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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Des klugen und RechtS- verständigen Haus;Vatters

Das lX. Aapittl.

Bon dem Saamen / und was bey dessen Ausfäung zu

beobachten.

Ilttlhalt. Kohl/ rotheRuben/Zwiebel/Spinat/und dergleichen.

Weiches die rechte Zeit zum ausjäcn? §» z. Auf was Art / und fl) ^slN ÄN-

uiidWeiie dasauösacn zuveruchrcn? 4> Wie wanden sang des MaMs säet man Majoran/Rosmarin/undsoSaamen einsammlen / und aufheben,olle/ damit man den, fort. Im Sommerwirdweniggesaet/ abfonderlichmrselben zum aussäen gebrauchen könneAit der Hundstage / da fast alte Aussaat vergebens ist.

5 i Jedoch kan alle Monat etwas vom Salat/Rettich/und

andern gemeinen Dingen sicher gesäet werden : damit: Ann demnach der Garten also durch Be- man allzeit etwas junges in der Kuchen haben mage. Zmschirmung / Umgrabnng und Dungung/ Herbst säet man entweder solche Sachen / die bald daraufwicbishergelehret/angeleget und zugerich- zu nutzen / oder die den folgenden Frühling zeitlich Herfürtet worden / so muß sich der Gärtner/ weil wachsen sollen. Der Winter aber lassttnichl zu in offenendas meinsie von ihm durch saamen fort- Garren etwas auszusäen : Doch / so man m die Kellergepflanzet werden soll / be» demjenigen/ oder andere warme Gemacher gute Erdenführen lässet/sowas seinen Hervorwachs durch den Saamen haben soll/ kan mau unterfchicdlicheSachen/abjonderÜch die Kuchen-zum ansäen schicken; bey welchem er theils die Narur des Kräuter/ darein säen/um solche bey der Winters-Zeit zurSaamcns / theils die Zerr und Are desaussaens zube- ksritat Milben. BeydemBlumwerckistdiebequemstevbachten hat. Die Nlaeur des Saamene betreffend/ Zeit zu säen nn Mertzen / und im September im Neu-ist zu wissen/ daß aller rund fett-und lieblicher Saamen mond. Endlich muß auch der Mond-Wechsel bey derbesser als der platt - und kleine seye: Deßgleichen daß der Aussaat wobl beobachtet werden: Dann was über derzwey - drey ? und vier - lährige besser/als der nene zum aus- Erden und groß wachsen soll/ als Erbsen/ Melonen/Kohl/säen diene: Und endlich/daß der an mitternächtigen und Kraul/Obs-BauM und dergleichen / mußum das vollefrostigen Orten gestandene Saame / lieber in denen mit- Liecht : was aber in dem Erdreich zunehmen soll / alstagigen wachse / als wann er von warmen Arten an kalt- Rüben/Rettig/Seleri/Meer-Rettig und so mehr/ mußund tcharffeLufft versetzet wird. Eye und bevor er aber um das neue Liecht gesäet und gepflantzet werden. Beyaussaer / soll er die/emgen Saamen/ so eine darre Rinden aller Aussaat aber soll man einen stillen und warmen Tagoder Schalen haben / und im ausgehen sich etwas hart erwählen.

und ungeschlacht erweisen / ein wenig spalten / aufdaß der §. z. Die Art des aussaens betreffend, müssen vor-Kern desto mehr Krasst erlangen / und d'.e Feuchtigkeit her die Beetlein mit dem Rechen fein sauber geebner undvon oben her desto besser durchdringen möge, sonder- abgezogen / und nach Beschaffenheit der Gewächs eines!ich aber soll er vor dem aussäen allen grossen und harten dick das andere dünn gesäet werden. Dann den Salat/Saamen einweichen / damit er nicht allein desto eher auf- Brunnkreß / Spinat und dergleichen pflegt man etwasgehe / sondern auch desto schönere Blumen und schmack- dicker: hingegen Rettig / Steck-und Zucker-Rübleinhafftere s uchte bringe. Daher» wird der AwiebelSaa- und andere Wurtzel-Gewächs / etwas dünner zu säm/men m Kühmist-Waster/Melonen in Honig-oder Zucker- oder gar zu stecken /gleichwie man mit rothen Rüben / Ar-Wasser/ K ürbis- und Gurcken- Saamen in Milch/ Erb- tischocken und Erbsen auch zu thun gewöhnet ist. Nachsen in Brunnen-Wasser eingeweichet / und so mehr. Da- verrichteter Aussaat aber / muß der ausgestreueteSaa-bey nicht aus der Acht zu lassen / daß kein Saame unter men von, Frost/Vögeln und Ungezieffer mitMLbcwah--der Sonnen so klein sey / der nicht sein verborgenes Hertz- ret werden.

lein habe/aus welchem erstlich die Wurzel/deren Amt ist §. 4. Will man aber Saamen haben / so muß manNahrung zu hohlen / unter sich ^rmget, Stengel und denselben entweder von andern kauffen / oder selbsten ein-Kraut aber über sich treibt. Mem GOtt. wiegar klein sammlen/welchesletzereausfolgendeArt geschiehet:Nem-ist der Eypressen- Saamen/ der seine Wurzel doch tiesun- man lasset an einem Gewächs oder Pflantzen / wannter sich langen / und de^tamm und die Blatter über man Blum-Gesame haben will/eine Bwm oder zwey zumsich hoch hmaus^rec.et.Was nun ^ er Wurzel nach meinsten/ und zwar derjenigen stehen / so am schönsten undsich / was dem ^tanim nach über sich gehet, cas hat sei- vollkommensten sind; so bald nun der Saamezeitig /wirdnen lusgang aus >. er Wurzel. Und solcher mit Fleiß eingesammelt / wohl verwahret/ und biß

hat doch die Ameisen so klug gemacht / daß s>e dem <^aa- den Herbst behalten / damit er alsdann gebührendmen oder dem Gerre.d/welches sie eintragen/d.e Hertzlem ^sgesa-twerden möge. Die Verwahrung selbst aber ae-abbeOn / daß sie mchtmehr auswachsen können: sonst entweder in emem Kästlein/ Glasern oder andern

waren sie »wen Nichtsnutze. Ev mochte sonn l.ie frucht reinen Gefäß / bey welchem insgemein ein Zettelein mitvon denen Wurmen angefressen / oder sonst verdorben ^m eigentlichen Namen und der Jahrzahl geleget wird/^ ^ " damit man zu seiner An? denselben recht erkennen möge,

oder das G^vachs au!g.ben. . ^ . DieKrauter samt ihrenBiättern pflegetman amieimaiich

- ^ belanaend / so pflegen ^ sammeln / wann sie vollkommen ; die Wurtzei aber/

rm Frühling ^ ^ "utzlich ausgestl euer zu die Blatter von denen Krautern abgefallen sind/

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den. Und zwar saet man im Anfang / so bald das Erd,reich erweichet / und man den Finger hineindrucken kan/