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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
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685
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Viertes Buch. 685

können. Vor diesem / wm'dcn sie auch von denen- z. oder 4. Schuh breit/ und anderthalb oder 2. Schuhmern zu Badgejchmen gebraucht. Und was heut zu tieff/ füllet hernach in Hornung oder Herbst selbige mitTag für Tlinck-Geschirze und emblemsra davon ge- frischen langen Pferd-Mist/so warm er aus dem Stallemacht und e/Mschliittm werden/ ist bekanter/ als daß kommt/ und tritt es fest ein: Hernachmals schüttet manwir das Buch damit vergrößern wollen. Es sind aber abermal kurtzen und fetten Pferd - Mist / ohngefehr 2.derselben vielerley Geschlecht: Frembd-oder Jndiani- oder z. quer Hand hoch/ darauf/ und auf solchen Mistsche/lmd unsere Einheimische/ darunter diese letztere wie- einen halben Schuh hoch eme gute reine Garten-Erde/derumlang/ rund oder breitlicht sind / und miteinander so daß das Mistbett ohngefehr Knies hoch über der Er-grossebreitt und weißlichte Blatter haben/und vonihren den ausgehauffet stehet / welches alsdann mit höltzernSaam-Körnern / als welche von breit - und dünner Ge- Stöcklein und Brettern eingesagt wird: Nach Ver-statt in denen Kürbsen befindlich/ und zwar/so man haben richtung diserArbeit/drucketman mit einen Stecken nachwill /daß diese Frucht ehe hervorkommen/und süsser wach- der Lange denselben in die Erden / macht ohngefehr einensen solle / in eine süsse Milch oder Zuckerwasser eingewei- halbenSchuh weit von einanderzwoReyhen und drucketchet/umden Vollmond im April / in ein gut bemistetes mit der rechten Hand und zusamm-gefasten Fingern in dieundetwas feuchtesLand/ so von der Sonnen beschienen vorgemachte Striche Löcher/ in ein Tuch / einen halbenwerden kan/ in gewissen Löcher vier biß sünffSchuh weit Schuhweit voneinander /und zwar so tieff/ als die halbevoneinander / gestecket werden / wofern man nur dieses Erde auf dem Beet ist/ und leget endlich in jedes Lochbeobachtet/ daß man in stecken den Kern auf eine Sei- zween oder drey Melonen-Kerne/scharret über dieLöcherten leget/ oder mit der Spitzen unter sich stecket / und die Erden/ und decket es alle Nachte / wie a"ch bey de m Ta-Erde daraufdrucket. Sie wachsen gern an feuchten und ge/ wann es unfreundlich und raues Wetter/absonderlichwasserichten Orten / und wo sie dieselbige nicht haben/ aber wann Hagel und Schaur zu befahren ist/ entwedermuß man stets darbey Wasser halten»' Widrigenfalls mit Holtz-Thüren oder Stroh-Matten zu.sie nicht wohl aufzukommen vermögen : Gestalten ihre §. z. Wann nun das Aussäen vorbedeuteter mas-Natur sie so sehr zum Wasser tragt/daß/wann man eine sen verrichtet worden; so kommen die ersten BlarleinSchüssel voll Wassers zu einem langen Kürbiß stellet/ insgemein in 6. Tagen/ oder noch eher hersür/damanman innerhalb eines Tags augenscheinlich mercken kan / das Bedecken fleissig beobachten/ mit demselben so lange /daß der Kürbiß darzu gerucket seye. Manverpflantzetsie biß dem Pflantzlein das fünfft-oder sechsteBlat gewach«gemeiniglich auf eine Seite des Gartens an eine Wand/ ftn/ fortfahren muß; Nach diesem ist es Zeit zum verse,oder sonst einen Plan/den man wohl entbehren kan: Und tzen / welches also Zugehet; Nemlich man bedienet sichwann sie aufgegangen/ undstarckePflantzen bekommen/ zweyer vom eifern Blech gemachter Verpffantzer/ welcheleget man Mist darum-und begiessetsiezumöfftern.Weil beede einerley Form oder Weite haben; Mit dem erstenihnen dieTruckenegar nicht dienstlich ist: Daher sollen die hebet man so viel Erden aus/auf dem zubereiterenPflantz-Stauden mit rohem Küh-Mist/ dakein Stroh innen ist/ Beth/als er in sich fassen kan; Mit dem andern aber he-umlegt werden. Sind sie dann endlich zeitig / pfleget bet man ein Melonen-Pflantzlein aus also/ daß der Mut-man sie mit dem Stiel abzuschneiden und auf ein Brett ter - Grund daran bleibet/ setzet es so dann in ein in demzu legen/daß sie einander nicht anrühren können. Die Pflantz-Betthierzu gemachtes Loch/ nimmt alsdann denFrembden oder Indianische Kürbsen sind wie die Melo- DratausdemVersetzer/ und öffnet ihn so viel/daß mannen gestaltet/und haben grössere Blätter als die Einhei- ihn gemachlich heraus ziehen kan / inzwischen aber diemische: bringen grosse Gold-getbe Blumen/welche fast Pflantze mit dem Erdreich darinnen bleibe. Welcheswie die Lilien zertheilet sind. die bequemste Art des Versehens ist. Weil man aber nicht

allenthalben mit solchen Versetzern oder Verpflantzem§. 2. Mit denen Kürbsen kommen auf gewisse Maß versehen ist / als kan man nützlich die gemachte Löcher mitauch die Melonen oder pseben überein: immassen sie einem guten alten Mist biß auf 2. Finger zufütten/in dervon ihrem Kern und Pflantzen/nach Art derselben/gleich- mitten aber einen ledigen Platz lassen / darein man diefalls gezeuget werden/ auch eine sehr annehmliche Speiß jungen Melonen-Pfläntzlein mit ihrem Mutter Grundabgeben/ so / daß die Franzosen nicht unbillich sagen/ daß setzen kan. Hernach muß man die Melonen zu gewisserdie Melonen ein Meisterstück/la piecekta-Kresse,des Zeit/ absonderlich aber bey grosser Hitz und dürren Wet-ganyen Garten-- U?ercks se^n. Vor allen ist dem- ter begiessen/ doch also/ daß man die Blätter und Fruchtmch zu wissen/ daß die Melonen grossen Fleiß und- in der Jugend / soviel als immer möglich / hiermit ver«he Krauchen/so/ daß derjenige / welcher wohl mit um- schone: Zugleich aber auch / wann die Frucht über dengehenkan/ nicht unbillig für einen sonders - verständigen halben Theil gekommen / und etwan einer ziemlichenFaustund guten Gärtner zu halten ist. Erstlich nun muß man groß worden/ darmit einhalte: eingedenck / daß die Me-thnenemen solchen Ort ausgehen / der den gantzen Tag lonen/wann sie zu reisten anfangen / vielmehr eines tro-mit der Sonnen und so es möglich / gegen Mitternacht ckenen als feuchten Erdreiches gewohnet sind. Sobaldmit einer Mauer versehen sey. Hernach muß der Grund sie aber etwas erstarcken/ muß mansie nicht aufder Erdeund Bodm/fett/ gut/ wohlgejättet und ausgearbeitet liegenlassen/ damit sie nicht den Mist-Dampft oder Er-seyn/ undsvdcmn derSaame biß zur Helfft der Erden/ den-Geschmack an sich ziehen/ oder bey vielen Regenwet-am Ende desMertzens oder imAnfangdesAprils/in dem ter/von unten/aufdem Lager faulen; sondern sie müssenNeumond/unddeywindstillerLufft/eingestecket/ oderge- aufgebrochene Stücklein Schiefer-oder Ziegelsteine ge-leget werden. Will man haben / daß sie süß und wohl- leget werden/ als von welchen sie wegen Gegenwürckunggeschmack seyn/ zugleich aber auch einen angenehmenGe- der Sonnen - Strahlen gleichsam doppelte Wärm em,ruch haben sollen/ so kan man den Saamen vorher oben pfinden. Insgemein aber ist dieses hierbey zu mercken:an der Spitzen ein wenig öffnen; Hernach im Rosenwaf- daß man sie nach und nach allgemachlig/ (damit es demser oder Malvasier ein oder zween Tag liegen lassen / so Stihl nicht schaden möge) umwenden / auch durchauswerden sieden Geruch alsobald an sich nehmen. Mitder nicht viel betasten solle. Endlich muß man auch diefelbi-Pflantzung der Melonen - Kerne pfleget es auf folgende ge zu rechter Zeit abnehmen: in vernünfftiqer Erwegung/Weis herzugehen. Nemlich man grabet in die Erde ei- daß das allzufrühe oder Muspate abnehmen ibnen sehrne ablange Gruben / ohngefehr 9- oder 10. Schuh lang nachtheilich seye: Gestalten sie leichtlich überreiffen / mel-

Rrrr z dicht/