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Des klugen und McktS verständigen ?)au6'Vatter6
Das VI. Kapitek,
Von Verbesserung der Felder.
Innhalt.
1. Nach der Untersuchung folget die Verbesserung , welchedurch Allsrettung der Sträuch und Paumc: §. 2. duvchWeqraumung der Steine: h. z. durch AUöschopf. unoAustrocknung der Morast und Dimpfel: ein Exempel ausHolland: h. 4. durch fieissae Dungung: 5. durchdiezu rechter Zeit angestellte Pflüg - und Besamung - durchSlushauung der Stoppeln / und Umackerung der Ft>l5e!:H. 6. nicht allein in Aeckern/ sondern auch in Garten und Wie»sen/ (welche bißweilen ju Aeckern gemachet werden) gesche«hen kan.
§. r.
:Ann sich nun ein kluger und verstandigerHausvatter nach der ihme bereits sürge-chriebenen Art genugsam unterweisenassen / und für sich Kundschafft eingeho-et/ wie die Natur und Eigenschafft ftinesAckers beschaffen / hingegen nach genauerUntersuchung befindet / daß noch eins und das andere imWege stehe / was dessen künfftige Fruchtbarkeit verhin-dern könnte ; als muß er dasselbige nicht allein / soviel ihmemöglich / aus dem Wege räumen / sondern auch dem Ab-gang und Mangel des Bodens / soviel es thunlich / zuHülsse kommen: Und dieses wird sehr füglich und mitNutzengeschehenkönnen/wanner 1) die jenige Baume/Dorn / Hecken und Strauche ausrottet / welche mit ih-rem Schatten und Wurzln so wol desHimmels Einfluß/als auch des Bodens Würckung / die sie meistentheils insich saugen / und denen übrigen Früchten entziehen/ver-hindern ; (wann dessen Fruchtbarkeit änderst nicht ein-
träglicher / als das leere Feld zu vermuthen ist) selbigesamt deren Wurzeln aushauet / und das Holz zu.linemNutzen anwendet: Wann es aber weder Bau-nochBrennhol; ist / be^ stillem Wetter verbrennet. Wel-ches auf gleiche Weise von dem Unkraut und Queck-Graszu verstehen / so mit sonderbarem Fleiß / damit es nichtüberHand nehme /mit Eggen und Hacken ausge/atet wer-den muß / absonderlich aber von denen Distc-ln / welcheman/ehe sie groß werden/abhauen/unK hernach den Ackerumpflügen lassen solle: damit auf solche Weise die Wur-zeln darvon ausgerissen werden/und die Disteln vergehenmögen / welches in Binzen und Farrenkraut/ auch andernMlsckräutern / die ein und andermal umackert worden/gar leicht geschiehet. Sotten sie aber wieder aufwachsen/könnten sie zum andern mal ausgeraitet / und der Ackerabermal / biß sie gar wegbleiben / umgeackert / die abge-hauene Disteln aber alle zumal über einen Haussen zusani-men geleget und verbrennet werden. Will man es abergeschwinder gethan haben / so tünge man den Acker / säeBonen darauf/ so werdet ihr denen Gebrechen des Feldesnicht nur schleunig abheissen; sondern auch bey dieser Lor-reKion doch noch einen Nutzen ziehen.
§. 2. Es müssen aber nicht nur allein zu Verbesse-rung der Felder/ die schädliche Baum und Strauche um-gehauen ; sondern auch 2) die Steine / fürnemlich ausdenen Feldern / die brach gelegen / ausgerottet werden;welches aber nicht von solchen Feldern und Aeckern zu ver-stehen/ denen die Steine mehr nütz - als schad - und hinder-lich seyn / und welche durch gewisse Steine nur mürber
und