Viertes Buch. ^ ^6-7
auch das EigenrhumeinesGewächses überkommen/wann de Pflantze mit gutem Glauben s-.n-m -.j
er selbiges in seinen Garten versetzet/ wofern nur solches bet / hiervon befreyet/ da6 e>- Ä-
ebenfalls mitgutem Glauben beschießet / dann / wann er thanerPflantzen oder Gewächs m
w,ss«u.ichMst-mbdS-wäch«ms.iumGur.-us-tz.,, W«ch°ur»°rb°°u
so macht er selbiges zwar natürlicher Wels jeyn eigen / c /. ^. rir. cie l(. o. rk 4). n' 7 ^loc-mer c I n
allein es kan der vorige Herr dasselblge wieder zurucksor- 66. in kn. Vi6. nocsr. scj § ? ^ ^
dern/alswanncs noch nicht gewurtzelt hätte / v.l. .§. nocar.a-lL.-c).^ ?ib -
z. /xV. l..,. L. evcl. l^ocam. »6 §. z 2. n. 66. /. 6e gg. 0 s»co. kc °
K.0. Übrigens aber wird derjenige/ welcher einefremb-
Daö XI. Capitel.
Bon Iüten/ Stutzen und BesHneiden; Itcin vom Saamm
abnehmen.
dui innen »atet. So sollen auch die Beetlein weder zu
5 .1. Das IStcn ist weqen des Unkrauts hächst. nothwendig; eng/noch zu breit gemacht werden: Sonst wird man stcli
Von dessen Art und We>6 hier gehandelt wird. Jk.m ftlbsten verhindern/ dakman mit
vo..derZell/zuwclchcriolcheArbeitfürjunehme.i.§.z.Das vapman Mit oen HqndeN Nicht dar,
Stutzen und Beschneiden geschiehet theils zur Beförderung »" l uii.
der Fruchtbarkeit; theils zur Zierde; Pcederseits ist die be- voraus ferner auch dieses fließet / daß diese
queme Zeit IN Acht zu nehmen. 5. 4. Wie die Abnehmunq Arbeit / weder be» gar zu heissen / noch aar m kalten / we-
desSaamenszu verrichten/ und zu welcher Zeit. H. ;.Die der ben aar >» n.iss.>,i/ »,»,-!' ... n >ve-
U-s.ch...-uS-u°„ .6^
§. I. .. »ondes-Licht in AÄ)t zu nehmen: allermassen dieses viel-
^ ^ l. ^ ^ ^ lm abnehmenden als wachsenden Mond verricklet
viel das BeMssen vorbedeuteter mast werde.» muß; wo man anders nicht haben mll / da^
sen Zur Gedeylichke- der Gewächse be»- Unkraut nur desto mehr zunehmen / und läuffia-rwack
ttug--N°«,-I>,iuuckMms«bm dasI.- sm.M, W-ei^h.i^SomWZ^'S
tt„ / Sttchm m>d Bcschnndm «mm«. ^ l->b!>«' im «chk ^ um> b-fördc/r!>« umm G-wuch!
'«MSÜ5S «-!. Dann «Mi das Uukrum sich u>s- Nutzmund Kmffttgu -Ulchn mu d>-gu m um ?dm>
Miue»chaussl^r/a « -asgut- G-wuchs- Schutt«, uuvOl-duchd-s Uukmu« -u Är Fit a«
einsindet/welches dann/»viev^ wilden Biene den emhei- bequem und sicher stehen. Weil man auch bi'/me.Än b^/
mi,ch-und fleitilgen das Honig/dem gut-artigen Gewach- ungesunde und giffcige Krauter in denen Gär'ten antiM
den^affremzichet: Weil d.e guten Gewächse unter als soll man sie gleich nach den, Winrer-so bald man-ve
dem Obdach des Unkrauts eme ,o verdrußl.che Besch.r- Erde komen k m/erstlich untergraben/und hernach/wöser
mung haben/ dah ihnen ^ufft und ^onne/und mit beyden man sie besäen will / zum and ernmal u.iiarab'n/^^^
a!>°NahruNl,..m°gmM!>»ll-«i.b.nb.u°mm«,n>»^ nich.sduwuichnq, uidiu d Zd bÄ
A,s mutz «u ümsiM Gurlu.r dusguutz-Juk Sm^a- mm,,a«Mmfd'„m»,ch
hin bemuher seyn / wie er dasselbige/durch fle.ssiges Jäten doch muß man seine Bemühung in Aus. ottuna die?r
dei-mat>en ausrotte/ dam.t es das gute Gewächs nicht Feinde des guten Gewächses auch ,n denen GänaenÄ
mit verdrängen möge. Und zwar soll er es alleze-r mit sparen. Am besten gehet dieses an diesen ^rte,^n?t!
der Wurtzel / biß aus die kleinste Merlein herauslesen: ten / wann man mir scharffen Freden ^arüb!'r henst/ und
Duummmch, m-»r uuchwuch.-u k°,,^ Gl-ichw,- d«!
manud-r ,m uus,atmcb«n°l->chidus »ö,k lass«,/ a!s M.u, kus >>«„.,»/ ».« Mu>,«I an dcr ^ . ' ^
Mutevcrttlq«,kan!Mowudmd,.semSckckhuupc- schmi-t,uufdi-Mi/>Drtew«ffm/uud i^Duüuuua,
ftchlich erforderr/daßdieiemge/welche nntdem aus/aten verfaulen lassen. zu^ungung/
umgeben wollen / das Kram von dem ^ §.z. Zu dem Jäten gehöret auch das stützen und
umtt',chciden-wissen : Damit sie nicht dem Hausvatter Beichneiden/ welches theils zur Beförderun-7der
mehr Schaden als Nutzen mittels ihrer Arbeit verursa- barkeit/ theils aber auch zur Ze^e ge^^^^
chen. Wie dann m diesem Gedränge gar offt die »ungen man denen Menschen die Haare vom Haupt zu d^m Ende
Machen zugleich mit ausger.jjen/umgesiojftn oder ver- beschneidet / daß sie keinen unförmlichen Strobelkovf/
lctzetwerden. Jmmassen emem Gärtner selbst offcers ausdem dasHaar fe.n w.ld ausgeschobert li^er/ b kom
wiedttschret/ daßd.ePflantzen durch das ausjaten des men/und dadurch Nicht nurveri.nstaltet/sondernauck/
UnkramsMigelt / oder rogel gemacht werden/ furnem- bey verhaltener Austufftung/ungesund werden Ts
l.ch wann das Unkraut fest und t.eff und in der Erde sie- wird an den Rosen / Rauten «Veralt
cket/ als wird er solche Pflantzen alsobalden wieder sansst da.nit sie nicht allein dicker wachsen / sondern a> ch d sto
und sachte einzudrucken / zugleich aber auch die aufge- ehezeitigen/und einen desto lieblichern Geschin wk bekom^
worffene Erdenmder Hand / oder mit einen» Hauelein men mögen. Dieses aber vfleqet man a de^ ^a -fen
wieder zuzuebnen/ mzwWen aber auch auf das Erdreich Geländern und am Buchs-Ba^
achtzugebenwissen/ daß es weder zu hart und trocken- Wort erwas deutlicher - S^en und B-schm
noch auch apnnaß eye; Gestalten er aus dem ersten die gemeiniglich für eins / und geschiehet an denen A
Wurtzel mchtwohl herausbringen / m dem andern aber sehen / Krautern und Stauden Gewächse" - Beschnat«
viel gute Erden/ ,a wohl auch zugleich die Pflantzen leicht- ten aber wird von denen Bäumen aesagt. Im vorh 'rae,
lieh mit herausziehen / und sich also mehr Schaden als henden z. Capitel dieses vierten ^uchs 2. pzrZLrgpko.
?t Utzen fchafsen wil d. Darum mujsm die Pflantzen und haben wir die Heck Schere / Buchs und Hecken m be^
Gewächse vorher wohl erstarcket seyn / ehe der Gärtner schneiden beschrieben/welche hier gebraucht werden muß
Pppp 2 Wiswol