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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Des kluam und Mckts verständig-'n Haus Vatters

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Nukenhaden; Unter denselben nun wollen wir erstlich den aber von denenselben meistentheils in dem dritten BuchLoriander betrachten; Dieser ist ein lieblicher und ange- gehandelt worden / als wollen wir allhier nur von denennehmer Saamen/ welcher vielfältig mit Brc d gcbacken/ Garten-Erbsen etwas gedencken / welche Frucht grösserund mit Zucker überzogen genossen wird. Dienet demnach als die andern / und insgemein Zucker-Erbsen genennetausdiese Weise zur Speise/ und wird auch offrers in Ar- wird / und die in der Kuchen osst ausgekörelt / auch zuwei-teneyen gebrauchet; Seine Sae - Zeit ist im Frühling/ len mir denen Schaalen über Fleisch und Hüner gekochtim zunehmenden Mond/und geschiehet aufeinem leichten/ werden / inzwischen aber auch frisch und rohe lieblich zumürben und guten Boden / will auch bey dürrem Wetter essen sind. Sie wollen ein sandiczes Land und warmenbegossen seyn / darauf bekommt man alsdann gegen den Sonnenschein haben. Ihre Saezcit ist im Frühling/vVujzuK den Saamen / und wann man denselben abge- wann die Kalte ein wenigvo» bey/ im wachsenden Mond/nommen /mußman davon/was gegen das Früh-Jahr wi- wiewohl etliche meinen / wann man sie darinnen säet / sol-der Willen ausgesäet worden / in dem Hause an einen len sie mehr Blüh / im abnehmenden Mond aber mehrlüfftigen Ort verwahren; immassen er alle Jahr neu ge- Korner überkommen. Es geschiehet aber das Säen aufsäer werden muß. Sein Stengel schießet sehr hoch aus/ solche Art: Man machet ein Grüblein einen Schuh weitdie Blatter oder das Kraut daran ist widrigen Geruchs/ voneinander/ legt darnach in eines s.oder 6. Erbsen.- wannund fast unbrauchbar /wiewohl etliche wollen/ob sollte es sie nun ihreStengel hei vor schiessen lassen / muß man ih-zu ausserlichen Schaden dienen. DieBllunen / darinnen nen mit Stecken einstecken / wosern dieselbigen nur etwasder Saamen verborgen / sind weiß: der ^-aame aber an rauh sind/ damit sie sich desto besser anhangen/ empor Helf-sichselbst rund und gleichsam hohl. Diesem setzen wir bey fen. Zwischen dem Haubt-Stengel und Blättern/ wel-den Ams / welcher ebenmassig wie der tLonander zur che rings umher wachsen / kommen andere kleine Schöß-Speise/ wie auch mit Zucker überzogen zu gemessen / in- lein Herfür / so in beyden Seiten feiste Kleeblätter gesetzt/gleichen auch in der Apothecken zu nutzen ist: MitZucker und an denen Spitzlein gleichsam wie dünne Faden / da-u'berzogen dienet er auch für eine Streü in der Küche/und mit sie sich anhangen/ haben^ Zwischen Mgedachtenwird gestoßen zu allerhand Zucker - und Ulmerbrod anqe- Blättern bringen die kleine Stiel Blümlein Herfür / anwendet. Was dieZeit des Saens / wie auck seinen Bo- Farbe röthlich-weiß / je zwey und zwey miteinander / dar-den und Wartung betrifft / so verlanget er gleiche War- aus werden alsdann die Schotten / darinnen die Körnertung wie der Coriander. Im Heumonar bekommt er oder Erbsen verwahret liegen. Ihre Abzeitigung ist et-kohle und runde Stengel/daran eine weißblühendeKron/ was spat in den Sommer / da sie abgebrochen undver«in welcher der Saame weißlich verborgen lieget / und also speiset werden.

Blüh und Saamen bald aufeinander kommt. DieDol- §. 4. Lohnen sind gleichmässig eine guteKuchen-

den vsn Anis werden/wie Fenchel mit kleinen Cucumern/ Speiß / welche / wann sie noch nicht gar starck sind / mit

m Essig eingemacht. Und der Saame muß / ehe man ihn sammt denen äussersten Schaalen oder Schelffen warm

säet / vorher in Höm'gwasser eingetauchet werden. Von gekocht / und auch in denen Garten erziehlt werden. Sie

dessen Gebrauch zur Gesundheit sagen die Zslernicsni: wollen kein hohes noch sandiges / sondern ein niedriges gu«

. tes / und vor dem Winter umgegrabenes Land haben.

Lmcnäat vilum, üomackum coniorrÄt ^.nl- Die Zeit zu säen ist / wann der Frost vorbey / im ersten

sum. Monds - Viertel / da man dann dieselbigen Reihen-weis/

Der Anis bessere das Gesicht/und lkssc ven Magen schwachen nicht.

§.2. Rummel ist gleichfalls ein guter und nützlicher

wann sie vorhero im Wasser aufgeschwellt / eine quereHand breit von einander stecket / worauf sie bald aufwach-sen/ die obersten aber lässet man gemeiniglich zu dem Saa-men stehen. Zu denen Bohnen gehören die Lasesien/

Saamen / der sowohl in der Kuchen als zur Arzeney die- welche deßwegen auch welsche Bohnen genennet werden/net/ auch vielfältig mit Brodgebachen/und an das Fleisch und von unterschiedlichen Farben zugleich auch in der Ku-und anders Zugemüß gekocht wird / mithin nicht unlieb- chen zum verspeisen dienlich sind. Sie brauchen 5em solich zu essen ist. Er wachset gern allenthalben / auch in gutes / fondern etwas leichteres / jedoch nichtgar z'u ma-Wiefen von sich selbst / wo er einmahl hinkommt. Hat gers Land/ werden im Anfang desMa/ens um den Voll-hohle knöpffigte Stengel/bey 2. Ehlen hoch/die Dolden mond Reihen-weis einen Schuh weit voneinander ge-davon blühen weiß / und bringen darnach den kleinen Sa- stecket / und in jedes Loch 2. biß z. Bohnen geworffm ; somen / welcher dem Anis nicht ungleich / und sich alle Jahr man sie zu viel begeust / bringen sie mehr Blüh als Frucht;selbst aufs neue faet. den Saamen von beyderley Art lastet man so lang stehen/§. z- Nach dem Kümmel folgen die Erbst» / weil biß die Schalen düu und schwartz werden.

Das XXIII. Capitel.

Bon denen Kürbsen/ Melonen / Mrnllen/ und Tucumern

oder Kümmerlingen.

ren Nutzbarkeit / AussZung/Verflantzung und Wartunggleichfallsgehandelt wird.

§. 1.

Ebst denen vorgemeldeten Gewächsen müs-sen auch die Rürbse nicht vergessen wer-den : Immassen dieselbige gleichfalls inder Kuchen so wohl als in der Artznev ih-ren Nutzen haben und wohlgepfeffert/an statt eines Gemüsses gekocht werden

können.

Innhalt.

§.i. Der Kürbsen Nutzbarkeit/ Eintheilung/Art undZeitzuste,cken/ EygemchaM und Wartung. H. 2. Nutzbarkeit derMelonen oderPftden/desselben Eygenschaffl/ Art zu stecke»undzupfiantzen. h.z. Die Art und Weise selbige zu verse-tzen und endlich/ wie sie zu warten. §. 4. 5>e Citrullen ha«den mir den Melonen einerley Pfleg.und Wartung erfor-dern auch gleichen Grund und Boden. Deren Eygemchaff'/Nutzbarkeit und Wartung hier beschrieben wird. H.5. DieCucumern kommen auch mtt den Melonen übereil, von de»