dieser vielerlei) eitelnLmiolitat zu belast^ seyn. N?o auch jemand seinen Garten crwc/ecrte soll
n/n nickt Anlaß nehmen. er von solchem neuen Einfang dcm Achcndherrn/
der zuvor auf solchem Grund den gehenden Ichabt/^ gehenden von denjenigen Früchten / die hernach
^ci Op. Z9- öc 40. «ufsolchem Grund angebauet werden/reichen/ oder
sovi-l«°nd-n-nOds-Gätt-nundd--s->b-» sonst, d-' S-bühr nach , «ich mttchm v-rzw-d-n
n; b-.)>v-lch-nwk mnoch -i-s-Fragm l-°m »1-°-!^ -„no
iW,uko^IttNv-rmM-In>«rd-n: Vbdi-GSn«n >«-«. Dajzst-h-rlich-um-r-
!,, h-lr n, W-Ici,- zum d-unsch-n staivm , w->-- Gn ^-Idung-n an chren HSos-rn
vor jolc^^ncer ,u y»l rukicis) oder ob zu verzaunen / und z» verschranceen / Mkth'n den
Gebrauch ge!Nd ,c , (P P iiadcischen Sehenden vom Getreld / VDlßmath / und auf den
^ ^raucd Nehohren^ (pro prseljiis urbanis) Welche Väumen / sc» s?e darinnen Zcdauet / allein der Ver--
?^MSd?mGÄrau»v-s^M«-Vatlersjilmlsch.i- z»>m->u,!>V-rI«mttcrungy->>b-r,u..M!>uhrIi-h-n
Frag GartenNuhes halben angeleget aufzuhalten / oder auch wohl nnverzauntauszuzle,
denlst: ^"^oemselbenGetreidgesaet/ oderFrucht hen. In Oesterretch sind theils Garten von dem Zehen-
w«d°ÄM -in b^nr--. d-„ d-st«>-,/ w,e solches bey d-m L»°kar^ ^,k--r->
zum^ttausi g.pi > in de'-Ktadt lieaet / zu kalten: clevre ^uknaco lid.4. rir. 45. folgender gestalten zu le-
^n^?ader m?Lustbarkeit angeleget / oder auch zur sen: Wann ei.' Garten / ^osfstart oder Säy nicht
..n^als da sind die Gartenhäuser) bereitet 5»m Ä.ust / sondern auf den Nuyen / wte andere
ein iadtisches Gut zu achten. v.(Zc-6c1. rveingarcen / ervauet wird / so ist man den sehendenworden/ist er vor eMtaon^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ richten schuldig, wo aber solcher Gar-
sä1.198-'" ^ cap.z. in scjcj r .Iir. Z. Sc ten/^offiiattoderSayalleinL.usthalber/ und zu
poiit.^o^v . von welcher 0ikin6tion deiner rTIuybarkcit erbauet wird : Oder aber der
sondÄa^ wir' an eimm .andern Ort gehan- Innhaber eines solchen L-ustgartens über verjährt«