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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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668 Des klugen und Rechts - verständigen Haus- VatterS

Wiewohl/wann man Stengel und Blatter zum Nutzen sollen unter diese Zucht / gleich im Frühling; Vte Stau-abschneidet / da thut es das kleine Garten-Messer schon. den und Busch-Gewachse um das Ende des junii, ge-lb. 4. Im übrigen ist die Ursach des Stutzens der nommen werden. Was aber andere Krauter sind / mitPfiantzen unterschiedlich : Man beschneidet erstlich die solchen kan man das Stutzen fürnehmen/vom FrühJahrPflantzen deßwegen / daß man das Blühen und Samen- an / biß in den Herbst hinein. Um selbiger Zeit sind sie da-tragen verhindern / und iyr Wachsthum dargegen besör- mit zu verschonen/ weil sie die gesamte Krafft zur Ertra-der» möge: weil es die Erfahrung und Vernunsst be-- gung des folgenden Winter Frostes gar wohl benörhigtglaubet / daß die Krafft vielerKräuter/ wann man sie in si'iw. Insonderheit istAchtung zugeben/ daß der zuneh-die Blühe schiessen und trettenlässet / verderbe. Wer es mende Mond / und ein gemäßigter Sonnenschein / dienicht glauben will/der versuch esamMajoran/Jsopen/ beste Zeit/ zum Beschneiden / sey: wer den SchnittlingRosmarin und Salbey. Zum andern stützet man die sonderlich im Regen beschneidet / der ist Ursach / weil dasPflanzen deßwegen/ daß sie immer mehr und mehr erstar- Wasser in die eröffnete Röhrlein einfliessen kan / an dessenken / mehr fett- Blatter und starckern Stengel tragen Versaulung. Dahero ist eine unbetrügliche und augen--Dann weil die Wurtzel gestarcket wird / weil sie ihren scheinliche Regel/ die man zu mercken hat: daß man jaSaffl nicht so weit und hoch in den Stengel zu treiben ha- keine Gewächse / welche röhricht-hohl und schwammichteben / so helffen sie zur Ausbreitung und Rundung der Stengel haben / bey regnerischen Wetter beschneide:Pflanze. Die lebendige Gehage/Schnittiing/ A? einrau- weil ja vernünfftig ist/ daß/ wann man sie beschneidet/dasten /Spick /Lavcndel/RosenvonJericho/gemeine Ro- Röhrlein oder das schwammische Wesen oben eröffnet/sen/Srichel- und Johannisbeerlein?c. werden durch kein und ganz geschickt den Regen einzuschlucken/gemachr wcr-Mittel so wohl vermehret und dichte gemacht / als wann de: woraus dann zu geschehen pfleget / wie es änderst nichtsie die zarte Züchtigung des Hebmesserleins und der seyn kan / daß das Gewächse ersauffet und zur FäulungStutzscheer relp. empfinden: Diese sind die lnttrumems, vorbereitet wird. Bey der Art zu stutzen mercket man/wodurch man die Pflanzen und Stauden jährlich verjün- daß kein Gewächse in denen Knoten/Absenckm und Ge-gern kan. Drittens dienet dieses Beschneiden etlichen Ge- lencken durchschnitten werde: weil derschleunigeTod derwachsen dahin / daß man ihre Fruchtbarkeit vermehre/ Pflanzen darausfolget. Und so viel vom Stutzen. Wasund wann man Blumen haben will/daß sie desto ansehn- hier vom Ausschnauen zu sagen wäre/ das wird der ge-ticher hervorbrechen : wie wir an denen Nelcken Stö- neigte Lesen / weiter unten im Baum Garten/ am süglich-cken sehen / dann je weniger diese blühend gelassen ften/als an seinem rechten Ort/lesen können,werden / je prächtiger treiben sich diese Blumen in §.6. Endlich muß der Gärtner auch behutsam mitBlätter. Viertens wird ihre Zeitung desto ehe beschleu- dem Saamen abnehmen umgehen / und solches nach Artniget. Unter andern soll man das allzufrech hervorgetrie- der Gewächse und Gelegenheit der Zeit anstellen ; dannbeneKraut der Kirbisse wie auch ihre Reben/daran sie ge« weil es viel Gewächse gibt / welche nicht auf einmal / fon-fässeltsind/ neben dem Gabelein/im lulio nach Art der demnach und nach Saamen tragen/ a/6 muß ei solchenWeinrebenabschneiden: damit sievon der Sonnen desto Saamen nicht anfeinmal/reiffes und unreiffes zugleich/besser können beschienen und gezeitiget werden. Fürs besonders nach und nach ablesen / Und zwar msgemem zufünffte ist das Beschneiden nicht zu vergesse,. / wann man Ende des , und bey nächst folgenden Herbst; wiedeu Geschmack der Pflanzen annehmlicher machen will: nicht weniger im wachsenden Licht: anerwogen diese Saa-wie wir denn jährlich erfahren / daß der krauße Kohl / je men / als in welchem ihr Lebens Balsam kräfftiger undöffter er abgeschnitten und gestutzer worden/ allzeit besser thätiger ist / fruchtiger und gedeylicher bekommen sollen,und kräfftiger hervor kommen. Wer zum sechsten an sei- In Summa die Art der Gewächse weiset einen jeden an/nen Pflanzen und Gewächsen einen langern Genuß haben wann der Saamen abzunehmen: gestalten etlicher halb/will / der beschneidesie / oder erfahre zu feinem Schaden/ etlicher ganz zeitig abgenommen werden will: theils auchdaß sie bald m Stengel und Saamen treiben / und auch gleich im Anfang seiner Zeiligung Eben darum/ weil wirvergehen. Für das siebende / hat es in der Kuchen/ seinen wissen/ daß es Saamen gibt/ welcher / wofern er in seinensonderlichen Nutzen: weil der Lauch / der Schnittling/ Hülsen oder Kelchen langer sollte gelassen werden/unfehl-Peterlein / der krauseKöhl / Bertram / das Kerbelkraut/ bar ausfallen/und entweder verderben oder den Vögeln/und Sauerampfer / eines zum Zugemüß/ das andere zum die darauf laufchen/ zur Beure werden müste. Wann einSalar füglich beschnitten werden. Endlich und für das Gärtner den Saamen von Storchenschnabel/ Nachtveilachte geschiehet das Beschneiden dieser Gewächse / neben und die gelben Rittersporn Körnlein am Stock wolte zu-dem unterschlichen Nutzen / auch zur Zierde. Wann ein lang lassen / so würden sie ihm / da er sichs am wenigstenGärtner mit einer Müh dreyerley thut / nemlich Nutzen/ versieher / hinweg springen. Weil inzwischen viel Saa-Schirm und Zierde in Acht nehmen will / so umschanzet er men / wie man es auch an denen Aepfeln / Birnen/ Kirb-seine Garten Beete und Blumen Felder mit büfchichten sen/ und Kümmerlingen zu beobachten vermag / im erstenGewächsen / Buchs / Lavendel / Rauten undSalbey zc- Lager zeitigen/so muß man die oben ermeldete Saamen/wofern er nun diese nicht nur oben/sondern auch ausbey- mit denen Stengeln abzuschneiden nicht unterlassen. Istden Seiten stutzet / so wird er denen Feldern neben dem man aber vorher schon gewiß / daß ein und anderer Saa-Nutzen und Beschirmen / eine sondere Zierde zu wegen me/so bald nichrzeitig werde / daß er nicht schon aussprin-richten. Wer gleichsam eine viereckichte oder etwas mehr ge/so muß ihm/wofern man die Mühe/ ihn früh zusamm-in die Höhe als Breite geführte Mauer durch lebendige len / ersparen will / bey der Nackt weisse Tücher ausbrei-Hecken oder GeHäge von Rheinweiden / Stichel- oder ten / und denselbigen / wann es Zeit und Gelegenheit lei-Johannis-Beerlein/ von Feigenbäumen/Wein-Nege- det/bey heiterm Wetter einbringen. Wann man aberlein / Rosen und dergleichen zu machen willens ist / der benöthiget und gesonnen ist/ den Saamen der Melonen/muß dieses Stutzens zu gelegener Zeit eingedenck seyn. Knbiße / und dergleichen zur Speiße dienlicher Ge-§. s. Was die Zeit des Stutzens anlanget/ so hat wachse einzubringen / so soll man selbigen von dem an-man insgemein und insonderheit etwas zu mercken: Ins- klebenden Schleim waschen / und beobachten / was da-gemein/daß alles/was noch nicht angeschlagen/und wol von zu Boden falle / sey zum Geb, auch dienlich / wegengewu? tzelt hat / im ersten Jahr / mit der Beschneidung seiner Schwere und daher rührenden Lebhaftigkeit; wasmüsse »erschonet bleiben- Buchsbaum und die Rosen aber